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Das Planungsargument Gespräche über den Planungsdiskurs, die Bewertung von Planungsargumenten, und einen Vorschlag für die Ausbildung in Planungsproblematik als Bestandteil des Studium Generale von Mann, Thorbjoern (eBook)

  • Verlag: Thorbjoern Mann
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Das Planungsargument

Über den Autor
Thorbjoern Mann ist Professor Emeritus der Architektur, mit den Spezialgebieten Theorie, Entwurfs-und Planungsmethodik - insbesondere die Organisation des Entwurfs- und Planungsdiskurses, dessen Unterstützung durch Informationssysteme und die Frage der Bewertung von Planungsargumenten, - Bauökonomie, Zeitmanagement für Architekten und Planer. Er hat in Deutschland, Frankreich und den USA in Architektur und Systemforschung gearbeitet und in Singapur und Tallahassee, Florida gelehrt. Seit der Emeritierung arbeitet er hauptsächlich an Büchern über diese Themen, sowie Kunst und der Restaurierung eines alten Bauernhauses in Kärnten.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 148
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783939845911
    Verlag: Thorbjoern Mann
    Größe: 11463kBytes
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Das Planungsargument

Siebtes Gespräch Die Rolle der Bewertungsergebnisse in der Entscheidung (S. 77-78)

Interpretation der Ergebnisse

Sag mal: abgesehen von dem, etwas zweischneidigen Verdienst, dem modernen Leben noch so ein bürokratisches Formular beschert zu haben: wie sollen denn diese Bewertungsbögen und deren Resultate benutzt werden?

Fang doch einfach mit dem Fall eines einzelnen Planers an, der sich für oder gegen einen komplexen Planvorschlag entscheiden muss. Da kann es doch nützlich sein, ein Werkzeug zur Hand zu haben, mit dem man sieht, wie sich insgesamt die Argumente zueinander verhalten. Ich sehe seinen Nutzen weniger darin, dass man zum Schluss eine Zahl hat, die einem angibt wie schliesslich die Entscheidung fallen sollte, als in den Hinweisen auf Stellen, wo noch mehr Informationen nötig sind, um ein gewichtiges Argument ausreichend zu untermauern, oder darüber, welche Fragen im Gesamtbild relativ unwichtig sind, so dass man nicht zuviel Zeit und Energie verschwenden sollte, dafür die Daten auf vier Stellen hinterm Komma auszuknobeln ...

Während andererseits weit wichtigere Argumente auf vagen Vermutungen und leeren Behauptungen ruhen. OK, ich hab's verstanden. Das leuchtet mir auch ein. Schön. Jetzt kannst Du doch, mit derselben vorsichtig kritischen Einstellung, ein errechnetes Schlussresultat aus dem Rechner nicht einfach als die Entscheidung zu akzeptieren -- für die Übersicht der Bewertungen der verschiedenen Teilnehmer ähnliche statistische Vergleichswerte aufstellen und ...

Aha, jetzt kommts, Spoc. Habe ich's doch gewusst, dass da so eine Statistokratie im Hintergrund lauert. So sinister braucht das gar nicht sein, Sandro. Wie gesagt, wenn diese Vergleiche von allen als zusätzliche Information, aber nicht als Entscheidung verstanden werden, wäre es doch zum Beispiel nützlich, für das Ergebnis in jeder Zeile des Auswertungsbogens den Durchschnittswert für alle Teilnehmer auszurechnen...

Um zu sehen, wo die Meinungen der ganzen Gruppe hinsichtlich der verschiedenen Argumente hintendieren. Gut, das kann ich auch noch akzeptieren.

Aber das kann doch ziemlich irreführend sein, nicht wahr, Spoc? Genau wie die Durchschnitts-plausibilität, von der wir vorhin sprachen. Wir können ja hier wieder denselben Durchschnittswert aus einem Haufen von Eingaben errechnen, die alle nahe am gleichen Punkt liegen, wie aus einem anderen Datensatz mit zwei Gruppen von Werten, die weit auseinanderliegen: zehn Plausibilitätswerte von + 1 und zehn von -1 ergeben denselben Durchsnittswert von Null wie zwanzig Werte von Null. Solch ein Ergebnis sagt mir überhaupt nichts!

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