text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die kürzeste Geschichte der Wissenschaft von Bynum, William (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.10.2014
  • Verlag: Atlantik Verlag
eBook (ePUB)
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die kürzeste Geschichte der Wissenschaft

Von den alten Babyloniern zum World Wide Web Wer fand heraus, dass der Mittelpunkt der Erde nicht gleichzeitig der Mittelpunkt des Universums ist? Wie kommt es, dass ein Pfeil umso weiter fliegt, je stärker man den Bogen spannt? Welche Kräfte walten bei einem Gewitter? Seit Tausenden von Jahren suchen die Menschen nach Erklärungen für das, was sie um sich herum wahrnehmen. In vierzig Kapiteln erzählt William Bynum anschaulich, spannend und anekdotenreich vom Abenteuer Wissenschaft. William Bynum hat als Professor für Medizingeschichte am University College London gelehrt und zahlreiche Bücher veröffentlicht. Darunter Geschichte der Medizin (2010) und Die großen Entdeckungen der Medizin (2012). Er lebt in Suffolk, England.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 08.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783455180046
    Verlag: Atlantik Verlag
    Größe: 2782 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die kürzeste Geschichte der Wissenschaft

1 Am Anfang

W issenschaft ist etwas ganz Besonderes. Durch sie erfahren wir mehr über unsere Welt und alles, was darin ist - und somit auch über uns selbst.

Seit Tausenden von Jahren suchen die Menschen nach Erklärungen für das, was sie um sich herum wahrnehmen. Die Ergebnisse, zu denen sie dabei kamen, haben sich im Laufe der Zeit geändert. Genauso die Wissenschaft selbst. Wissenschaft ist dynamisch, sie baut auf Vorstellungen und Erkenntnissen auf, die von einer Generation an die nächste weitergegeben werden, und macht andererseits sensationelle Fortschritte, wenn etwas völlig Neues entdeckt wird. Was dagegen unverändert bleibt, sind die Neugier, das Vorstellungsvermögen und die Intelligenz der Wissenschaftler. Unser heutiger Kenntnisstand mag höher sein, doch die Menschen, die vor 3000 Jahren intensiv über ihre Welt nachdachten, waren ebenso klug wie wir.

In diesem Buch geht es nicht nur um Mikroskope und Reagenzgläser, obgleich die meisten Leute wohl an so etwas denken, wenn sie das Wort "Wissenschaft" hören. Während fast der gesamten Menschheitsgeschichte diente die Wissenschaft neben Magie , Religion und Technik dazu, die Welt zu verstehen und zu beherrschen. Wissenschaft kann etwas so Simples sein wie das tägliche Beobachten des Sonnenaufgangs oder etwas so Kompliziertes wie der Nachweis eines neuen chemischen Elements. Magie ist im Spiel, wenn jemand versucht, durch das Beobachten der Sterne die Zukunft vorauszusagen, und Aberglaube würden wir es nennen, einer schwarzen Katze aus dem Weg zu gehen. Die Religion veranlasst die Menschen zum Beispiel dazu, ein Tier zu opfern, um die Götter gnädig zu stimmen, oder für den Weltfrieden zu beten, und eine gewisse Technik ist vonnöten, um Feuer zu machen oder einen Computer zu bauen.

Wissenschaft, Magie , Religion und Technik wurden von den ersten menschlichen Gemeinschaften genutzt, die die Flusstäler Indiens , Chinas und des Vorderen Orients besiedelten. Die fruchtbaren Täler lieferten Jahr für Jahr eine so reiche Ernte, dass eine große Gemeinschaft davon ernährt werden konnte. Dadurch konnten sich einige Mitglieder dieser Gemeinschaften auf ein spezielles Wissensgebiet konzentrieren und sich darin zu Experten entwickeln. Zu diesen ersten "Wissenschaftlern" (wenn sie damals auch noch niemand so nannte) gehörten oft Priester .

Anfangs war die Technik (also das praktische "Tun") wichtiger als die Wissenschaft (bei der es vor allem um das "Wissen" als solches geht). Wenn man erfolgreich seine Felder bestellen, Kleider nähen oder Essen kochen wollte, reichte es zu wissen, was man zu tun hatte. Man musste nicht unbedingt wissen, warum manche Beeren giftig und andere Pflanzen essbar sind, um die einen zu meiden und die anderen anzupflanzen. Auch war es dafür nicht von Bedeutung, warum die Sonne morgens auf- und abends wieder untergeht. Doch wir Menschen sind nicht nur fähig, etwas über die Welt um uns herum zu lernen, in uns steckt auch eine natürliche Neugier. Und diese Neugier ist die Triebkraft der Wissenschaft.

Dass wir mehr über die Menschen in Babylon (im heutigen Irak) wissen als über andere antike Zivilisationen, hat einen einfachen Grund: Sie schrieben auf Tontafeln. Tausende dieser fast 6000 Jahre alten Tafeln sind erhalten geblieben. Sie erzählen uns, wie die Babylonier ihre Welt sahen. Ihre Gesellschaft war streng organisiert, die Menschen führten sorgfältig Protokoll über ihre Ernten, Vorräte und Staatsfinanzen. Die Priester verbrachten einen Großteil ihrer Zeit damit, sich mit

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen