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Flugmechanik der Hubschrauber Technologie, das flugdynamische System Hubschrauber, Flugstabilitäten, Steuerbarkeit von Bittner, Walter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.03.2006
  • Verlag: Springer-Verlag
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Flugmechanik der Hubschrauber

Als integrierter Bestandteil des Transport- und Luftfahrtsystems ist der Hubschrauber heute weder in zivilen noch in militärischen Bereichen zu entbehren. Seinen flugtechnischen Eigenschaften liegt die Flugmechanik zu Grunde, die in diesem praxisorientierten Buch umfassend beschrieben wird. Der Autor bringt seine jahrzehntelangen Erfahrungen aus der Entwicklung und Herstellung von Hubschraubern ein und stellt den mit Forschung, Herstellung und Betrieb von Hubschraubern befassten Ingenieuren sowie allen mit der Beschaffung und Nutzung Beschäftigten die notwendigen Kenntnisse zur Verfügung. Da die Kosten eines Hubschraubers und seine Flugeigenschaften schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Entwicklung festgelegt werden, ist eine rechtzeitige Einbringung der zu erfüllenden Forderungen und einzuhaltenden Vorschriften äußerst wichtig. Auch dazu bietet dieses Buch das benötigte Hintergrundwissen an. Die zweite Auflage wurde fachlich aktualisiert und nochmals verbessert.

Priv.-Doz. Dipl.-Ing. Walter Bittner

hat Luft- und Raumfahrt an der TU Berlin studiert, ehe er in den Unternehmensbereich Hubschrauber von MBB eintrat. Er war viele Jahrzehnte an hervorragender Stelle mit der Konzeption von Hubschraubern beschäftigt. Seit 1989 hält er die Vorlesung 'Flugmechanik der Hubschrauber' an der TU München und ist Lehrbeauftragter an der Universität der Bundeswehr München.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 238
    Erscheinungsdatum: 30.03.2006
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783540275411
    Verlag: Springer-Verlag
    Serie: VDI-Buch
    Größe: 6645kBytes
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Flugmechanik der Hubschrauber

11 Flugtechnische Stabilitäten (S. 174-175)

Aus dem zunächst unbeeinflussten Zusammenspiel aller Kräfte und Momente an den verschiedenen Bauteilen des Hubschraubers ergibt sich, wie in Kap. 10.2 dargestellt, dessen systemtypische Dynamik und damit auch dessen flugtechnischen Stabilitätseigenschaften. Diese stehen in Wechselwirkung mit den Steuereigenschaften, die in den Kapiteln 12 und 13 behandelt werden. Durch geeignete Auslegung, sowohl des Systems Hubschrauber in seiner Konfiguration als auch des Steuerungssystems, möglichst stabilen Flug zu erreichen ist ein wesentliches Ziel bei der Optimierung der Flugeigenschaften. Mangelhafte Stabilitäten können zum Verlust der Steuerbarkeit führen. Bewegungen, hervorgerufen durch zu starke Instabilitäten, desorientieren den Piloten, entstehende Luftkräfte können die Struktur der Maschine überfordern. Stabilität entlastet also den Piloten, erhöht die Sicherheit der Einsätze, besonders im Blindflug und bei bodennahen Manövern.

11.1 Die statische Längsstabilität

Ein Hubschrauber wird als statisch längsstabil bezeichnet (eigentlich müsste es geschwindigkeitsstabil heißen), wenn er einer Störung seines stationären (ausgetrimmten) Fluges unmittelbar tendenziell entgegenwirkt, gleichgültig welche Reaktionen sonst noch auftreten. Für den Piloten bedeutet statische Längsstabilität gefühlsmäßig richtiges Sticknach- vorn-drücken, um höhere Vorwärtsgeschwindigkeiten einzusteuern. Jeder Knüppelstellung ist dann eine Fluggeschwindigkeit eindeutig zugeordnet, in positivem und stetigem Abhängigkeitsverhältnis. Bei einer positiven Fluggeschwindigkeitsstörung im Vorwärtsflug (also etwa einer Bö von vorn) muss demnach der Hubschrauber selbständig die Nase heben, um die vermeintlich zu hohe Geschwindigkeit abzubauen. Das Nickmoment der Gesamtmaschine muss also positiv sein.

Das bereits bekannte Derivativum Mu, erzeugt durch die Schlagbewegung der Rotorblätter und immer stärker angeregt durch die Geschwindigkeitssteigerung, ist hier das relevante, es hat diese verlangte Tendenz. Das Kriterium, das den Schwebeflug instabil macht, erzeugt im Vorwärtsflug die für die Zulassung wichtige statische Stabilität. Destabilisierend wirken vor allem der Rumpf und der angesteuerte Rotor. Durch andere Hubschrauberbauteile, vor allem mit dem Höhenleitwerk, kann der Gradient des Nickmomentes eingestellt werden. Ein verstärkt negativ angestelltes Höhenleitwerk wirkt zusätzlich stabilisierend.

Die Destabilisierung durch den angesteuerten Rotor entsteht durch das für die Steuerung benötigte Moment aus dem Schubvektor mal dem Abstand von dessen Wirklinie zum HS-Schwerpunkt. Im Schwebeflug gibt es zunächst kein Gegenmoment, weshalb alle Hubschrauber in diesem Flugzustand instabil sind. Der Gradient des Nickmomentes pro Steuerausschlag darf nicht zu flach werden, sonst reicht der Steuerweg des Stick möglicherweise nicht aus. Ein zu steiler Gradient erzeugt unangenehm abrupte Steuerwirkungen. Statisch instabile Hubschrauber sind fliegbar, erfordern aber dauernden Eingriff des Piloten zur Einhaltung der gewünschten Geschwindigkeit und beanspruchen damit höchste Aufmerksamkeit. Zur Geschwindigkeitsaufnahme muss bei solchen Hubschraubern der Stick zunächst nach vorn gedrückt und nach Erreichen der gewünschten Geschwindigkeit wieder in die Nähe der Trimmstellung gezogen werden. Für die Zulassung entsprechend IFR muss zusätzlich zum Weg- auch der Kraftgradient am Stick stetig und positiv sein.

11.2 Die Anstellwinkelstabilität

Die Anstellwinkelstabilitä

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