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Raum und Zeit nach Einstein und Hawking von Twerdy, Gottlieb (eBook)

  • Verlag: Morawa Lesezirkel
eBook (ePUB)
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Raum und Zeit

Die Raumzeit ist ein Käfig aus Koordinaten. Was will sie gefangen halten? Die Bewegung. Doch unterdessen entwischen ihr die Körper. Was tun sie? Indem die Körper Inhalt und Form wechseln, bringen sie ihre Bewegung aus sich hervor, sowie deren beiden Teile: Raum und Zeit. Die imaginäre Zeit ist eine unzerstörbare Uhr, die auch die Mathematik nicht zerlegen kann. Nur geht sie chronisch verkehrt: vom Ende bis zum Anfang. Ausbildung: Dipl. Ing., Ziviltechniker Beruf: Architekt, freischaffend Berufung: Philosophie, Literatur, Musik geboren 1952, lebe im Raum Wien

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 392
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990842805
    Verlag: Morawa Lesezirkel
    Größe: 467 kBytes
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Raum und Zeit

DIE ZEIT

A: Der Raum ist die eine Seite im innersten Widerspruch der Materie, er ist das Werden der Form. Wir kommen nun zur Untersuchung der anderen Seite in diesem Widerspruch, zum Werden des Inhalts. Der Stoffwechsel zeitigt nicht nur seine Form, den Raum, sondern auch seinen Inhalt.

B: Der Inhalt des Stoffwechsels, das sind doch die Dinge selbst, oder zumindest das, was sie austauschen. Was sollte das Werden des Inhalts anderes sein als das Werden der Dinge?

C: Sollten wir nicht das Werden der Dinge vom Werden ihres Austausches unterscheiden? Die Dinge sind das Ergebnis auf Seiten des Körpers. Aber was wird zwischen den Körpern?

A: Das Werden muss auf beiden Seiten stattfinden, damit es funktioniert. Es muss auf beiden Seiten Ergebnisse hervorbringen, sonst findet das Werden nicht statt.

C: Das Werden der Dinge muss die Zeit sein. Wenn alles in der Zeit wird, dann ist sie das Werden. Auf diese Weise sind alle Dinge im Werden.

A: Da sehen wir besser nach. Wir denken die Zeit zuerst als das Kommen und Gehen von einem Ding, von einem Ereignis, sagen wir, von einem Etwas.

C: Das Alte geht unter und das Neue kommt aus dem Alten hervor. Das ist die Veränderung, sie ist das Werden aller Dinge oder Ereignisse.

Die Veränderung

B: Ich schaue lieber auf die Uhr, wenn ich an die Zeit denke.

A: Du glaubst eben nur an das Maß. Aber selbst deine Uhr muss sich verändern, nämlich so wie die Zeit. Deine Uhr liefert nur einen Vergleich.

B: Was wird verglichen?

C: Wenn wir die Zeit mit Uhren und Kalendern abbilden, dann beobachten wir das Kommen und Gehen von Ziffern, die für uns zählen, die uns das Zählen abnehmen. Wir können auch das Kommen und Gehen von Sonne und Mond aufzeichnen, oder von Pflanzen und Tieren, oder von Generationen, von biologischen Arten und von geologischen Schichten.

A: Wir erhalten einen ersten Begriff von der Zeit, indem wir Veränderungen vergleichen. Was hat sich wie verändert, während anderes gleich blieb oder sich vergleichbar veränderte? So gehen wir vor, wenn wir die Zeit suchen, erwägen, beurteilen, messen wollen.

Alsbald beginnen wir, Regelmäßigkeiten in den beobachteten Veränderungen zu erkennen, zu notieren und zu zählen. Wir zählen ihre Wiederkehr und schreiben sie der Zeit zu.

B: Die Dinge verändern sich, weil die Zeit voranschreitet. Die Zeit ist nicht nur die Veränderung, sondern auch der Grund der Veränderung.

A: Nein. Kinder wachsen nicht, bloß weil die Zeit vergeht. Die Zeit ist kein Grund, keine Ursache. Das Wachsen hat andere Gründe.

B: Aber ich werde doch alt, weil die Zeit vergeht.

A: Du wirst alt, während die Zeit vergeht, aber nicht, weil die Zeit vergeht. Du bist ja auch nicht geboren worden, nur weil die Zeit verging oder irgendwie vertrieben wurde.

B: Aber sterben darf ich, wenn meine Zeit abgelaufen ist.

A: Nein, sterben wirst du dann, wenn du zu schwach zum Leben geworden bist. Nicht deine Zeit läuft ab, sondern dein Leben. Du hast keine Reiter im Genick, kein Schicksal und keine Kräfte, so wie keines deiner Atome. Du und sie alle tun nur, was sie können, solange sie es können.

B: Da habe ich kein bisschen Energie, sondern bloß viel Arbeit. Du willst mich auf das beschränken, was ich absorbiere und emittiere.

A: Nein danke, das musst du schon selber entscheiden. Du bist für dich selbst verantwortlich. Du kannst deine Chancen nur nutzen, wenn du das begreifst und dein Leben danach ausrichtest.

B: Wenn mir die Zeit nicht hilft, dann werde ich mich schlecht verändern können. Dann bleib ich lieber der Alte.

A: Wenn du derselbe bleibst, während dir die Zeit davon läuft, dann findet alle Veränderung ohne dich statt. Nicht die Zeit entscheidet, was sich an dir verändert, und was nicht. Das tust du vielmehr selbst.

C: Wir zählen die Veränderungen in der Zeit. Also

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