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Kommunikation mit Patienten in der Chirurgie

  • Erschienen: 20.10.2011
  • Verlag: Kohlhammer
eBook (ePUB)
32,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kommunikation mit Patienten in der Chirurgie

Ein chirurgischer Eingriff stellt neben der Herausforderung für Ärzte auch eine besondere Herausforderung für Patienten dar. Sie sehen sich einer schwer einzuschätzenden neuen Situation gegenübergestellt, sorgen sich um ihre körperliche Unversehrtheit und stellen sich eine Fülle von Fragen. Nicht selten fühlen sie sich dem, was auf sie zukommt, hilflos ausgeliefert. Dem aufklärenden, verständnisvollen und Orientierung gebenden Gespräch zwischen Arzt und Patient kommt eine immer größere Bedeutung zu. Eine gelingende Kommunikation mit Patienten will daher ebenso gelernt sein wie der geschickte Umgang mit dem Skalpell. Mit Facettenvielfalt, in der Praxis bewährten Empfehlungen für den chirurgischen Alltag und mit dem Appell, in der Kommunikation neue Wege zu gehen, leistet dieses Buch einen wichtigen Beitrag zu mehr Klarheit, Sicherheit, Zufriedenheit und auch Menschlichkeit in der mitunter wegen ihrer hohen Anonymität gefürchteten Krankenhauswelt. Mit Geleitworten von Prof. Dr. D. Rixen (Duisburg) und Dr. B. Hontschik (Frankfurt/M.).Das Werk wurde realisiert mit freundlicher Unterstützung der Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung, Hamburg.

Dr. med. Peter-Michael Hax, Stellv. Ärztlicher Direktor der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Duisburg. Thomas Hax-Schoppenhorst, pädagogischer Mitarbeiter der LVR-Klinik Düren, Dozent für Rhetorik.

Produktinformationen

    Größe: 8205kBytes
    Herausgeber: Kohlhammer
    Untertitel: Praxisempfehlungen für Ärzte aller operativen Fächer.
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 276
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783170274549
    Erschienen: 20.10.2011
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Kommunikation mit Patienten in der Chirurgie

2 Systembedingungen für erfolgreiche Patientengespräche

Jens Hager van der Laan und Ulrike Schlein
Einleitung

Im Vergleich zu den nachfolgenden Kapiteln in diesem Buch haben die nun folgenden Ausführungen einen anderen Schwerpunkt. Während sich das Hauptinteresse unserer Mitautoren auf den Bildausschnitt der Arzt-Patient-Kommunikation in ihren vielfältigen Ausprägungen richtet, betrachten wir gewissermaßen die "Totale", nämlich das gesellschaftliche System des Krankenhauses und versuchen auf der Basis unserer Erfahrungen als externe Berater und Moderatoren von Veränderungsprozessen in Krankenhäusern zu veranschaulichen, welche Systembedingungen die dyadische Beziehung zwischen dem Arzt und einem Patienten im Gespräch fördern und welche sie behindern können. So lautet die Frage: Was können die verantwortlichen Führungskräfte eines Krankenhauses tun, damit ein Kontakt zwischen Arzt oder Pflegekraft und einem kranken Menschen zur Zufriedenheit verläuft? Es ist von großer Bedeutung, die Funktionsträger, die in einem Krankenhaus schwierige Gespräche mit Patienten führen müssen, in ihrer Gesprächsführung zu qualifizieren.

Unsere These in diesem Kapitel lautet: Die Qualität des Kommunikationsklimas in einer Abteilung, in einer Klinik und die Gesprächskultur selbst in einem Krankenhauskonzern wirken sich auf die Art und Weise aus, wie Gespräche mit verschiedenen Kooperationspartnern (Patienten, Angehörige, zuweisende Ärzte, Kostenträger usw.) zustande kommen und geführt werden.

Wenn wir also auf den Gesamtkontext "Kommunikation in Krankenhäusern" schauen, so finden sich nach unseren Erkenntnissen vier Dimensionen (s. Abb. 2.1 ), die das Handeln der Mitarbeiter in Kliniken und selbstverständlich auch in anderen Unternehmen bzw. Organisationen beeinflussen:

Geklärte Rollenbeziehungen zwischen den Inhabern der Positionen, die in einer Organisation besetzt sind: Jeder weiß, was von ihm an seiner Stelle erwartet wird und welche Befugnisse er hat, um in seiner Position kompetent und selbstständig zu handeln.

Die Verständigung auf einen Kommunikationsstil, der von wechselseitiger Wertschätzung geprägt ist. Dabei richtet sich das Interesse auf die Art und Weise, wie in einem Unternehmen kommuniziert wird und insbesondere wie dieser Kommunikationsstil in Verbindung zur Führungsphilosophie steht.

Ein Konsens über Normen und Regeln, die die täglichen Abläufe, Arbeitstreffen und Abteilungsbesprechungen beeinflussen.

Die Werte und Leitvorstellungen sowie Unternehmensziele und Strategien, die in einem Unternehmen dem Handeln jedes Mitarbeiters eine Orientierung geben.

Abb. 2.1: Dimensionen von Kommunikation und Führung

Im Folgenden beschreiben wir, welche Fragen und Probleme sich in diesen vier Dimensionen des Miteinander-Redens-und-Handelns in Organisationen ergeben und wie Lösungen aussehen können, die insgesamt eine qualifizierte Arzt-Patient-Kommunikation unterstützen.
2.1 Klarheit in den Rollen ist eine wesentliche Bedingung für erfolgreiche Kommunikation

Im Rahmen eines Organisationsentwicklungsprojektes in einem Krankenhaus waren in einem Workshop 20 Oberärzte aufgefordert worden, die wichtigsten Leistungsmerkmale für ihre Tätigkeit in diesem Krankenhaus zu beschreiben. Sie sollten charakterisieren, an welchen Merkmalen sie sich in ihrer Funktion als Führungskräfte in der mittleren Führungsposition messen lassen wollten. Die Aufforderung irritierte anfangs, denn wie die überwiegende Anzahl der Oberärzte in bundesdeutschen Kliniken sahen sich auch diese Seminarteilnehmer vorrangig als Fachkräfte und Spezialisten in ihren jeweiligen Disziplinen, weniger jedoch als Führungskräfte. Als Ergebnis von Abstimmungsprozessen in dieser interdisziplinären Oberarzt-Gru

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