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Krankenhaus-Report 2008/2009

  • Erschienen: 01.11.2008
  • Verlag: Schattauer
eBook (PDF)
54,99 €
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Online verfügbar

Krankenhaus-Report 2008/2009

In den vergangenen Jahren hat sich der gesetzliche Rahmen, innerhalb dessen die Krankenhäuser operieren, deutlich verändert. Die Einführung eines Preissystems mit G-DRGs und der Abbau von Überkapazitäten sorgen für zunehmenden Wettbewerb auf dem Krankenhausmarkt. Hinzugekommen sind neue Möglichkeiten des Marktauftritts an der Schnittstelle zwischen ambulantem und stationärem Sektor.
Die Kliniken nutzen den veränderten Rahmen, um eigenständige unternehmerische Konzepte zu entwickeln. Der Trend geht zu Versorgungszentren, die eine Brücke zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor schlagen und fachübergreifende Kooperationen stärken. Von besonderem Interesse sind hier jene Versorgungszentren, die Veränderungen in den Versorgungsformen und -inhalten anstreben. Auch vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft und den Bemühungen, eine qualitativ hochwertige und umfassende medizinische Versorgung in ländlichen Gebieten aufrechtzuerhalten, sind diese Entwicklungen interessant.
Der Krankenhaus-Report 2008/09 beleuchtet diesen Prozess mit seinen Möglichkeiten, Problemen und Perspektiven umfassend.
Ein aktuelles und dauerhaft nutzbringendes Werk für alle, die sich mit Gesundheitspolitik, -ökonomie oder der Verwaltung von medizinischen Einrichtungen beschäftigen.

Produktinformationen

    Größe: 66251kBytes
    Herausgeber: Schattauer
    Untertitel: Versorgunszentren Mit Online-Zugang zum Internetportal www.krankenhaus-report-online.de.
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 477
    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783794565009
    Ausgabe: 1., Aufl.
    Erschienen: 01.11.2008
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Krankenhaus-Report 2008/2009

1 Zentrierte Versorgung - Ziele und Optionen (S. 3)

Günter Neubauer und Christof Minartz

Abstract

Der Beitrag befasst sich mit den Zielen und Optionen der Zentrierten Versorgung. Anhand von theoretischen Erklärungsansätzen wird dargelegt, welche Gründe für eine zentrierte Versorgung sprechen. Insbesondere wird hierbei auf Skaleneffekte, die Steigerung der Qualität durch Spezialisierung und die Reduktion von Transaktionskosten eingegangen.

Bei der Darstellung von konkreten Ausprägungsformen konzentriert sich der Beitrag auf die folgenden drei Ebenen der Versorgungszentrierung: sektorübergreifende Zentrierung der Versorgung in einer Region, Versorgungszentrierung in einer Unternehmensgruppe und schließlich in einem einzelnen Krankenhausbetrieb.

Abschließend wird gezeigt, inwieweit sich die Versorgungszentrierung in Deutschland weiterentwickeln wird und welche Rolle in diesem Kontext die Europäisierung spielt. The article deals with objectives and options of centralised medical care. Based on theoretical approaches, it outlines the advantages of centralised care.

In particular, it addresses the issues economies of scale and reduction of transaction costs and shows that specialisation results in quality improvements. The article focuses on three levels of centralised medical care: cross-sectoral centralisation within a region, centralisation within a hospital chain and finally within a single hospital. Finally, it demonstrates how centralized medical care will probably develop in Germany and what role the europeanisation plays in this context.

1.1 Problemstellung

Die neueren gesetzlichen Rahmenbedingungen für die deutschen Krankenhäuser, insbesondere die Einführung der G-DRGs, die andauernde Mittelknappheit, aber auch medizinisch-technische Innovationen führen zu tiefgreifenden Anpassungsprozessen auf dem Krankenhausmarkt. Der gesundheitspolitisch gewollte Wettbewerb bewirkt einerseits einen Abbau von Überkapazitäten in Form von Bettenreduzierungen und auch in Form von Krankenhausschließungen.

Andererseits haben viele Krankenhäuser die zunehmende Bedeutung der Wettbewerbsfähigkeit erkannt und entsprechende Konzepte entwickelt. Sie haben nicht nur auf die neuen Rahmenbedingungen reagiert, sondern die neuen Freiheiten genutzt, um ihre Häuser zukunftsorientiert aufzustellen.

Eine Strategie stellt die Bildung von medizinischen Zentren dar. In ihnen wird die medizinische Kompetenz über tradierte Grenzen einzelner Fachabteilungen hinweg konzentriert, was zugleich eine Restrukturierung der Prozessabläufe im Krankenhaus zur Folge hat. Die damit verbundene Interdisziplinarität und gleichzeitige Spezialisierung soll zum einen die Behandlungsqualität erhöhen und zum anderen die Kosteneffizienz steigern. Darüber hinaus kann die sektorübergreifende Zusammenarbeit zwischen stationären und ambulanten Leistungserbringern intensiviert und verbessert werden.

Im Rahmen dieses Beitrags verstehen wir unter dem Begriff Zentrierung die Zusammenlegung von Leistungen im Sinne einer funktionalen Bedeutung. Demgegenüber verwenden wir den Begriff Zentralisierung nachgeordnet als eine spezielle Form der Zentrierung im Sinne einer räumlichen Bedeutung.

Dieser Beitrag soll einen Überblick über die theoretischen Erklärungsansätze, die Ziele und Gestaltungsoptionen zentrierter Versorgung geben. Anhand von theoretischen Erklärungsansätzen sollen zunächst die Treiberfaktoren für die Versorgungszentrierung beleuchtet werden. Anschließend werden konkrete Ausprägungsformen der Versorgungszentrierung dargestellt.

Dabei werden Krankenhäuser und auch niedergelassene Ärzte einbezogen. Es werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Anreize für die Leistungserbringer betrachtet, die zu einer verstärkten Bildung von Versorgungszentren in Deutschland führen. In diesem Kontext wird die Weiterentwicklun

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