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Von den letzten Dingen von Adams, Hans A. (eBook)

  • Erschienen: 18.03.2016
  • Verlag: Lehmanns Media GmbH
eBook (ePUB)
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Von den letzten Dingen

Prof. Dr. med. Hans Anton Adams ist ein weit über seine niedersächsische Wirkungsstätte hinaus bekannter und profilierter Notarzt und Intensivmediziner. Bisher als Autor medizinischer Fachbücher und Beiträge hervorgetreten, ist dieses Buch ganz und gar singulär. Im Mittelpunkt steht das ethische wie religiöse Credo des Arztes angesichts von Leid und Tod. Der Autor widmet sich zunächst aus medizinischer Sicht den 'letzten Dingen' des Menschen: dem Sterben. Unsentimental, eindringlich - und nicht ohne Humor - schildert er dabei seinen ganz persönlichen Kraftquell: seinen Glauben und sein ärztliches Ethos. Diese Fragen werden in der Folge von renommierten Theologen aus katholischer, evangelischer, jüdischer und muslimischer Sicht beleuchtet und damit in einen großen Rahmen gestellt. Das Buch ist zugleich eine ganz persönliche Reverenz von Professor Adams nicht nur gegenüber den Ärzten und Pastoren, sondern gegenüber allen Menschen, die Sterbende auf ihrem letzten Weg begleiten. Nicht zuletzt wendet sich das Buch an alle, die sich mit diesen ihren letzten Dingen einmal bewusst auseinandersetzen wollen.

Produktinformationen

    Größe: 701kBytes
    Herausgeber: Lehmanns Media GmbH
    Untertitel: Leid, Sterben und Leben aus medizinischer und theologischer Sicht.
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 230
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783865418159
    Erschienen: 18.03.2016
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Von den letzten Dingen

Der Arzt im Spannungsfeld von Leid, Sterben und Leben

Arzt, Notarzt, Intensivmediziner - einleitende Gedanken

Was unterscheidet den Arzt vom Mediziner, wenn beide Begriffe doch oft synonym gebraucht werden? - ebenso wäre zu fragen, was den Seelsorger vom bloßen Theologen und den Lehrer vom abstrakten Pädagogen unterscheidet.

Die klassische Universität kannte vier Fakultäten: Theologie, Philosophie, Medizin und Jurisprudenz. Während die Jurisprudenz primär gesellschaftlich-ordnende Funktionen hat, sind die anderen Fächer Wissenschaften vom Menschen, deren Vertreter - ihre fachliche Kompetenz ohne weiteres vorausgesetzt - erst durch innere Zuwendung (Empathie) zum Helfer und Freund der ihnen anvertrauten Menschen werden. Die dazu erforderlichen menschlichen Qualitäten hat schon der Apostel Paulus in Römer 12,15 beschrieben [ 1 ]:

"Freut euch mit den Fröhlichen, und weint mit den Weinenden."

Ein wahrer Arzt wendet sich dem Patienten - vom Lateinischen patiens, patientis; für erduldend, erleidend [ 4 ] - ganzheitlich zu und wächst damit über den bloßen Mediziner hinaus. In der (Muster-)Berufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte [ 5 ] finden sich einschlägige Vorgaben, die es nicht an der gebotenen Klarheit fehlen lassen:

"Aufgabe der Ärztinnen und Ärzte ist es, das Leben zu erhalten..., Leiden zu lindern, Sterbenden Beistand zu leisten...

Ärztinnen und Ärzte üben ihren Beruf nach ihrem Gewissen, den Geboten der ärztlichen Ethik und der Menschlichkeit aus...

Sie haben dabei ihr ärztliches Handeln am Wohl der Patientinnen und Patienten auszurichten..."

Der (Muster-)Berufsordnung ist darüber hinaus ein - alle Ärzte verpflichtendes - Gelöbnis vorangestellt (Tafel 4), das seinen Ursprung im Hippokratischen Eid hat. Hier sind zwei Sätze besonders beachtenswert:

"...gelobe ich, mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen" - es heißt nicht "meine Arbeitszeit", was den ganzheitlichen Charakter des Arztberufs betont.
"Die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit meiner Patientinnen und Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein" - was nicht immer gelingen kann und Fragen aufwirft, die in diesem Büchlein zur Sprache kommen.
Gelöbnis

Für jede Ärztin und jeden Arzt gilt folgendes Gelöbnis:

"Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Berufsstand gelobe ich, mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen.

Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben.

Die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit meiner Patientinnen und Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein.

Ich werde alle mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod der Patientin oder des Patienten hinaus wahren.

Ich werde mit allen meinen Kräften die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes aufrechterhalten und bei der Ausübung meiner ärztlichen Pflichten keinen Unterschied machen weder aufgrund einer etwaigen Behinderung noch nach Religion, Nationalität, Rasse noch nach Parteizugehörigkeit oder sozialer Stellung.

Ich werde jedem Menschenleben von der Empfängnis an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden.

Ich werde meinen Lehrerinnen und Lehrern sowie Kolleginnen und Kollegen die schuldige Achtung erweisen. Dies alles verspreche ich auf meine Ehre."

Tafel 4: Das der (Muster-)Berufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte [ 5 ] vorangestellte Gelöbnis.

Der Begriff Arzt findet sich auch im Notarzt , während der intensivmedizinisch tätige Arzt sich diesen Ehrentitel nicht erhalten konnte - mit dem Intensivmediziner hat sich hier leider kein eindeu

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