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Basale Stimulation® in der Pflege alter Menschen Anregungen zur Lebensbegleitung von Buchholz, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.06.2015
  • Verlag: Verlag Hans Huber
eBook (ePUB)
39,99 €
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Basale Stimulation® in der Pflege alter Menschen

Das erfolgreiche Fachbuch über die Basale Stimulation® in der Pflege alter Menschenstellt praxisnah dar, wann, wie und warum Basale Stimulation in der ambulanten und stationären Alten- und Langzeitpflege sowie der Palliative Care eingesetzt werden kann. Der aktuelle Stand des Konzeptes der Basale Stimulation® und seine verschiedenen Modelle werden umfassend aufgezeigt. Gegliedert nach den "Lebensthemen der Basalen Stimulation", beschreibt es die faszinierenden Einsatzmöglichkeiten und -erfolge der Basalen Stimulation in der Altenpflege. Es zeigt, wie Pflegende und Bewohner mit der Basalen Stimulation einander begegnen und ein Stück gemeinsamen Weges gehen können. In der vierten textlich erweiterten und grafisch überarbeiteten Ausgabe werden neben der Vermittlung von Grundlagen und basalen Techniken körperbezogener Angebote (ASE, Streichungen, Waschungen u.a.), neue Denkweisen in der Pflege eröffnet. Die Themen selbstexpressives Verhalten, erweiterte Sensobiografie, Schmerz bei Demenz und andere gerontopsychiatrische Interventionen werden beschrieben und die spezifische Pflegeplanung wir mit praxiserprobten Instrumenten dargestellt. "Endlich finde ich Zeit, Ihnen zu danken für das wunderbare Buch...zur Basalen Stimulation bei alten Menschen. Es ist Ihnen damit wirklich ein äusserst positiver Beitrag zum Thema gelungen..."Sr. Liliane Juchli "Das Buch ist ein Meilenstein in dem nahezu unüberschaubaren Angebot von Büchern über die Basale Stimulation..."dipfb.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 431
    Erscheinungsdatum: 09.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456753027
    Verlag: Verlag Hans Huber
    Größe: 8380 kBytes
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Basale Stimulation® in der Pflege alter Menschen

[17] 1. Grundlegende Gedanken

Basale Stimulation® als Konzept ist seit nunmehr über 35 Jahren das, was man einen "jungen Erwachsenen" nennen darf. Es ist noch lange nicht "alt". Seine entscheidenden Entwicklungsimpulse bekommt es weiterhin von den geistigen Eltern. Professor Dr. Andreas Fröhlich, Bildhauer, Maler und emeritierter Professor für Heilpädagogik und heilpädagogischer Psychologe der Universität Koblenz/Landau hat es auf der Suche nach elementaren Fördermöglichkeiten für schwerstmehrfachbehinderte Kinder begründet und Prof. Christel Bienstein, Leiterin des Instituts für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke, hat es vor mehr als 25 Jahren für die Pflege entdeckt. Gemeinsam haben sie es in die Pflege eingepasst und weiterentwickelt. Alle Bereiche der Pflege - von der Frühgeborenen- bis zur Altenpflege, von der Intensiv- bis zur Hospizpflege - haben davon profitiert. Während sich in der Praxis durch inzwischen weit über 1000 ausgebildete Multiplikatoren, Kursleiter sowie Praxisbegleiter und -begleiterinnen für Basale Stimulation® in der Pflege immer neue Umsetzungsmöglichkeiten auftun, wird das Konzept von den Begründern weiterentwickelt.

Ganz zu Anfang zogen die Kollegen mit "Sensi-Eimern" los, in denen sich Igelbälle, Felle, Schaumflaschen und Vibratoren befanden, um bei den "Schützlingen" Reize in den basalen Wahrnehmungsbereichen zu setzen. Später wurden "Angebote" in den einzelnen Wahrnehmungsbereichen mit dem Ziel gemacht, die Wahrnehmungs-, Bewegungs- und Kommunikationsmöglichkeiten der Betroffenen zu fördern. Vor ein paar Jahren kam mit den zentralen Zielen der Basalen Stimulation® in der Pflege ein neuer großer Entwicklungsimpuls hinzu (Bienstein, 2003). Diese wurden zum besseren Verständnis in "Aktuelle Lebensthemen" umbenannt und um das Thema "Die Welt entdecken und sich entwickeln" ergänzt.

Inzwischen soll zudem durch die drei Elemente der Basalen Stimulation® in der Pflege - Technik, Kompetenz und Haltung - deutlich gemacht werden, dass für sich allein genommen weder die richtige Technik noch die Kompetenz der Pflegenden und die gute Haltung den schwerstbeeinträchtigten Menschen gegenüber eine entsprechende Pflegehandlung zur Basalen Stimulation® in der Pflege werden lässt. Erst die Verbindung dieser drei Elemente im Kontext pflegerischen Handelns macht Pflege zur "basal stimulierenden Pflege".

[18] Die ebenfalls neu beschriebenen Orientierungsräume bieten nun bessere Möglichkeiten, um dem Menschen in seiner spezifischen Situation und Befindlichkeit zu begegnen.

Im "Kindesalter" des Konzepts standen Förderung und Spielen im Mittelpunkt, in der "Pubertät" war es der Protest gegen die Institutionen. Die Bedürfnisbefriedigung des Patienten wurde an oberste Stelle gesetzt. Danach versuchten die Pflegekräfte, die Betreuten zu "mündigen Patienten" zu machen, indem der Kommunikationsaspekt stark hervorgehoben wurde.

Inzwischen ist es keine Schande mehr, sich mit den Realitäten zu arrangieren und sich weitsichtig um Lebensqualität zu kümmern, weil man nun "Teil des Systems" ist. Akute, lebensbedrohliche Situationen und der natürliche Tod werden zu Themen, mit denen man sich auseinandersetzt, statt sie zu verdrängen.

Mit solchen Ansichten und Erfahrungen ist das Konzept schon sehr reif für sein Alter. Doch wer so alt wie wir (und älter) ist, weiß, dass auch in den Jahren danach noch viele interessante Entwicklungen zu erwarten sind. Wir jedenfalls freuen uns schon darauf, mit dem Konzept alt zu werden. Vorher aber würden wir uns freuen, wenn Sie dieses Wissen der lebens- und berufserfahrenen Kollegin namens "Basale Stimulation® in der Pflege" als Mitarbeiterin in Ihr Team einarbeiten und wünschen Ihnen eine höchst befruchtende Zusammenarbeit und viel Spaß miteinander.

1.1 Die drei Elemente der Basalen Stimulation®

Das Konzept der Basalen Stimulation® in der Pflege, um das es hier geht, wurde aus dem Konzept "Basale

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