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Basiswissen Krankenhaushygiene Hygienegrundlagen für Gesundheitsberufe. Aktuelles Basiswissen. Maßnahmen & Umsetzung. Für Ausbildung & Praxis. von Bergen, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.01.2015
  • Verlag: Schlütersche
eBook (ePUB)
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Basiswissen Krankenhaushygiene

Hygiene im Krankenhaus ist ein ständig aktuelles Thema. Die Gewährleistung der Sicherheit von Patienten und Mitarbeitern verlangt demzufolge umfassende Kenntnisse und ständige Fortbildung. Die 4., aktualisierte Auflage dieses Standardwerkes entspricht den Anforderungen, die an eine moderne Krankenhaushygiene gestellt werden. Mehr noch: Auch der außerklinische Bereich (stationäre und ambulante Einrichtungen der Altenhilfe) wird mit in den Fokus genommen. Das Buch vermittelt die Grundlagen der Krankenhaushygiene und ihre konkrete Umsetzung. Auszubildende lernen hier die wichtigsten Bausteine einer sorgfältigen Hygiene, und Mitarbeiter erweitern ihre Kenntnisse, ohne umfangreiche Fachliteratur wälzen zu müssen. Nützlich: Tabellen im Anhang listen viele Erreger und die entsprechenden Hygienemaßnahmen auf. So ist das Buch ein unverzichtbarer Ratgeber im Pflegealltag.

Peter Bergen arbeitet als Hygienefachkraft im Niedersächsischen Landesgesundheitsamt. Er unterrichtet seit vielen Jahren in Krankenpflegeschulen und führt Fortbildungsseminare für Hygienebeauftragte durch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 356
    Erscheinungsdatum: 29.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842685567
    Verlag: Schlütersche
    Größe: 4453 kBytes
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Basiswissen Krankenhaushygiene

1 GRUNDBEGRIFFE

1.1 Gesundheit und Krankheit

Für die Begriffe "Gesundheit" und "Krankheit" gibt es je nach Betrachtungsweise unterschiedliche Auslegungen:

- "Gesundheit ist die Intaktheit des Menschen in seelisch-geistiger, körperlicher und sozialer Hinsicht." (Medizinische Auslegung)

- "Gesundheit ist der Zustand völligen körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Wohlbefindens." (Auslegung der WHO)

- "Gesundheit ist die Fähigkeit, sich an eine gegebene belebte, unbelebte und soziale Umwelt sowohl in seelischer, wie auch in körperlicher Hinsicht ständig neu und jeweils optimal anzupassen." (Auslegung der Hygieniker Beck und Schmidt)

Gemäß letzterer Definition erkranken wir an veränderlichen Umgebungsfaktoren, wenn wir uns ihnen nicht (oder nicht mehr) anpassen (adaptieren) können. Faktoren wie Lärm, Strahlung, Umgebungstemperatur, Nahrung, Mikroorganismen oder soziale Anforderungen wirken als Exposition auf uns ein. Von unserer momentanen Verfassung, von unserer Disposition, hängt es ab, inwiefern wir diese Einwirkungen mit Hilfe unseres Nerven-, Hormon- und Immunsystems, unserer weiteren physischen Fähigkeiten, unserer Sinne und unserer intellektuellen Fähigkeiten im Sinne einer Anpassung "verarbeiten" können. Was nicht "verarbeitet" werden kann, ist mit einer Überforderung gleichzusetzen und erzeugt einen Zustand, der als Stress bezeichnet wird. Umgebungsfaktoren, die Stress erzeugen, werden Stressoren genannt.

Die Fähigkeit des Körpers, trotz aller äußeren Veränderungen das Gleichgewicht seiner Funktionen aufrechtzuerhalten, wird als "Homöostase" bezeichnet. Durch die Regelmechanismen der Homöostase befinden wir uns oft in Zuständen, die man als "relativ gesund" oder "relativ krank" bezeichnen kann.

Beispiel: An einem heißen Sommertag bei hoher Luftfeuchtigkeit kommt es schnell zur übermäßigen Erhitzung des Körpers. Die Mechanismen der Homöostase sorgen dafür, dass die übermäßige Wärme durch Schwitzen bzw. durch Verdunstungskälte abgegeben wird. Wenn die Wärme ein gewisses Maß nicht übersteigt, sorgen diese Mechanismen der Homöostase für einen Erhalt der Körperfunktionen und des Wohlbefindens. Wenn die Wärme dem noch zu kompensierenden Grenzwert näher kommt, wird sich die betreffende Person den Stressoren Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit immer weniger anpassen können, was Störungen des Wohlbefindens und ihrer Körperfunktionen zur Folge haben wird: Ihr ist zu heiß, sie fühlt sich unwohl und ist nur noch bedingt leistungsfähig. Wenn die Wärme dauerhaft diesen Grenzwert übersteigt, dekompensiert die Homöostase mit der Gefahr, dass die betreffende Person erkrankt (z. B. Hitzschlag).
1.2 Prävention

Das Bemühen, unerwünschte Zustände oder Sachverhalte (wie Katastrophen, Verarmung, Erkrankungen) zu vermeiden oder zumindest abzumildern, wird Prävention genannt, wobei drei Stufen unterschieden werden:

- Primärprävention (Krankheitsvorbeugung),

- Sekundärprävention (Krankheitsfrüherkennung),

- Tertiärprävention (Verhütung einer Krankheitsverschlechterung).
1.2.1 Primärprävention

Als "Primärprävention" bezeichnet man Maßnahmen, die eine Schädigungsgefahr abwenden sollen. Einerseits soll das Individuum vor krankheitsauslösenden Faktoren (Risikofaktoren bzw. Stressoren) geschützt (Expositionsprophylaxe) und andererseits gegenüber krankheitsauslösenden Faktoren gestärkt werden (Dispositionsprophylaxe).

Beispiel: Risikofaktoren für den Bluthochdruck sind u. a. Übergewicht, Stress oder Genussgifte. Primärprävention wäre z. B. eine Aufklärung über die R

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