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Betreutes Wohnen Hilfen zur Alltagsbewältigung von Schlichte, Gunda (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.02.2009
  • Verlag: Psychiatrie-Verlag
eBook (PDF)
14,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Betreutes Wohnen

Das Buch geht kompetent, kompakt und aktuell mit der Thematik um und stellt für Psychologen, Sozialarbeiter und Pflegekräfte somit eine optimale Vermittlung von Grundlagen dar.

Ob in kleinsten Wohneinrichtungen oder in der eigenen Wohnung: Das betreute Wohnen für psychisch kranke Menschen wird in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Die Arbeit der in diesem Bereich Tätigen - Psychologen, Sozialarbeiter und Pflegekräfte - wird sich deshalb verändern. Mehr und mehr geht es darum, nicht nur das Funktionieren einer Einrichtung zu gewährleisten, sondern die psychisch Kranken in ihrem eigenen Wohnumfeld zu betreuen. Mit anderen Worten: ihnen Hilfestellungen im Lebensalltag zu geben. Gunda Schlichte stellt in diesem Basiswissen-Band die Grundlagen des betreuten Wohnens dar und welche Aufgaben sich für die im betreuten Wohnen Tätigen tagtäglich stellen. Obwohl das betreute Wohnen eines der Hauptarbeitsfelder von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern in der Psychiatrie ist, gibt es kaum Literatur dazu. Dieses Buch schließt also eine Lücke und erleichtert nicht nur Berufsanfängern den Einstieg, sondern liefert auch "alten Hasen" Anregungen für die tägliche Arbeit.

Die Autorin

Gunda Schlichte, Jahrgang 1959, Diplom-Psychologin, arbeitete zuerst mit Jugendlichen in einem selbstverwalteten Café und ist inzwischen seit dreizehn Jahren im betreuten Wohnen in Bremen tätig.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 11.02.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783884147085
    Verlag: Psychiatrie-Verlag
    Größe: 502 kBytes
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Betreutes Wohnen

Im Lebensalltag Unterstützung anbieten (S. 19-20)

Betreutes Wohnen: nicht alternativ, sondern komplementär

Das betreute Wohnen für psychiatrieerfahrene Menschen hat heute, in der veränderten Versorgungsstruktur, die Aufgabe, seelisch behinderte, chronisch erkrankte Menschen in die Gemeinde zu integrieren. Es wird als eine zu den Krankenhäusern "komplementäre" Einrichtung gesehen, die der sozialen Rehabilitation dient und (lange) Klinikaufenthalte vermeiden helfen soll.

Anfangs wurde betreutes Wohnen als Teil einer "therapeutischen Kette" verstanden: Klinik – (Übergangs-)Wohnheim – betreutes Wohnen – Selbstständigkeit, allerdings findet sich dieser Rehabilitationsweg in der Realität eher selten. Möglicherweise funktioniert er deshalb nicht, weil jede Einrichtung der "Kette" unter dem Erfolgsdruck steht, den Nutzer weiterzugeben, und sich dieser so "entwickeln" muss, dass er in die nächste Einrichtung hineinpasst. Menschen reagieren jedoch auf solche technisch- formalisierten Anforderungen häufig widerspenstig oder gar nicht, und sollten sie doch so "freundlich" sein, dann bringt der Beziehungsabbruch vielleicht die nächste Krise und in der "Kette" geht es wieder rückwärts.

In dem Bericht, den die Expertenkommission 1988 vorlegte, wird auf den Lebensalltag von Bürgern und Bürgerinnen fokussiert, nicht auf Einrichtungen mit Patientinnen und Patienten. Es werden nicht mehr einzelne Institutionen unter fachpsychiatrischen Gesichtspunkten empfohlen, sondern Bereiche von Hilfen, die jeweils eine Funktion in Richtung auf die Grundbedürfnisse der Menschen beschreiben:

- das Grundbedürfnis auf medizinisch-soziale Grundversorgung (Funktionsbereich: Behandlung und Rehabilitation),

- das Grundrecht auf eine angemessene Wohnung (Funktionsbereich: Wohnen),

- das Grundbedürfnis nach sinnvoller Betätigung, Entfaltung der Persönlichkeit, Teilnahme am beruflichen Leben (Funktionsbereich: Hilfen im Arbeitsleben),

- das Grundbedürfnis nach menschlichen Kontakten und Teilhabe an den Rechten (Funktionsbereich: Hilfen zur sozialen Teilhabe und Verwirklichung materieller Rechte).

Die einzelnen Anbieter wie etwa die Klinik, der Sozialpsychiatrische Dienst, Wohnheime, Tagesstätten, berufliche Rehabilitationseinrichtungen und das betreute Wohnen können und sollen nicht alle Funktionsbereiche abdecken, sie werden vielmehr zur Zusammenarbeit aufgefordert ("Verbund").

MERKE : Im Zentrum des professionellen Handelns steht der Einzelne mit den Schwierigkeiten,die in seinem Alltag auftreten,nicht die psychische Erkrankung als solche.Arbeitsziel ist die größtmögliche Selbstständigkeit der Bewohner.

Der gemeindepsychiatrische Verbund

Zum gemeindepsychiatrischen Verbund gehören neben den Einrichtungen, die ambulant, teilstationär und stationär psychiatrisch, psycho- und soziotherapeutisch arbeiten, auch die komplementären und rehabilitativen Einrichtungen, die Hilfen in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Tagesstrukturierung und Freizeit anbieten. MERKE

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