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Das Angst-Buch für Pflege- und Gesundheitsberufe Praxishandbuch für die Pflege- und Gesundheitsarbeit

  • Verlag: Hogrefe AG
eBook (PDF)
26,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Das Angst-Buch für Pflege- und Gesundheitsberufe

Angst- und Panikstörungen nehmen weltweit stark zu: Neben den Depressionen gelten Angst-Erkrankungen als ein Phänomen der heutigen Zeit. In Deutschland sind 10% der Bevölkerung betroffen. Ängste begleiten zudem eine Fülle anderer psychiatrischer Erkrankungen und Pflegephänomene. Patienten im Krankenhaus fühlen sich mit ihren Sorgen und Ängsten allein gelassen. Pflegende sind als die größte Berufsgruppe des Gesundheitswesens nicht nur Schlüsselfiguren im professionellen Umgang mit diesen Problemen. - In Zeiten der Ökonomisierung und wachsender Belastungen werden gerade sie einer Fülle von Stressoren bzw. potenziellen Angstauslösern ausgesetzt. Dieser Umstand wird kaum kommuniziert, da Ängste von Pflegenden und weiteren Berufsgruppen im Gesundheitswesen als Tabu gelten.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 361
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456954141
    Verlag: Hogrefe AG
    Größe: 4429 kBytes
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Das Angst-Buch für Pflege- und Gesundheitsberufe

Vorwort der Herausgeber

Wenn von Angst die Rede ist, so kommen uns spontan zuerst Patienten mit Angststörungen in den Sinn; schließlich gehören diese zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Zudem sind die Zeiten um uns herum deutlich unruhiger geworden - eine Tatsache, die nach Einschätzung vieler die Angstproblematik verstärkt. Moderne Therapieverfahren und Pflegekonzepte ermöglichen es, den betroffenen Menschen Linderung oder gar die Befreiung von ihrem Leiden zu verschaffen. In diesem Buch werden - mit unterschiedlichen Schwerpunkten - aktuelle Erkenntnisse aus den Disziplinen Psychiatrie, Psychologie und Pflegewissenschaft vorgestellt. Angst ist jedoch keineswegs ein Phänomen, das sich auf Erleben und Verhalten derer beschränkt, die, um eine gängige Redewendung zu gebrauchen, "krank vor Angst" sind. Auch Patientinnen und Patienten der somatischen Krankenhäuser sind vor, während und nach einem Klinikaufenthalt mit einer Vielzahl von Befürchtungen und sehr konkreten Ängsten konfrontiert. Diese werden jedoch nur selten artikuliert; häufig wird sogar unreflektiert davon ausgegangen, das Erdulden oder auch Verdrängen von Angst sei quasi der selbstverständlich zu zahlende Preis für die Wiedererlangung der Gesundheit bzw. eine Besserung des Zustandes. Mehrere Texte nehmen Bezug auf die großen Nöte derer, die operiert werden sollen, schwerwiegende Folgen einer Erkrankung befürchten müssen oder aus anderen, vielfältigen Gründen massiv verunsichert sind. Das Wissen um solche Patientenängste und der adäquate Umgang mit ihnen in Behandlung und Pflege sind eine bislang eher unterschätzte Voraussetzung für Heilung und Genesung.

Besonders gilt es die zunehmend unter Druck geratenen Kolleginnen und Kollegen in den Fokus zu rücken, die tagein, tagaus bei stetig anwachsenden Herausforderungen und Belastungen ihren Dienst tun. Die Ängste der "Profis im Gesundheitswesen" werden allenfalls hinter vorgehaltener Hand kommuniziert, sie gelten als unprofessionell und werden damit tabuisiert. Auch diesbezüglich werden durch engagierte und durchaus zur Kontroverse Anlass gebende Beiträge vielfältige Impulse gesetzt, um eine Neuorientierung im Umgang mit dem Problem anzuregen.

Unsere Hoffnung als Herausgeber ist es, eine solide Grundlage zu bieten, zur engagierten, offenen Diskussion anzuregen und Angst in einem umfassenden Sinne, vor allem befreit von ihrem an den Rand gedrängten Dasein als "SchattenEmotion", ins Gespräch zu bringen, um so zu mehr Sicherheit, Zufriedenheit und Zuversicht aller beizutragen.

Eine derart facettenreiche Publikation wäre ohne die Unterstützung unserer Mitautorinnen und Mitautoren, langjährig berufserfahrene Expertinnen und Experten ihres Fachs, völlig undenkbar gewesen. Ihnen gilt unser großer Dank! Ebenso sehr herzlich danken möchten wir Herrn Jürgen Georg vom Verlag Hans Huber, der als Lektor und Autor dieses Projekt mit scharfem Verstand, Weitblick und der nötigen Portion Herzblut begleitet hat und uns stets zu motivieren wusste.

Unser Dank gilt auch unseren Vorgesetzten: Frau Dr. med. Dipl. Psych. Ulrike Beginn-Göbel, Ärztliche Direktorin der LVR-Klinik Düren und Frau Katja Gerhardt, Pflegedienstleiterin an der Universitätsklinik Freiburg - sie begleiten unsere alltägliche Arbeit mit großem Zuspruch. Frau Heike Jansen, Pflegeexpertin und Leiterin der Fachweiterbildung Psychiatrische Pflege, gilt der besondere Dank von Anja Kusserow für ihre Freundschaft und ihren Rückhalt! Der "JungStiftung für Wissenschaft und Forschung" in Hamburg danken wir schließlich für die finanzielle Unterstützung dieses Buches.

Düren und Freiburg, im Februar 2014 Thomas Hax-Schoppenhorst Anja Kusserow

1 Gesellschaft in Angst - Angstgesellschaften

1.1 Panorama gegenwärtiger Lebensängste
Gerhard Bliersbach

1.1.1 Einleitung
Um die Dimensionen heutiger Belastungen für den modernen Menschen aufzuzeigen, bietet es sich an, bestimmte Lebenskontexte zu betrac

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