text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Dem Sterben begegnen 30 junge Menschen sprechen mit sterbenden Menschen und deren Angehörigen.

  • Erscheinungsdatum: 23.04.2015
  • Verlag: Verlag Hans Huber
eBook (PDF)
16,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Dem Sterben begegnen

Wie erleben junge Menschen die Begegnung mit sterbenden Menschen? Wie verändert sich danach ihre Haltung zum Sterben und der Endlichkeit des Lebens? "Tod und Sterben gehören zum Leben" - Ein Satz, der leicht dahingesagt ist. Aber was passiert, wenn man Sterbenden von Angesicht zu Angesicht gegenüber sitzt? Das Buch beschreibt die Begegnung von 30 jungen Menschen mit Personen, die schwerstkrank sind und bald sterben werden. Das von erfahrenen Hochschullehrern in Zusammenarbeit mit jungen Menschen herausgegebene Buch bietet authentische Begegnungen von jungen Menschen mit Sterbenden; ermöglicht jungen Menschen, sich mit der Endlichkeit des Lebens auseinanderzusetzen und einen Standpunkt zum Sterben und der Endlichkeit des Lebens zu entwickeln; erlaubt Jugendlichen eine hohe Identifikation mit den gleichaltrigen Akteuren; illustriert die Begegnungen anschaulich mit Portraits der jungen Menschen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 225
    Erscheinungsdatum: 23.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456954622
    Verlag: Verlag Hans Huber
    Größe: 14140kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Dem Sterben begegnen

2. Gespräch mit einem sterbenden Menschen - zwei Jahre danach

2.1 Meine Begegnung mit dem Sterben eines Anderen und der Endlichkeit meiner selbst - Erfahrungsberichte 18 junger Menschen, die Sterbenden begegneten

Zwischen Juni und Dezember 2012 führten 30 junge Menschen ein oder mehrere Gespräche mit einem sterbenden Menschen und dessen Angehörigen. Diese Initiative sollte einen Anstoß bieten, um über die Endlichkeit der eigenen Existenz zu reflektieren.

Im Spätsommer 2014, also etwa zwei Jahre nach der Begegnung mit dem Sterben, wurden die 30 jungen Menschen gebeten, den nachfolgenden Fragenkatalog zu beantworten. Nicht alle 30 waren dazu bereit, da viele für sich selbst inzwischen mit dem Projekt abgeschlossen hatten. 18 junge Menschen legten aber ein aktuelles Zeugnis von ihrer Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens ab. Diese Zeugnisse werden nachfolgend erstmals veröffentlicht.

Fragenkatalog

Wir bitten dich, folgende Fragen und Themen aussagekräftig zu beantworten. Bitte keine bloßen Stichworte! Denke an den späteren Leser des Buches. Er muss dich verstehen können.

Bitte schreibe deine Meinung. Nur Mut! Und: Bitte nutze Texte aus deinen Blogeinträgen, wenn du diese für geeignet hältst. Du kannst z. B. auch Ausschnitte davon benutzen und darüber schreiben, wie sich deine Meinung/Sicht seitdem geändert hat.

Bewerbungsfoto 2012 und ein aktuelles Foto
Name
Aktuelle Beschäftigung (Studium, Beruf, Orientierungsphase ...)
Wenn du an das Frühjahr 2012 zurück denkst, was hat dich bewogen, eine Bewerbung für ein Gespräch mit einem sterbenden Menschen abzugeben?
Wie hat dein Umfeld auf diese Bewerbung reagiert?
Als du die Zusage erhalten hattest, wie ging es dir damit in den nachfolgenden Tagen?
Dann kam das Gespräch! Mit wem hast du gesprochen? Charakterisiere bitte den sterbenden Menschen bzw. den Angehörigen!
Wie hast du dich während des Gesprächs gefühlt? Auch wenn es nicht einfach sein sollte - versuch es bitte!
Wie hat sich dein Gesprächspartner wohl gefühlt? Was meinst du?
Würdest du sagen, dass euer Gespräch gelungen war? Wenn nicht, was waren die Gründe aus deiner Sicht? Sei ganz offen!
Was ist dir heute(!) aus dem Gespräch noch besonders in Erinnerung geblieben?
Denkst du oft an deine/n Gesprächspartner/in zurück?
Wollte dein/e Gesprächspartner/in dir etwas mitgeben?
Hast du etwas aus dem Gespräch für dein Leben mitgenommen? Was ist es?
Würdest du das Gespräch irgendwann noch einmal führen wollen?
Eine Freundin berichtet dir davon, dass es eine neue Ausschreibung zu "30 junge Menschen - Teil 2" gibt. Sie denkt darüber nach sich zu bewerben und bittet dich um deinen Rat. Was würdest du ihr sagen?
Möchtest du noch etwas anfügen?
Berichte der 18 jungen Menschen
2.1.1 Anne Strapatsas (Medizinstudentin)

Nach meinem Gespräch habe ich verstanden, dass meine persönliche Sanduhr unwiderruflich kontinuierlich in eine Richtung läuft. Dass ich nur diese eine Chance, diese Möglichkeit habe. Und je mehr ich darüber nachdenke, wie traurig oder tragisch es erscheint, dass alles irgendwann endet, desto mehr Sandkörner fließen während dieser schweren Gedanken immer weiter zu Boden. Ich kann es nicht manipulieren oder ändern, ich kann das Leben oder mein Schicksal nicht austricksen. Mir ist bewusst geworden, dass ich nichts anderes tun kann, als jedes einzelne Sandkorn als Geschenk zu betrachten und es bestmöglich auszunutzen.

Es ist eine andere Form der Erfahrung, mit einem Menschen zu sprechen, der so unmittelbar vom Tode bedroht ist. Das ist so viel eindrücklicher und prägender, als sich auf Distanz damit gedanklich auseinander zu setzen. Die Angst und die Trauer, aber auch die Freude und Dankbarkeit für die unzähligen Möglichkeiten, Momente

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen