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Der Mensch - Anatomie und Physiologie von Schwegler, Johann S. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.02.2016
  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
eBook (ePUB)
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Der Mensch - Anatomie und Physiologie

Du machst eine Ausbildung im Pflegebereich oder in einem anderen Gesundheitsberuf und möchtest den menschlichen Körper verstehen? Lies dieses Buch und die Anatomie des Menschen kommt Dir nicht mehr lateinisch vor, denn wichtige medizinische Fachausdrücke sind im Text übersetzt und erläutert. Du erfährst zudem, wie Krankheiten entstehen und wie Du sie in der Pflege behandeln kannst. Im handlichen Format findest Du dazu über 560 Farbbilder und 190 Infokästen. Teste mit Lernkontrollfragen, ob Du fit für die Prüfung bist. Als Extras gibt es ein Lernposter Anatomie und einen Glossar mit Vokabeln.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 560
    Erscheinungsdatum: 10.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783131689368
    Verlag: Georg Thieme Verlag KG
    Größe: 36534 kBytes
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Der Mensch - Anatomie und Physiologie

© PhotoDisc
1 Zelle und Gewebe

1.1 Zytologie (Zelllehre)

1.1.1 Zelle und Extrazellulärraum

Die Zelle wird als kleinste noch selbstständig lebens- und vermehrungsfähige Einheit des Körpers definiert ( Abb. 1.1 ). Einzellige Lebewesen sind z.B. Pantoffeltierchen oder Malariaerreger. Eine menschliche Zelle kann dagegen zwar als einzelne Zelle aus dem Körper isoliert werden, muss dann aber in einer ihren Bedürfnissen entsprechenden Nährlösung gehalten werden. Im mehrzelligen Organismus sind Zellen die einzelnen Bausteine der Gewebe und übernehmen in diesem Verbund festgelegte Aufgaben. Auch als hochspezialisierte Gewebezellen sind sie auf ein sehr genau festgelegtes Außenmedium angewiesen, die sog. extrazelluläre Flüssigkeit.

Die Größe der einzelnen Zelle schwankt von Zellart zu Zellart beträchtlich. So haben z.B. Lymphozyten einen Durchmesser von nur 5mim, die menschliche Eizelle dagegen von über 100mim, also 1/10mm. Nervenzellen haben Ausläufer, die mehr als einen Meter lang werden können (!), aber nur wenige Mikrometer dick sind.

Die Zelle.

Abb. 1.1 Jede Zelle besteht aus der Zellmembran und dem von ihr umschlossenen Zytoplasma. In das Zytoplasma eingelagert sind der Zellkern und andere Zellorganellen wie Mitochondrien, Golgi-Apparat und endoplasmatisches Retikulum. Das Zytoplasma wird von den fädigen Strukturen des Zytoskeletts durchzogen.

(Aumüller G, Engele J, Kirsch J et al. Duale Reihe Anatomie. Thieme 2014)

Die extrazelluläre Flüssigkeit umfasst die gesamte Menge an Körperflüssigkeit, die sich nicht in den Zellen befindet. Sie sichert den Zellen u.a. einen konstanten pH-Wert , eine gleichbleibende Ionenkonzentration sowie eine ausreichende Sauerstoff- und Nährstoffversorgung. Die extrazelluläre Flüssigkeit setzt sich zusammen aus:

Blutplasma und Lymphflüssigkeit

interstitieller Flüssigkeit (extrazelluläre Flüssigkeit zwischen den Körperzellen)

Hinsichtlich ihrer Salze entspricht die extrazelluläre Flüssigkeit weitgehend der Zusammensetzung von verdünntem Meerwasser. Man kann sich vorstellen, dass zu Beginn der Entwicklung vielzelliger Lebewesen aus einzelnen Zellen des "Urmeeres" ein Wenig des idealen Außenmediums, das Nährstoffe bereitstellte und gleichzeitig für die Entsorgung der Abfallstoffe sorgte, mit in die neue Lebensform genommen wurde.

Die höchste Konzentration darin hat Kochsalz (NaCl). Es liegt in Form von Ionen (elektrisch geladene Teilchen, Elektrolyte) vor. Außerdem kommen Kalium-, Kalzium-, Magnesium-, Bikarbonationen und negativ geladene Eiweiße (Proteine) vor.

Ungeachtet des Grades ihrer Spezialisierung bestehen alle tierischen und menschlichen Körperzellen aus denselben Grundelementen :

Zellmembran und

Zytoplasma.

Das mengenmäßige (quantitative) Verhältnis von Zellmembran zu Zytoplasma variiert jedoch je nach Zellart stark.
1.1.2 Zellmembran

1.1.2.1 Aufbau der Zellmembran

Was für unseren Körper die Haut ist, ist für die Körperzellen die Zellmembran: Sie grenzt die Zelle zur Außenwelt hin ab und ermöglicht es, das intrazelluläre (zellinnere) Milieu weitgehend unabhängig von der Zusammensetzung der interstitiellen Flüssigkeit zu regeln.

Bei allen tierischen Lebensformen, also auch beim Menschen, besteht die Zellmembran ( Abb. 1.2 ) aus einer doppelten Schicht Phospholipiden. Die einzelne Schicht ist nur eine einzige Moleküllage breit. Jedes Phospholipidmolekül hat 2 Enden:

ein wasseranziehendes (hydrophiles) - das Phosphat (P) -, mit dem es zum Extra- bzw. zum Intrazellulärraum hin orientiert ist, und

eine wasserabweis

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