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Der schwierige Weg zur Partizipation Kommunikation in der ärztlichen Praxis

  • Erscheinungsdatum: 11.05.2016
  • Verlag: Hogrefe (vorm. Verlag Hans Huber )
eBook (ePUB)
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Der schwierige Weg zur Partizipation

"Shared Decision Making" ist das vollständige Teilen aller Informationen über Art, Prognose und Behandlung von Erkrankungen zwischen Arzt und Patient. Das vorliegende Buch beleuchtet in einer umfassenden und qualitativen Untersuchung die Abläufe ärztlicher Konsultationen in all gemeinmedizinischen und spezialfachärztlichen Praxen. Eine systematische Untersuchung zeigt, ob die kommunika tiven Kompetenzen von Ärztinnen und Ärzten für eine gemeinsame Entscheidungsfindung tatsächlich ausreichen: - Entwicklung der Arzt-Patienten-Beziehung während der Konsultation, - typische Gesprächsverläufe: Strukturiert und nicht strukturiert; Konsultationen ohne erkennbares Thema, - Darstellung von Rollenverständnis und Entscheidungsprozessen - ärztliche Vorgaben oder offen belassene Entscheidungen, - anschauliche Interviews mit Patienten, Ärztinnen und Ärzten, ärztliche Gesamtreflexion zur Konsultation - die Erfüllung von Zielen; Wünsche und Bedürfnisse aus Patientensicht, - Untersuchung der Patientenzufriedenheit im Rahmen von Versorgungsprozessen, - wie kann eine Stärkung der Position der Kranken bei Begegnung mit ihren Ärztinnen und Ärzten gelingen? Findet eine patientenzentrierte Kommunikation wirklich statt oder bleibt sie Utopie?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 294
    Erscheinungsdatum: 11.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456755441
    Verlag: Hogrefe (vorm. Verlag Hans Huber )
    Größe: 682 kBytes
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Der schwierige Weg zur Partizipation

3. Methodisches Vorgehen

Die Auswahl der für eine Studie geeigneten Methoden gründet sich wesentlich auf ihre Angemessenheit im Hinblick auf die zu untersuchende Forschungsfrage (Flick, 2007; Sackett/Wennberg, 1997). Im Mittelpunkt der vorliegenden Studie steht die Frage, welche kommunikativen Kompetenzen den Prozess ärztlicher Entscheidungs- und Versorgungsbegleitung fördern können. Abgeleitet aus der Perspektive von Ärzten/Ärztinnen und von Patienten/Patientinnen gilt es zu ergründen, wo Elemente gelingender und wechselseitig geschätzter Kommunikation liegen und wo nicht. Zielsetzung der Studie ist es, weiterführende Erkenntnisse für die Gestaltung von Trainingsprogrammen zur Erhöhung kommunikativer Kompetenzen zu entwickeln und damit perspektivisch einen Beitrag zur Verbesserung der Arzt/Ärztin-Patient/Patientin-Kommunikation zu leisten. Vor dem Hintergrund der Forschungsfrage und der Zielsetzung ist für die Studie ein qualitatives Design gewählt worden. Mit qualitativen Methoden werden Phänomene sowie die Bedeutungen, die diese für die beteiligten Personen haben, untersucht. Insoweit ist qualitative Forschung geeignet für die Mikroebene sozialer Analysen und orientiert sich am interpretativen Paradigma. Damit geht das generelle Forschungsziel einher, soziale Wirklichkeiten nachvollziehen und verstehen zu wollen. Neben dem Prinzip der Offenheit als Grundlage qualitativer Forschung - in Abgrenzung zum Prinzip der Standardisierung bei quantitativer Forschung - sind demnach als weitere Kennzeichen Subjektorientierung, Alltagsorientierung und Kontextualität zu benennen. (Flick et al., 2000; Flick, 2007)
3.1 Forschungsdesign und Samplebildung

Die Grundlage des empirischen Vorgehens in der vorliegenden Studie sind die Aufzeichnung und Auswertung von Alltagssituationen in Arztpraxen unterschiedlicher Fachgebiete (Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Urologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Dermatologie). Unter Alltagssituationen werden Konsultationsgespräche zwischen Ärzten/Ärztinnen und Patienten/Patientinnen verstanden. Die Gespräche sind mit Hilfe eines Audioaufzeichnungsgerätes aufgenommen worden. Ein Forscher/eine Forscherin war während der Konsultation nicht anwesend. Unmittelbar im Anschluss an die Konsultation haben - jeweils getrennt voneinander - ein Interview mit dem Patienten/der Patientin und mit dem Arzt/der Ärztin stattgefunden. Mit Hilfe der Interviews sollen die unterschiedlichen Perspektiven im Hinblick auf das zuvor erfolgte Gespräch in Erfahrung gebracht werden. Neben dem Ergründen der verschiedenen Perspektiven und daraus abzuleitender Schlussfolgerungen ist das vorab skizzierte Vorgehen zugleich mit der Vorannahme verbunden, dass es mittels Aufgreifen typischer oder alltäglicher Praxissituationen gelingen kann, Ärzte und Ärztinnen dafür zu sensibilisieren, sich erneut mit der Frage zu beschäftigen, wie sie den Erwartungen ihrer Patienten und Patientinnen besser gerecht werden können.
Der Ablaufplan der Studie

Die Studie hat mit einer Kontaktaufnahme zu Ansprechpartnern/Ansprechpartnerinnen in ausgewählten Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) in West- und Ostdeutschland begonnen. Im Rahmen von Veranstaltungen der Kassenärztlichen Vereinigungen ist auf das Forschungsvorhaben aufmerksam gemacht worden. Ärzte und Ärztinnen, die Interesse an einer Teilnahme an der Studie gezeigt haben, sind ausführlich - schriftlich und telefonisch - über den Studienablauf informiert worden. Neben dem Weg der Suche nach teilnehmenden Ärzten/Ärztinnen über Kassenärztliche Vereinigungen ist bei der Samplebildung - aufgrund der Schwierigkeit, eine ausreichende Anzahl an Ärzten/Ärztinnen und Patienten/Patientinnen für eine Studienteilnahme zu gewinnen - auch auf das sogenannte Schneeballsystem zurückgegriffen worden (Flick, 2007). Mit Zustimmung zur Studienteilnahme sind die Ärzte/Ärztinnen gebeten worden, Patienten und Patientinnen zu fragen, ob sie sich eine Konsulta

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