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Familienbezogene Pflegeforschung zum Thema Eltern kranker Kinder: Verbindung von Wissenschaft und Praxis durch Advanced Nursing Practice von Eder, Karin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2014
  • Verlag: Diplomica Verlag GmbH
eBook (PDF)
24,99 €
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Familienbezogene Pflegeforschung zum Thema Eltern kranker Kinder: Verbindung von Wissenschaft und Praxis durch Advanced Nursing Practice

Diese Studie verfolgt das Ziel, eine Übersicht über die familienbezogene Pflegeforschung aus den Qualifizierungsarbeiten des Instituts für Pflegewissenschaften der Universität Wien zu leisten. Dazu werden zunächst die fokussierten familienbezogenen Themenbereiche nach metaanalytischen Gesichtspunkten erfasst und dargestellt. Die siebenunddreißig Qualifizierungsarbeiten, die identifiziert werden konnten, werden daraufhin in eingegrenzte Unterthemen geclustert. Im Anschluss wird auf die Thematik 'Eltern kranker Kinder' ein spezieller Fokus gelegt. Jene elf Diplomarbeiten, die sich mit dieser Thematik befassen, werden anhand der metaanalytischen Gesichtspunkte nach Hasseler (2007) analysiert. Damit werden die Gemeinsamkeiten der Arbeiten herausgearbeitet und somit ein Überblick über den derzeitigen Forschungsstand in Bezug auf 'Eltern kranker Kinder' generiert. Im Zuge dessen wird auch der Forschungsbedarf deutlicher. Anhand einer Graphik ist es möglich, den derzeitigen Stand der Forschungsarbeiten, die die familienbezogene Pflegeforschung behandelt, übersichtlich darzustellen. In der Diskussion wird nicht nur auf die gefundenen Kategorien und speziellen Aspekte der Qualifizierungsarbeiten eingegangen, sondern auch die Schwierigkeit der Metaanalyse von qualitativen Forschungsarbeiten beschrieben. Ergänzend wird auch auf die Möglichkeit der Optimierung der Verbindung von Wissenschaft und Praxis durch den Einsatz von Advanced Nursing Practice hingewiesen.

Karin Eder schloss im Jahr 2002 das Diplom zur Gesundheits- und Krankenpflegerin ab. Im Jahr 2013 absolvierte die Autorin den BSc in ANP an der IMC FH-Krems mit Auszeichnung und beendete im Juni 2013 parallel dazu die Ausbildung zur Lehrerin der Gesundheits- und Krankenpflege. Derzeit arbeitet Karin Eder als freiberuflich Lehrende und befindet sich im Masterstudiengang für Pflegewissenschaft an der Universität Wien. Parallel dazu ist sie im erweiterten Vorstand und als Redakteurin im Deutschen Netzwerk APN/ANP tätig.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 110
    Erscheinungsdatum: 01.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842841550
    Verlag: Diplomica Verlag GmbH
    Größe: 439kBytes
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Familienbezogene Pflegeforschung zum Thema Eltern kranker Kinder: Verbindung von Wissenschaft und Praxis durch Advanced Nursing Practice

Textprobe: Kapitel 5.1.8, Erleben und Gestalten des Familienalltags mit einem körperlich behinderten Kind - aus Sicht der Mütter. (Stroik, 2011): Da in Österreich bezüglich der Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet wenig Material vorliegt, hat sich die Autorin dieses Gebiet ausgewählt. Sie möchte die Übertragbarkeit der Studien (vorwiegend aus der Schweiz und Deutschland) überprüfen. Das Alltagserleben von Müttern mit behinderten Kindern soll in zehn qualitativen Interviews dargestellt werden. Die Verfasserin möchte Ratschläge für betroffene Eltern formulieren und sieht die Eltern als Experten ihrer Situation, da sie gezwungen sind, sich mit ihrer Situation intensiv auseinander zu setzen. Anhand einer Literaturrecherche nähert sich die Autorin dem Thema und leitet daraus auch ihre Forschungsfragen ab. Sie subsummiert die relevanten Themengebiete wie soziale Kontakte, Alltagsgestaltung, Geschwisterkinder, Problembewältigung, Beziehung der Eltern, Hilfestellung und Ressourcen unter dem Begriff der 'Krankheitsbewältigung in der Familie'. Als Stichprobe wählt die Autorin zehn Mütter mit jeweils einem Kind mit Behinderungen unterschiedlichsten Grades, wobei unter diesen auch drei (vermutlich vier, die Diagnose beim vierten Kind ist jedoch ungenau) cerebralparetische Kinder sowie ein autistisches Kind sind. Das Alter der Kinder variiert zwischen neun Jahren und fünfundzwanzig Jahren. In acht der Familien gab es noch Geschwisterkinder. Die Hälfte der Mütter waren berufstätig und die Hälfte war in einer Beziehung. Keiner der zehn Väter erklärte sich für ein Interview bereit. Nach Interpretation der Literatur wird in drei Arten der Hilfestellung für Eltern unterteilt. Einerseits, was die Eltern selbst tun können, nämlich sich Freiräume zu schaffen und sich Wissen anzueignen, um damit verbesserte Handlungsspielräume zu haben. Andererseits familiäre Unterstützung welche Gespräche mit Freunden und Mitarbeit des Vaters darstellt. Zu Letzt die Hilfe und Unterstützung von außen, wobei Eltern, um sich selbst helfen zu können, lernen müssen, Hilfe von außen anzunehmen. Auch Gespräche und Austausch mit anderen Betroffenen wird als hilfreich erachtet oder die Unterstützung durch Therapeuten. Zwei Kinder waren nur leicht (Hörbehindert) und zwei schwerst (künstlich ernährt und immobil) behindert. In dieser Arbeit werden als pflegende Angehörige alleinig die Mütter beschrieben. Sie sind die Hauptpflegepersonen, sie bringen das größte Engagement für ihre behinderten Kinder auf und reduzieren oftmals ihre Bedürfnisse auf ein Minimum um die betroffenen Kinder optimal zu versorgen. Oftmals werden die gesunden Geschwisterkinder benachteiligt indem sie zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Sie werden auch öfter für die Pflege eingesetzt und müssen früh Verantwortung tragen, wobei die Väter eher 'geschützt' werden, da sie als Hauptverdiener und Familien-Ernährer mit der Situation von den Müttern möglichst wenig belastet werden sollen. Emotional fühlen sich die Mütter auch kaum vom Partner unterstützt. Dies ruft manchmal psychische Probleme bei diesen hervor. Die Familiensituation mit einem behinderten Kind wird in den eigenen vier Wänden als normal betrachtet, aber in der Öffentlichkeit wird die Reaktion der Gesellschaft als diskriminierend und unangenehm empfunden. Dies ist auch mit ein Grund, warum Väter keinem Interview einwilligten. In der Tageseinteilung wird oftmals die Familie Aufgeteilt. Der Vater unternimmt mit dem gesunden Kind etwas, die Mutter mit dem behinderten Kind. Die Partnerschaft wird in den Hintergrund gestellt, oftmals bis zum Eintritt der Volljährigkeit des betroffenen Kindes. Es kann schnell zur sozialen Isolation kommen. Auch mit Hilfe von sozialen Netzwerken (24h-Betreuung) ist eine Zweisamkeit mit dem Partner schwer möglich. Die Mütter fühlen sich oft in jeglicher Hinsicht überlastet, auch hinsichtlich der Mühe bei Behördenwegen. Der Blick in die Zukunft ist zwi

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