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Grundwissen Prävention, Gesundheitsförderung (Querschnittsbereiche, Band 10) von Troschke, Jürgen von (eBook)

  • Verlag: Verlag Hans Huber
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Grundwissen Prävention, Gesundheitsförderung (Querschnittsbereiche, Band 10)

"Muss ich das jetzt auch noch lernen?", klagen Medizinstudierende über die neuen Querschnittsbereiche in der ÄAppO. Die Antwort ist diese Buchreihe. Das klinische Studium ist bestimmt durch die fachspezifische Diagnose und Therapie von Krankheiten. In der ärztlichen Praxis dagegen gewinnen Aufgaben der Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit immer mehr an Bedeutung. Dieses Buch vermittelt übersichtlich und leicht verständlich das Grundlagenwissen zum Querschnittsbereich "Prävention und Gesundheitsförderung".

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 245
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456941851
    Verlag: Verlag Hans Huber
    Serie: Querschnittsbereiche Bd.10
    Größe: 2604kBytes
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Grundwissen Prävention, Gesundheitsförderung (Querschnittsbereiche, Band 10)

17 Internationale Dachorganisationen (S. 197-198)

- Was ist dieWeltgesundheitsorganisation (WHO) und wie ist diese organisiert?
- Was sind die Zielvorgaben der WHO für das 21. Jahrhundert?

Die erste International Sanitary Conference wurde 1851 in Paris zur Vereinheitlichung der Inspektion und Quarantäne in europäischen Häfen durchgeführt. In der Folge entwickelte sich ein globales System zur Förderung der öffentlichen Gesundheit (Public Health). Im Kontext der Neuorganisation weltweiter Beziehungen nach dem Zweiten Weltkrieg wurde am 7. April 1948 eine Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) als Unterorganisation der Vereinten Nationen (UNO) gegründet. Die 192 Mitgliedsnationen treffen sich jährlich zu einer Weltgesundheitsversammlung in Genf und beschließen Programme zur bevölkerungsbezogenen Prävention und zur Gesundheitsförderung.

Besondere Erfolge erzielte die WHO mit ihrer 1986 verabschiedeten "Ottawa- Charta for Health Promotion" sowie internationalen Vereinbarungen zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Mit einer Global Alliance for Vaccines and Immunization soll weltweit die Impfung insbesondere gegen die sechs wichtigsten Infektionskrankheiten (Polio, Diphtherie, TB, Keuchhusten, Masern und Tetanus) gefördert werden. Zur weltweiten Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria wurde ein Fond eingerichtet. Ein besonderes Problem sind terroristische Anschläge (z. B. Anthrax-Briefe in den USA nach den Angriffen auf das World Trade Center im September 2001), die eine weltweite Verunsicherung ausgelöst und zu internationalen Vereinbarungen über Schutzmaßnahmen geführt haben (z. B. Zoll- und Grenzkontrollen).

So wurde im März 2003 erstmals ein weltweiter Alarm (Global Alert) zur Bekämpfung der neuen, sich dramatisch ausweitenden Krankheit SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) gegeben, verbunden mit einer Reisewarnung (Travel Advisory) für die von dieser Krankheit besonders betroffenen Regionen. Besonders hervorzuheben ist auch das erste rechtsverbindliche, weltweite WHO Framework Convention on Tobacco Control, mit dem sich die Mitgliedsstaaten verpflichten, Maßnahmen gegen das Tabakrauchen in definierten Zeiträumen umzusetzen. Dieses Programm war, unter anderem was Rauchverbote an öffentlich zugänglichen Orten betrifft, sehr erfolgreich. In der Folge wurde ein globales System zur Gesundheitsüberwachung (Surveillance) aufgebaut. Im Rahmen der EUwurde ein Europäisches Zentrumfür Gesundheitsprävention und Kontrolle (ECDC) gegründet, dass nationale Aktionen koordiniert.

Dabei werden die technischen Möglichkeiten zu einem weltweiten Datenaustausch für schnelle, gezielte Präventionsmaßnahmen genutzt. Deutschland ist Mitglied derWHO und wird durch das Regionalbüro Europa (mit Sitz in Kopenhagen) vertreten. Die Entwicklung in Deutschland wurde durch einige der WHO-Resolutionen nachhaltig beeinflusst. Das gilt vor allem für die Gesundheitsberichterstattung sowie die Entwicklung von Programmen zur Gesundheitsförderung (Health Promotion). Handlungsleitend dabei ist der Setting-Ansatz der Gesundheitsförderung, der nach dem Anspruch des Primats einer Verhältnisprävention weniger auf das individuelle Verhalten als vielmehr auf soziale Strukturen und soziale Gruppen bezogen ist (siehe oben). Unterstützt durch entsprechende Konferenzen, Tagungen und Workshops der Weltgesundheitsorganisation wurde der Setting-Ansatz in Deutschland in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen in Projekten erprobt, evaluiert und anschließend nachhaltig etabliert.

Für den Bereich Gesundheitsförderung hat die WHO prioritäre Arbeitsziele definiert. Dazu gehören: die Initiierung weltweiter Gesundheitsförderung, die Übernahme der Führungsrolle in diesem Bereich, die Schaffung einer weltweiten Evidenzbasierung (s. Kap. 18). Darüber hinaus sollen Finanzierungsmöglichkeiten und Methoden zur Stärkung der vorhandenen Kapazitäten der Gesundheitsförderung un

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