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Kodierleitfaden für die Pneumologie 2018 Medizinische Dokumentation von Diagnosen und Leistungen von Bischoff, Helge (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.02.2018
  • Verlag: Medhochzwei
eBook (ePUB)
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Kodierleitfaden für die Pneumologie 2018

Mit der Einführung der pauschalierten Vergütung im Krankenhaus wurden Ärztinnen und Ärzte zur noch ausführlicheren Verschlüsselung der behandelten Diagnosen ihrer Patienten verpflichtet. Die ab dem 1.1.2018 geltende ICD-10-GM stellt hierfür die abermals komplizierter gewordenen Klassifikationen dar, die zudem jetzt auch noch von allen ambulant tätigen Kollegen angewandt werden muss. Der 'Kodierleitfaden für die Pneumologie' gibt einen fachgebietsbezogenen Überblick, Hilfestellung und Kommentare für die tägliche Praxis.

Jahrgang 1958, EFQM-Assessor und Ärztlicher KTQ-Visitor, Oberarzt der Abt. für Innere Medizin/Onkologie und Leiter der Stabsstelle Medizinisches Management an der Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 23.02.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862163946
    Verlag: Medhochzwei
    Größe: 739 kBytes
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Kodierleitfaden für die Pneumologie 2018

4 Spezielle Kodierregeln für die Pneumologie

4.1 Neubildungen und endoskopische Diagnostik

Die Verschlüsselung der Diagnostik und Therapie eines Malignoms sollte einer Systematik folgen, die Sitz, Ausdehnung, Begleiterscheinungen, funktionelle Folgen und Therapiefolgen berücksichtigt. Es ist dabei aber stets darauf zu achten, dass insbesondere die verschlüsselten Nebendiagnosen jeweils auch aufwandsrelevant im Sinne der Definition der Nebendiagnose waren.
4.1.1 Diagnostik und Behandlung des Primärtumors

Erfolgt die stationäre Aufnahme zur Behandlung eines primären Malignoms, ist das primäre Malignom als Hauptdiagnose-Kode zuzuweisen (DKR 0201n).

Beispiel

Ein Patient mit einem lymphogen und hepatisch metastasierten Lungenkarzinom wird zur zytostatischen Behandlung mit Carboplatin (d1)/Etoposid (d1-3) aufgenommen.

Hauptdiagnose:

C34.1

Lungenkarzinom Oberlappen

Nebendiagnosen:

C77.1

Lymphknotenmetastasen intrathorakal

C78.7

Sekundäre bösartige Neubildung der Leber

Prozedur:

8-542.32

Nicht komplexe Chemotherapie, 3 Tage, 2 Medikamente

Bei anderen Zytostatika ist ggfs. noch ein Kode für die dosisabhängige Gabe einer Substanz aus dem Zusatzentgeltkatalog anzugeben.

Der Malignom-Kode ist als Hauptdiagnose für jeden Krankenhausaufenthalt in Zusammenhang mit der bösartigen Neubildung anzugeben, bis die Behandlung endgültig abgeschlossen ist, also auch, wenn der Primärtumor nicht mehr vorhanden ist. Das gilt beispielsweise bei einer notwendigen Folgeoperation oder auch bei adjuvanter Chemotherapie. Im Beispiel werden sämtliche Tumormanifestationen angegeben, da die zytostatische Behandlung als systemische Behandlung alle Manifestationen einschließt. Die Richtigkeit dieser Vorgehensweise bei der Verschlüsselung wurde vom InEK sowie in den konsentierten Kodierempfehlungen des MDS (Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen e. V.) bestätigt.

Für die Verschlüsselung des Primärtumors sieht die ICD-10-GM folgende Systematik vor:

C33

Trachea

C34.0

Hauptbronchus

Carina tracheae

Hilus (Lunge)

C34.1

Oberlappen (-Bronchus)

C34.2

Mittellappen (-Bronchus)

C34.3

Unterlappen (-Bronchus)

C34.8

Bronchus und Lunge, mehrere Teilbereiche überlappend

C34.9

Bronchus oder Lunge, nicht näher bezeichnet

C37

Bösartige Neubildung des Thymus

C38.-

Bösartige Neubildung des Herzens, des Mediastinums und der Pleura

Exkl.: Mesotheliom (C45.-)

C38.0

Herz

Perikard

Exkl.: Große Gefäße (C49.3)

C38.1

Vorderes Mediastinum

C38.2

Hinteres Mediastinum

C38.3

Mediastinum, Teil nicht näher bezeichnet

C38.4

Pleura

C38.8

Herz, Mediastinum und Pleura, mehrere Teilbereiche überl

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