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Kunst und Kreativität in der Palliative Care von Bolton, Gillie (eBook)

  • Verlag: Verlag Hans Huber
eBook (PDF)
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Kunst und Kreativität in der Palliative Care

"Kunst und Kreativität in der Palliative Care" beschreibt erfolgreiche künstlerische Programme, die von Künstlern, Autoren, Pflegenden, Musikern, Therapeuten, Sozialarbeitern und Seelsorgern in der Palliative Care initiiert wurden. Das Spektrum der Projekte reicht von Malerei, über kreatives Schreiben, bis hin zu organisierten Theateraufführungen. Die vorgestellten künstlerischen und kreativen Arbeiten spiegeln Erinnerungen, Hoffnungen, Befürchtungen und Ängste wieder und gehen den emotionalen, spirituellen und psychologischen Fragen nach, die ein besseres Verständnis seiner selbst vermitteln. Mit Hilfe der Kunst gelingt es auch schwierigen und komplexe Gefühle auszudrücken, die in alltäglichen Gesprächen vielfach unausgesprochen bleiben. "Kunst und Kreativität" vermittelt wichtige Einsichten und Inspirationen für alle in der Palliative Care arbeitenden Berufsgruppen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456950969
    Verlag: Verlag Hans Huber
    Originaltitel: Dying, Bereavement and the healing arts
    Größe: 3142 kBytes
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Kunst und Kreativität in der Palliative Care

1 Einführung: Sterben, Verlust und die heilende Kraft der Kunst

Gillie Bolton

Kunst und Kreativität in der Palliative Care ist eine Huldigung an die Wirkmacht der Kunst. Vermutlich haben Tanz, Gesang, Trommeln und Höhlenmalerei diese Macht erlangt, als die Menschen Kommunikationsformen entwickelten, die sich von denen der Tiere unterschieden. Wer echten Kontakt zu anderen und zu den eigenen Möglichkeiten hat, ist durch und durch lebendig, und wer etwas erschafft, verwirklicht sein Menschsein in vollem Umfang. Sterben, Verlust und Schmerz sind neben der Geburt die einzigen Gewissheiten im Leben. Deshalb hat die Kunst sie immer im Blick – sie hilft uns, sie zu verstehen und sie voll zu leben, anstatt sie bloß zu ertragen. Die Kunst hilft uns bei dem mühsamen Versuch, uns selbst und unsere Rolle in der Welt zu verstehen. Wir sehen durch Glas undeutlich: die Kunst bringt Klarheit.

Ein Künstler ist eine Art Schamane – er begibt sich mutig in andere Welten auf der Suche nach Erkenntnis und erhellenden Bildern. Bei seiner Rückkehr inspiriert er uns erdgebundene Sterbliche, indem er uns an seinen Erkenntnissen teilhaben lässt und uns einlädt, uns in seine fantastischen Reiche zu wagen. Schon der schöpferische Prozess kann Erkenntnisse vermitteln und eine heilende Wirkung entfalten. Zudem bleiben die fertigen Ergebnisse, wie beispielsweise Bilder oder Texte, unseren Lieben erhalten. "Durch die Kunst kommt man der Unsterblichkeit am nächsten." (Hirst 2006, S. 46)

Kunst und Kreativität in der Palliative Care will die Kommunikation zwischen dem Künstler/Schamanen, den Fachleuten aus den Bereichen Medizin und Gesundheitsfürsorge, den Praktikern, wie etwa Geistliche, und den Patienten fördern. Je mehr Interaktion, desto besser wird die Verständigung, Heilung und Unterstützung sein und desto größer die Möglichkeit, Erkenntnis, Freude und eine Stärkung des Selbstvertrauens zu gewinnen. Das Buch ist sehr anschaulich und deckt ein umfangreiches neues, sich entwickelndes Gebiet ab. Es enthält keine Richtlinien oder Anleitungen, sondern es will Spezialisten und Nichtspezialisten den Bereich der Kunst nahebringen. Ich hoffe, dass die Leser die vielen Menschen, denen die Kunst hilft, und auch die Künstler, die sie anbieten, besser verstehen werden und nachvollziehen können, wie, wann, wo und warum Kunst so eine unterstützende, erzieherische, zum Nachdenken anregende, therapeutische und manchmal sogar offenbarende Wirkung hat.

Zu den Autoren gehören Künstler (Maler, Schriftsteller, Bewegungskünstler, Musiker), Fachleute (Praktiker aus den Bereichen Medizin und Gesundheitsfürsorge, Therapeuten, Kunsttherapeuten, Sozialarbeiter, Geistliche), Patienten und Angehörige. Viele Autoren berichten von ihren persönlichen Erfahrungen mit der Kunst und schildern beispielsweise, wie Malen ihnen geholfen hat, mit Krebs und lebensbedingten Problemen fertig zu werden. Andere stellen anschaulich die positiven Ergebnisse ihrer künstlerischen Arbeit mit Patienten oder Klienten dar. In einem langen Kapitel über die Kunst der Pflege und Betreuung (engl.: art of care ) erörtern klinische Fachleute Einstellungen, die es ermöglichen, ihre praktische Arbeit als Kunst zu verstehen. Zwei Geistliche beschäftigen sich mit spirituellen Dimensionen.

Bestimmte Kunstformen sind stärker vertreten als andere. Viele bildende Künstler und Kunsttherapeuten wollten oder konnten trotz hervorragender praktischer Arbeit keinen Beitrag für Kunst und Kreativität in der Palliative Care schreiben: Ihre Stärke liegt im nonverbalen Bereich. Ich habe einige dieser nonverbalen Künstler interviewt und gemeinsam mit ihnen an einer Transkription gea

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