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L(i)ebe dich und nicht die Gründe dagegen von Gärtner, Gabriele (eBook)

  • Verlag: J. Kamphausen
eBook (ePUB)
14,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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L(i)ebe dich

L(i)ebe Dich, und nicht die Gründe dagegen'ist ein Buch für jedermann und beschreibt berührend, inspirierend und intim die Selbstentwicklung der Autorin 'ganz am Leben dran' vom sicheren goldenen Käfig zu Unabhängigkeit und Vertrauen - zum bewusst(en) SEIN. Nach 28 Jahren glücklicher 'Bilderbuchehe' mit einem erfolgreichen niedergelassenen Arzt und fünf gemeinsamen Kindern verliert die Autorin scheinbar grundlos die Freude an allem, was zuvor ihr Leben ausmachte.Ihr Lebensstart als Missionarstochter in Afrika, ihre christliche Erziehung, verbietende Glaubenssätze und Schuldgefühle bremsten sie, die Grundannahme unseres Seins infrage zu stellen - bis zu ihrer Nahtoderfahrung. Diese Gewissheit lässt sie alles Gewesene aus einem anderen Blickwickel sehen, entspricht jedoch weder ihrer bisherigen Realität noch den gesellschaftlichen Erwartungen. Während dieses Prozesses bricht alle Stabilität, sie verlässt ihre Familie und gibt alles auf. Trotz Zweifel aller wirtschaftlichen Berater beginnt sie mit knapp 50 Jahren ihre Selbstständigkeit als Kommunikationstrainerin und Coach.Eine unermessliche Talfahrt, gekoppelt mit der inneren Gewissheit, dass dies ihr Weg ist, beschreibt sie den schmerzhaften Prozess hin zur verlorengegangenen Lebensfreude. Wut und Fassungslosigkeit an bestehenden Systemen, am Miteinander, an dem, was sie für Recht und Gesetz hielt sind neue Erfahrungen in ihrer bisher so geschützten Welt. Es ist eine Liebeserklärung an das Leben und auch an ihre Familie im Spiel, das wir alle spielen, bis wir erkennen, dass es unsere Gedanken sind, die unser Leben genau so erschaffen. Dass alles um sie herum eine liebevolle Spiegelung ihres tiefen Denkens, ihrer Sichtweise vom Leben ist, auch wenn sich dies zunächst alles noch so unfair und ungerecht schmerzlich anfühlt bis hin zur Todessehnsucht statt Neuausrichtung und Lebens-, Selbstannahme.Mit diesem Buch macht die Autorin Mut - sich auf neue Erfahrungen einzulassen- zu lieben, anstatt zu besitzen- sich in Freiheit verbunden zu fühlen- zu leben, anstatt gelebt zu werden- bewusst zu sein, anstatt seine Konditionierungen zu wiederholen.

In Bangwa/Kamerun (Westafrika) wurde ich 1959 als Missionarstochter geboren. Der berufliche Weg meiner Eltern lies mich mit 8 Jahren wieder nach Deutschland zurückkehren und bis zu meinem 18. Lebensjahr noch zahlreiche Ortswechsel erfahren - ein ständiges Angebot mich im Erwerb von Menschenkenntnis zu üben. Meine kurze berufliche Tätigkeit als Krankenschwester weckte Neugier für das Verstehen von seelischen Ursachen hinter körperlichem Leiden. Auch im Begleiten meiner fünf Kinder studierte und bewundere ich innere Entwicklungsschritte im Äußeren. Meine Leidenschaft unseren Körper, seine Ausdrucksformen und Wirkung zu begreifen, führten mich zu Samy Molcho und zur Rhetorikschulung bei Nikolaus B. Enkelmann. Die Lizenz zum Gordontraining für effektive Führung, Konfliktlösung und Kommunikation erwarb ich in der personenzentrierten Akademie für Psychologie in Bonn. Das völlig unerwartete Erleben meiner Nahtoderfahrung 2008 eröffnete mir ein liebevolles, ganzheitliches Wahrnehmen des Wesens, das wir wirklich sind. Bei Jana Haas - Cosmogetic®, Institut für spirituelle Entwicklung und geistiges Heilen - lernte ich kosmische Zusammenhänge zu begreifen und Impulse zur Selbstheilung zu geben. Zu unterscheiden, wann wir aus dem DENKEN heraus handeln und fühlen und wann aus dem 'Bewusst SEIN', eröffnet eine neue Dimension des Sich-selbst-Erfahrens und des Gestaltens seiner eigenen Lebensumstände. Mit großer Freude, Leidenschaft und Liebe zum Leben begleite und berate ich Menschen in ihren Entwicklungsprozessen - für ein Miteinander'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 256
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955291228
    Verlag: J. Kamphausen
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L(i)ebe dich

EINLEITUNG

"Ein-Schnitt" stellt alles Geglaubte infrage

"Ich gehe keinen Kompromiss mehr ein, hinter dem ich nicht stehe", ist der erste Satz, mit dem ich an diesem Morgen im Krankenhaus erwache. Noch ahne ich nicht, wie weitreichend das Geschehene der vergangenen Nacht wirklich ist.

Der Tag beginnt mit der normalen hektischen Routine netter Schwestern, denen die Zeit stets davonzurennen scheint. Während sie mein Bett mit perfekt aufeinanderfolgenden Griffen richten, erkundigen sie sich pflichtbewusst nach meinem Nachtschlaf. Mir ist diese Prozedur sehr unangenehm, denn ich fühle mich gesund und kann meine verordnete Bettruhe und meinen lebensbedrohlichen Zustand nicht begreifen. Und schon gar nicht kann ich erklären oder beschreiben, wie meine Nacht war. "Kurz", antworte ich und schiebe es auf den Jetlag, was für alle nachvollziehbar ist.

Es ist noch nicht einmal vierundzwanzig Stunden her, als Andreas, mein Mann, und ich in Bremen landeten, nach unserer größten gemeinsamen Reise auf die andere Seite der Welt. Diese vierwöchige Kreuzfahrt durch den Panamakanal schenkten wir uns anlässlich unserer Silberhochzeit. Unsere fünf Kinder sind nun in einem Alter, in dem solche Entfernung und Selbstversorgung über einen längeren Zeitraum gut zu organisieren sind.

Das gestrige Wiedersehen mit Antonia und Lukas, unseren beiden jüngsten noch zu Hause wohnenden Kindern, bestand aus nicht enden wollenden Erzählungen von Eindrücken und Geschehnissen. Mitbringsel wurden ausgepackt verknüpft mit Gefühlen und Erläuterungen aus einer vollkommen anderen Welt.

Berge von Wäsche fanden ihren Weg in die Waschmaschine, es galt den Kühlschrank wieder zu füllen, Fragen zu beantworten - ich war erholt und voller Tatendrang nach einer erstmals so langen Abwesenheit von meinem Kleinunternehmen Familie.

Lukas und Antonia hatten alles wunderbar gemanagt, unser Vertrauen, ihre Selbstständigkeit und Freiheit zu nutzen gewusst, waren nun aber auch froh die damit verbundene Verantwortung wieder in unsere Hände übergeben zu können.

Und nun liege ich braun gebrannt und körperlich unversehrt ans Bett gefesselt, beide Beine stramm gewickelt, am linken Arm eine Infusion, die mein Blut verdünnt, damit die massive Lungenembolie mich nicht aus dem Leben reißt. Ich habe dank der Medikamente keine Schmerzen mehr, die durch eine Rippenfellentzündung entstanden und meinen Gang zum Notdienst diktierten.

Mir schwirren so viele Gedanken durch den Kopf, ich kann es noch nicht realisieren, dass die in Acapulco beginnenden Schmerzen ein liebevolles Alarmzeichen waren. Für den vor über zwei Wochen beginnenden Nachtschweiß und die zunehmend schwere Atmung hatte ich die hohe Luftfeuchtigkeit und schwüle Hitze verantwortlich gemacht - es ging vermutlich allen Reisenden so. Ich maß diesen Symptomen keine große Bedeutung bei. Unmittelbar vor dem Flug quälte mich ein Hustenreiz, der einen stechenden Schmerz in der rechten Lungenspitze auslöste. Andreas hatte als Arzt an alles gedacht und so nahm ich sofort vor dem Abflug ein Antibiotikum. Ich fühlte mich fiebrig und diagnostizierte eine im schlimmsten Fall beginnende Lungenentzündung, die mithilfe eines Antibiotikums sicherlich bald behoben sein würde.

An eine Lungenembolie dachte ich nicht einmal, als ich vor einigen Stunden zur Kontrastmitteluntersuchung in der Röntgenröhre lag. Mich störte diese ganze Diagnostik, ich hatte Wichtigeres zu tun, als einen unmöglichen Verdacht abzuklären. Bei keiner Schwangerschaft hatte ich je Venenprobleme, geschweige denn eine Thrombose. Mit meiner Körpergröße von nicht einmal eins sechzig saß ich nicht abgeklemmt im Flugzeug, ich habe kein Übergewicht und bin sportlich gut durchtrainiert - es konnte nicht sein.

Das Gesicht der jungen diensthabenden Radiologin macht mir sofort den Ernst der Lage deutlich und ein Blick in das entsetzte, besorgte Gesicht meines Mannes bekräftigt, dass es hier wohl nichts mehr zu

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