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Medizinische Mikrobiologie von Hof, Herbert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.04.2019
  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
eBook (ePUB)
59,99 €
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Medizinische Mikrobiologie

2 in 1! Lehrbuch + Kurzlehrbuch zur schnellen Prüfungsvorbereitung. Erreger, Infektionskrankheiten, Prävention: Verschaffe dir den erforderlichen Überblick mit der Dualen Reihe Medizinische Mikrobiologie. Du findest hier das gesamte relevante Wissen zur: Virologie, Bakteriologie, Mykologie, Parasitologie, Immunologie, Klinischen Infektiologie und Hygiene. Deine Vorteile: - Lerne entspannt: Die Texte sind klar strukturiert und übersichtlich gestaltet. - Verstehe sofort: Auch komplizierte Sachverhalte sind maximal verständlich beschrieben. - Merke es dir leichter: Exzellente Fotos und Grafiken zeigen anschaulich Erreger, Abläufe und Krankheitsbilder. - Lerne nachhaltig: Klinische Fotos, Fallbeispiele und Exkurse machen dir Zusammenhänge klar und schaffen den Praxisbezug. - Wähle selbst: Wiederhole die Inhalte schnell mit dem integrierten Repetitorium oder lies vertieft im eigentlichen Lehrbuch. Die hilfreichen Abbildungen und Tabellen hast du in beiden Fällen stets im Blick! Die duale Wirkung kurzgefasst: Du hast die Wahl! Das bewährte Lehrbuch enthält alles, was du wissen musst. Zusätzlich findest du die wichtigsten Inhalte in der Randspalte zum schnellen Wiederholen und zur gezielten Prüfungsvorbereitung. Die vorliegende Neuauflage wurde vollständig überarbeitet und aktualisiert. Zudem wurden Inhalte zur molekularen Diagnostik und zum rationalen Einsatz von Antibiotika ergänzt. Jederzeit zugreifen: Der Inhalt des Buches steht dir ohne weitere Kosten digital in der Wissensplattform eRef zur Verfügung (Zugangscode im Buch). Mit der kostenlosen eRef App hast du zahlreiche Inhalte auch offline immer griffbereit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 768
    Erscheinungsdatum: 10.04.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783132423572
    Verlag: Georg Thieme Verlag KG
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Medizinische Mikrobiologie

© itstudio - Fotolia.com
1 Einführung in die Medizinische Mikrobiologie und Hygiene

Herbert Hof
1.1 Übersicht

Definition

Die Medizinische Mikrobiologie ist die Lehre von den Ursachen menschlicher Infektionskrankheiten , ihrer Quellen und Verbreitung, deren Pathogenese, den möglichen Erscheinungsformen, den körpereigenen Abwehrmaßnahmen, der Diagnostik sowie den Möglichkeiten einer Therapie, speziell der direkten antimikrobiellen Chemotherapie. Recht neu ist die Erkenntnis, dass neben den pathogenen Mikroorganismen , die den Menschen besiedeln und das Mikrobiom darstellen, auch weitere Keime vorkommen, die anderweitig relevant für die Gesundheit sein können.

Die Prävention der Infektionskrankheiten ist die eigentliche Aufgabe der Hygiene . Hierzu gehören:

Erkennen und Vernichten möglicher Erreger in der Umgebung des Menschen, noch bevor sie ihre pathogenen Eigenschaften entfalten können

Erkennung und Unterbrechung der Übertragungswege

vorzeitiger Schutz durch Impfung

Erziehung von medizinischem Personal sowie von Patienten zu einem Verhalten, das Erkrankungen vermeidet

Verordnungen bzw. Gesetze, die der Ausbreitung der Erreger Einhalt gebieten.
1.2 Geschichtliche Entwicklung

Infektionskrankheiten sind der Menschheit seit Jahrtausenden phänomenologisch bekannt. Ihr Auftreten wurde entweder als natürlich hingenommen oder auf die Einwirkung höherer Mächte (Götter, Dämonen u. Ä.) zurückgeführt. Solche Ereignisse wurden als schicksalhaft hingenommen oder auch als Strafe für eine verübte Sünde verstanden (Hiob). Heute würden wir aufgeklärt dazu sagen, dass Krankheit eben auch direkte Folge eines Fehlverhaltens sein kann. Der Glaube an Götter bzw. Dämonen war der Grund für strenge Regeln zur Hygiene und zum Sexualverhalten, die meist von Priestern überwacht wurden. Bereits in der hippokratischen Medizin (ab dem 3. Jahrhundert v. Chr.) vertiefte sich die Erkenntnis, dass aus der Umwelt - besonders aus der Luft - Gefahren für die Gesundheit ausgehen können. Sie stützte sich auf die Beobachtung, dass Menschen, die in der Nähe von Sümpfen, Moderwasser oder unter sonstigen ungünstigen, meist feuchtwarmen Klimabedingungen lebten, von bestimmten Erkrankungen (Malaria = Sumpffieber u. Ä.) weitaus häufiger betroffen waren als Menschen, die "gute Luft" zum Atmen hatten. Auch das Auftreten von Seuchen und ihr Fortschreiten im Zuge von Katastrophen (Krieg, Sturmfluten, Hungersnöte) wurde als Folge der vielen unbestatteten Leichen, die menschliches Gemeinwesen durch "Leichengifte" belasteten, gedeutet.

Die Lehre von den Miasmen (griech.: Verunreinigungen) - das sind Dämpfe, Dünste, in der Luft enthaltene Giftstoffe - als unbelebte Krankheitsursachen wurde bis zum Ende des 19. Jahrhunderts aufrechterhalten.

Die Lehre von den Miasmen (griech.: Verunreinigungen) - das sind Dämpfe, Dünste, in der Luft enthaltene Giftstoffe - hielt sich hartnäckig bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Die Verbesserung der Luft durch Raucherzeugung, Verbrennen wohlduftender Substanzen oder Verschließen der Atemwege durch parfümierte Tücher wurde als Mittel der Wahl zur Abwehr der Miasmen betrachtet.

Unter dem Eindruck der Pestepidemien im 14. Jahrhundert wurde zunehmend die direkte Übertragbarkeit von Infektionskrankheiten (Kontagiosität) diskutiert. Ansteckungsverdächtige Menschen und Waren mussten sich seit 1374 in Venedig einer 40-tägigen ("Quarantana") Isolierung unterziehen, daher "Quarantäne".

Die Existenz lebender Ansteckungsstoffe wurde bereits im 16. Jahrhundert durch Fracastorius postuliert. Im 18. Jahrhundert gelang es dem Arzt Antoni van Leeuwenhoeck , Mikroorganisme

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