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Pflege alter Menschen Mit Schwerpunktkapitel Altersverwirrtheit und Demenz von Bruckler, Ingrid (eBook)

  • Verlag: Facultas / Maudrich
eBook (ePUB)
17,99 €
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Pflege alter Menschen

Die Pflege und Betreuung alter und hochbetagter Menschen ist eine große Herausforderung. In diesem Lehrbuch erfahren Sie alles über Theorien, Modelle und Betreuungskonzepte des Alterns, Biografiearbeit und Versorgungsarten. Anhand der AEDL werden die Bedürfnisse alter Menschen thematisiert und die wichtigsten Pflegeinterventionen dargestellt. Mit vielen Fallbeispielen, Wiederholungsfragen und Übungsbeispielen sowie einem umfangreichen Glossar. Neu in der 2. Auflage ist das Schwerpunktkapitel zu Altersverwirrtheit und Demenz, ihren Einflussfaktoren und Auswirkungen. NEU: Mit Übungs-App!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 208
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990306918
    Verlag: Facultas / Maudrich
    Serie: Manual
    Größe: 1017 kBytes
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Pflege alter Menschen

1 Allgemeine Grundlagen

1.1 Der alte Mensch in der Gesellschaft

1.1.1 Persönliche Einstellungen und Erfahrungen in Bezug auf Alter und Altern

"Jede Blüte will zur Frucht,

Jeder Morgen Abend werden,

Ewiges ist nicht auf Erden

Als der Wandel, als die Flucht.

Auch der schönste Sommer will

Einmal Herbst und Welke spüren. Halte, Blatt, geduldig still,

Wenn der Wind dich will entführen.

Spiel dein Spiel und wehr dich nicht, Laß es still geschehen.

Laß vom Winde, der dich bricht, Dich nach Hause wehen."

Hermann Hesse

Fallbeispiel: Meinungsverschiedenheiten
Die 18-jährige Vera und die 20-jährige Klara sitzen im Gastgarten eines Cafés und beobachten eine alte, krank aussehende Frau auf der anderen Straßenseite. Sie ist offensichtlich gehbehindert und hält sich krampfhaft an ihrem Rollator fest. Auch unter größter Anstrengung gelingt es ihr nicht, mit ihrer Gehhilfe die einzige Stufe zu einem Lebensmittelgeschäft zu überwinden. Sie hält den Kopf gesenkt und schüttelt ihn immer wieder. Lange steht sie so vor dem Eingang. Viele Menschen hasten an ihr vorbei, manche werfen ihr einen flüchtigen Blick zu, andere schauen abgehetzt oder erwartungsvoll ins Innere des Geschäftes. Vera schlägt vor, hinüberzugehen und der alten Frau zu helfen. Da dreht sie sich trippelnd und langsam um und geht, nach mehrmaligen erfolglosen Versuchen, die Stufe zu überwinden, um die Ecke des Hauses und damit aus dem Blickfeld der beiden jungen Frauen.

Klara spricht sofort ihre Freundin an: "So etwas möchte ich nicht erleben. Schau dir die Quälerei dieser alten Frau an. Die kann kaum noch und keiner hilft ihr. Ja, ich möchte nicht so alt werden! Was bringt das Leben noch, wenn man mal so alt ist? Lieber intensiv und kurz leben und früh sterben. Das ist immer noch besser als sich einmal so abmühen zu müssen und so allein zu sein."

Vera sagt darauf eher zögerlich: "Was heißt schon 'alt sein'? Vielleicht gäbe es ja Hilfen für diese Frau ... Meine Großmutter mit ihren 73 Jahren macht noch viele Reisen, sie genießt ihr Leben und ihre große Familie. Sie sagt oft zu mir: 'Man muss selbst etwas dafür tun, dass man im Alter nicht alleine ist und selbstständig bleiben kann.' Vielleicht gibt's doch auch ganz schöne Zeiten im Alter - und Hilfen gibt's ja auch, oder? Man könnte viel mehr für die Alten tun ... Schau dir doch die zwei Frauen da drüben am Tisch an: Sie sind bestimmt beide schon über 80. Ich bin mir sicher, sie genießen ihr Zusammensein. Sie reden und lachen die ganze Zeit. Es ist so viel möglich im Alter ..."

Fragen:

Wie mag sich die alte Frau vor dem Lebensmittelgeschäft fühlen?
Sollte der alten Frau geholfen werden? Wenn ja, wie?
Und wie fühlen sich die beiden Damen im Café? 1.1.2 Bild und Rolle, Stellenwert und Bedeutung des alten Menschen in unserer Gesellschaft in Medien, Arbeitswelt und Familie

"Das Altwerden ist ja nicht bloß ein Abbauen und Hinwelken, es hat, wie jede Lebensstufe, seine eigenen Werte, seinen eigenen Zauber, seine eigene Weisheit, seine eigene Trauer, und in Zeiten einer einigermaßen blühenden Kultur hat man mit Recht dem Alter eine gewisse Ehrfurcht erwiesen, welche heute von der Jugend in Anspruch genommen wird. Wir wollen das der Jugend nicht weiter übelnehmen. Aber wir wollen uns doch nicht aufschwatzen lassen, das Alter sei nichts wert."

Hermann Hesse

Wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaftsform, ausgerichtet auf Wettbewerb, Produktivität und Gewinn, in einer sogenannten freien Marktwirtschaft.

Die Bilder von alten Menschen, die wir in der Werbung finden, sind vielfältig. Wir sehen und hören Aufnahmen zur Anpreisung von Zahnprothesenhaftcreme, Hörgeräten oder auch Produkten der Pharmaindustrie, die eine gesteigerte Vitalität, Schmerzfreiheit und ein gesteigertes Wohlbefi

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