text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Pflegetransparenzkriterien im Griff Modell der Integrierten Pflegeplanung mit Praxisbeispielen und Instrumenten von Marx, Anne (eBook)

  • Verlag: Verlag Hans Huber
eBook (ePUB)
26,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Pflegetransparenzkriterien im Griff

Pflege transparent machen, Bewohner gut versorgen, MDK-Prüfungen erfolgreich bestehen - mit dem Praxishandbuch zur Integrierten Pflegeplanung

Um die Qualität von Altenpflegeeinrichtungen transparenter und vergleichbarer zu machen, erfolgt eine Prüfung von Altenpflegeeinrichtungen nach den sog. "Pflegetransparenzkriterien". Das Praxishandbuch zur integrierten Pflegeplanung stellt diese ausführlich dar und erläutert die Vorgehensweise des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) bei der Prüfung von Pflegeinstitutionen. Mithilfe des Modells der integrierten Pflegeplanung, zahlreicher Praxisbeispiele und Dokumentationsformulare, leiten die Autorinnen konkret dazu an, wie pflegerische Leistungen systematisch und transparent dargestellt und dokumentiert sowie die MDK-Prüfungen erfolgreich bestanden werden können. Ein Exkurs beschreibt, wie mit Pflegediagnosen der Pflegebedarf erkannt, benannt und transparent gemacht werden kann.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456751085
    Verlag: Verlag Hans Huber
    Größe: 3229 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Pflegetransparenzkriterien im Griff

Die Pflege-Transparenzvereinbarungen

2

Problem und Ziel

Mit dem am 1. Juli 2008 in Kraft getretenen Gesetz zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung – kurz: Pflege-Weiterentwicklungsgesetz – wurden u. a. Regelungen für eine größere Transparenz der von Pflegeeinrichtungen erbrachten Leistungen und deren Qualität geschaffen. Dazu wurde der bislang gültige § 80 des Elften Sozialgesetzbuches durch § 112 ff. ersetzt. Kostenträger und Leistungserbringer vereinbarten auf dieser Grundlage im Dezember 2008 die sogenannten Pflege-Transparenzvereinbarungen für den stationären (PTVS) und im Januar 2009 für den ambulanten Bereich (PTVA). Hintergrund der Neuregelung war, dass Pflegeeinrichtungen bislang in der Regel nur alle fünf Jahre einer Qualitätsprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung unterzogen wurden, die nicht zuletzt auch wegen ihrer Anlage dem Anspruch, die Qualität der pflegerischen Versorgung nachhaltig zu verbessern, nicht gerecht wurde. Künftig werden Heime jährlich und in der Regel unangemeldet überprüft. Die Prüfungen räumen dabei dem pflegerischen und gesundheitlichen Zustand von Pflegebedürftigen (Ergebnis- und Lebensqualität) Vorrang vor der Überprüfung der Dokumentations- und Aktenlage ein. Die Ergebnisse der Qualitätsprüfungen müssen den Nachfragern von Pflegeleistungen in geeigneter Weise und unentgeltlich zugänglich gemacht werden. Die Pflicht zur Veröffentlichung dient nicht nur der Information über die Qualität der Betreuung und Versorgung in Pflegeheimen und damit der Verbesserung der Transparenz für die Verbraucher. Dadurch, dass die Einrichtungen miteinander verglichen werden können, wird auch ein Qualitätswettbewerb zwischen Pflegeeinrichtungen unterstützt (vgl. § 115 Absatz 1a SGB XI; MDS/ GKV, 2009: 3; Richter/Wipp, 2010: 9).

Zeitrahmen

Vom Gesetzgeber wurden darüber hinaus die zeitlichen Rahmenbedingungen für die Entwicklung und die Umsetzung der Pflege-Transparenzvereinbarungen vorgegeben. Die Transparenzkriterien einschließlich der Bewertungssystematik sollten durch die Vertragsparteien – den Spitzenverband Bund der Pflegekassen, die Vereinigungen der Träger der Pflegeeinrichtungen auf Bundesebene, die Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe, die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände und den Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen – bis zum 30. September 2008 festgelegt werden (vgl. § 115 Absatz 1a Satz 6 SGB XI). Hieraus resultierte ein Zeitkorridor von drei Monaten für die Entwicklung und Umsetzung der Kriterien und der Bewertungssystematik. Beteiligt waren außerdem die Organisationen für die Wahrnehmung der Interessen der Selbsthilfe der pflegebedürftigen und behinderten Menschen, unabhängige Verbraucherorganisationen auf Bundesebene sowie der Verband der privaten Krankenversicherung und die Verbände der Pflegeberufe auf Bundesebene (MDS/ GKV, 2009: 209).

Vorläufigkeit

Die Transparenzvereinbarungen wurden schließlich am 17. Dezember 2008 nach Durchführung des Beteiligungsverfahrens "in dem Wissen geschlossen, dass es derzeit keine pflegewissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse über valide Indikatoren der Ergebnis- und Lebensqualität der pflegerischen Versorgung in Deutschland gibt". Die Vertragsparteien halten sich deshalb die Option offen, die Transparenzvereinbarungen anzupassen, sobald pflegewissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse über Indikatoren der Ergebnis- und Lebensqualität vorliegen. Dabei sollen insb

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen