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Praktisches Wundmanagement Patientenorientiert handeln - kompetent überleiten. Mit praxiserprobtem Wundüberleitungsbogen von Mader, Andrea (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.08.2016
  • Verlag: Schlütersche
eBook (ePUB)
23,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Praktisches Wundmanagement

Chronische Wunden sind für Patienten außerordentlich belastend und schmerzhaft. Für den pflegerisch-medizinischen Bereich sind sie darüber hinaus kostenintensiv. Denn nur rund 30-40 Prozent der verwendeten Materialien werden tatsächlich wirksam eingesetzt. Patientenleid mindern und kostendeckend arbeiten - das lässt sich erzielen: mit einem interdisziplinären Wundmanagement in Kliniken, externen Versorgungsstrukturen und der Vernetzung von stationären und ambulanten Bereichen. Die Autoren dieses Buches -- allesamt ausgewiesene Wundexperten - geben ihr Praxiswissen weiter. Das Plus: ein absolut praxistauglicher Wundüberleitungsbogen! Sofort einsetzbar! Auf den Punkt gebracht: Schmerzhafte Schnittstellen bei der Wundversorgung vermeiden. Der Wundüberleitungsbogen - das zentrale Element einer gelungenen Dokumentation und Pflegeüberleitung. Modernes Wundmanagement im Netzwerk - zum Wohle der Patienten!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 120
    Erscheinungsdatum: 24.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842688131
    Verlag: Schlütersche
    Größe: 1376 kBytes
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Praktisches Wundmanagement

1 DAS PROBLEM: "SCHMERZHAFTE SCHNITTSTELLEN"

1.1 Defizite im Bereich des klinischen Wundmanagements

Basierend auf meinen Erfahrungen an den Neckar-Odenwald-Kliniken, einem Haus der Grund- und Regelversorgung im ländlichen Raum, möchte ich nun die Situation des klinischen Wundmanagements und der oftmals bestehenden Defizite schildern.

Die Krankenhauslandschaft befindet sich in einem ständigen Umbruch. Veränderungsprozesse sind notwendig, um gerade Häuser im ländlichen Raum langfristig zu sichern und den öffentlichen Versorgungsauftrag auch weiterhin erfüllen zu können.

Das Vertrauen der Bevölkerung in eine gute Basisversorgung kann nur durch eine Steigerung der Kundenzufriedenheit durch Qualität der Behandlung und des Versorgungsablaufs erreicht werden.

Schon innerhalb eines Krankenhauses gibt es oft unterschiedliche Kriterien für die lokale Wund- und Behandlungsstrategie, Defizite in der zeitgemäßen Materialkenntnis der Lokaltherapie sowie in der Wundbeurteilung und Dokumentation.

Verstärkt wird diese Problematik durch mangelnde Zusammenarbeit innerhalb der Berufsgruppen, die reduzierte Akzeptanz gegenüber pflegerischem Expertenwissen und fehlende Verfahrensanweisungen.

Nach wie vor ist die Wundversorgung keine medizinische Disziplin. Sie wird im Medizinstudium nicht gelehrt und bringt in der Klinik keine relevante Erlösverbesserung.

Die Wundversorgung, die oftmals sehr zeitaufwendig und materialintensiv durchgeführt werden muss, wird ohne operative Prozedur, z. B. Debridement, prinzipiell nicht bezahlt.

Fazit

Defizite beim klinischen Wundmanagement führen zu schlechten Behandlungsergebnissen und verzögerter Wundheilung oder es kommt zu einem Drehtüreffekt mit Fallzusammenführung - für unseren Patienten bedeutet dies eine Verlängerung seines Leidens!

In vielen Krankenhäusern sind im Pflegebereich seit Jahren Fachkräfte zu Wundexperten ausgebildet worden, aber oftmals nicht quer über alle Fachabteilungen und ohne Verfahrensanweisungen sowie Konzepte effizient zum Einsatz gekommen.

Sie fungierten oft als "Einzelkämpfer" mit mehr oder weniger Durchhaltevermögen und sind selten für ihre Arbeit freigestellt.

Zudem besteht bei dieser hoch belasteten Patientenklientel oft ein komplexer Hilfebedarf im Hinblick auf die Entlassungsversorgung.

Verschärft wird die Situation durch den allerorts bestehenden Personalmangel und ständigen Wechsel des Pflegepersonals.

Wichtig

Die Durchführung einer adäquaten Wundüberleitung in den ambulanten Sektor ist auf eine strukturierte zeitgemäße Behandlungsstrategie im Bereich der Klinik angewiesen.

Bei zunehmender Komplexität der Wundversorgung und um die Erwartungen der Netzwerkpartner bzw. nachstationären Versorger zu erfüllen, ergab sich für uns der Bedarf, die interne Behandlungsqualität in diesem Bereich weiter zu verbessern.

Tradierte Strukturen verhindern oftmals eine zukunftsfähige zielorientierte Weiterentwicklung und Prozessgestaltung. Verschiedene Materialien und Strategien werden dadurch mit unterschiedlichem Erfolg, Zeit - und vor allem mit unkontrolliertem Kostenaufwand eingesetzt.

Somit ist das Outcome der klinischen Wundversorgung von Diskontinuitäten geprägt. Wiederaufnahmen (Drehtüreffekt) oder eine unnötige Verlängerung der Verweildauer sind die Folge.

Fazit

Das Ergebnis eines defizitären Wundmanagements ist oft die Verschwendung von Ressourcen in allen Bereichen, "unnötige Störungen" bezüglich der Lokaltherapie und eine fehlende standardisierte Qualitätskontrolle - doch hinter jeder Wunde steht ein Mensch!
1.2 Defizite in der Wundüberleitung

Im Blickfeld der Überleitung

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