text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Praxiswissen Qualitätsmanagement im Krankenhaus Hilfen zur Vorbereitung und Umsetzung von Kahla-Witzsch, Heike A. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.08.2009
  • Verlag: Kohlhammer
eBook (PDF)
33,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Praxiswissen Qualitätsmanagement im Krankenhaus

Trotz der für Krankenhäuser gesetzlich vorgeschriebenen Einführung von internem Qualitätsmanagement (QM) bestehen in diesem Bereich große Unsicherheiten hinsichtlich der Entscheidung für ein QM-System und dessen Etablierung. Das vollständig überarbeitete Werk bietet konkrete Hilfen für die Auswahl, Vorbereitung und Umsetzung eines QM-Systems. Behandelt werden die häufigsten Fragen, z. B. Welche Strukturen sollten in der Klinik vorhanden sein? Sind externe Berater in jedem Fall notwendig? Welches Zertifizierungsunternehmen eignet sich? Welches sind die Erfolgsfaktoren für ein gelingendes QM? Checklisten, Ablaufdiagramme, Formblätter und Fallbeispiele machen dieses Buch zu einem wertvollen Begleiter für die Praxis. Dr. med. Heike A. Kahla-Witzsch, MBA, Fachärztin für Urologie, ärztliche Qualitätsmanagerin und QM-Auditorin, 2004 Gründung der Dr. Kahla-Witzsch Beratung im Gesundheitswesen, eines auf Qualitäts- und Risikomanagement spezialisierten Beratungsunternehmens.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 220
    Erscheinungsdatum: 27.08.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170265509
    Verlag: Kohlhammer
    Größe: 5489 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Praxiswissen Qualitätsmanagement im Krankenhaus

3 Allgemeine Grundlagen

3.1 Der QM-Prozess

Unabhängig von der Art des gewählten Modells, der Einrichtung, ihrer Größe oder Struktur gibt es eine logische Abfolge von neun Schritten, die bei jeder erfolgreichen Einführung eines Qualitätsmanagements durchlaufen werden sollten.
1. Schritt: Veränderungsbereitschaft herbeiführen
Für die Einführung von Qualitätsmanagement muss eine zwingende Notwendigkeit im Unternehmen vorliegen.

Dieser erste Schritt dürfte für Einrichtungen des Gesundheitswesens kein größeres Problem darstellen. Die gesetzliche Verpflichtung, aber auch die ökonomischen Rahmenbedingungen schaffen diese "zwingende Notwendigkeit".
2. Schritt: Auf den Chef kommt es an
Qualitätsmanagement gelingt nur mit dem aktiven Führungs- und Gestaltungswillen des höchsten Entscheidungsträgers eines Unternehmens.

Dieser Punkt kann in vielen Einrichtungen Probleme bereiten, da es "den höchsten Entscheidungsträger" eines Krankenhauses meistens nicht gibt. Oft lenkt ein "Dreigestirn" aus ärztlicher, kaufmännischer und pflegerischer Leitung die Geschicke der Einrichtung.

Erfahrungsgemäß kommt der erste Impuls von einer dieser Personen und diese muss dann die anderen Führungspersonen überzeugen.

Einfacher wird es, wenn beispielsweise durch den Träger der Einrichtung die Etablierung von Qualitätsmanagement gefordert wird.
3. Schritt: Alle Führungskräfte sind gefragt
Im Vorfeld der QM-Einführung muss eine einflussreiche Koalition aus Führungskräften der obersten Hierarchieebenen gebildet werden.

Es reicht nicht, wenn ärztlicher Direktor und/oder Pflegedirektor Qualitätsmanagement in der Einrichtung einführen wollen. Nachdem die Entscheidung für Qualitätsmanagement gefallen ist, muss auch die zweite Führungsebene, d. h. Chefärzte, Leitungspersonen der Pflege etc., für dieses gemeinsame Projekt gewonnen werden. Dieser Schritt dann durchaus einige Zeit für Diskussionen in Anspruch nehmen.
4. Schritt: Qualität als Wert verankern
Qualität im umfassenden Sinn wird als oberster Wert im Unternehmen verankert, um Mitarbeitern ein eindeutiges Bezugssystem für ihr Handeln an die Hand zu geben.

Im Gesundheitswesen dürfte dies kein größeres Problem darstellen, da der Anspruch und das Bewusstsein für eine qualitativ hochwertige Arbeit im beruflichen Selbstverständnis von Ärzten und Pflegenden bereits fest verankert sind. Dies äußert sich vielfach in Kommentaren wie, "Wozu Qualitätsmanagement, wir machen doch schon Qualität!" Woran es jedoch vielfach mangelt, ist eine ganzheitliche Sichtweise in Bezug auf den Prozess der Leistungserbringung - die Patientenversorgung.
5. Schritt: Leitbild erarbeiten

Ohne ein Leitbild, ohne ein erstrebenswertes Bild von der Zukunft, das die Kunden und Mitarbeiter emotional anspricht, wird die Einführung des QM leicht zu einer bloßen Aneinanderreihung einzelner Projekte, die für den Mitarbeiter in keinem Zusammenhang stehen. Viele Einrichtungen des Gesundheitswesens verfügen bereits über Leitbilder. Manchmal gelten diese jedoch nur für eine bestimmte Berufsgruppe, beispielsweise in Form eine "Pflegeleitbilds". Im Rahmen der Einführung eines Qualitätsmanagements wird hier eine Evaluation und gegebenenfalls eine Überarbeitung erforderlich (siehe hierzu auch Kapitel 3.5).
6. Schritt: Veränderungen sichtbar machen und Qualität messen

Das neue Qualitätsverständnis muss alle Mitarbeiter, auf allen Hierarchieebenen, durchdringen und Veränderungen müssen gemessen werden. Ein Qualitätsmanagement, das für Mitarbeiter und Patienten nicht vorteilhaft spürbar wird, ist ein schlechtes Qualitätsmanagement. Nur wenn der Mitarbeiter bemerkt, da

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen