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Soziales Management in der stationären Altenhilfe Kontexte und Gestaltungsspielräume von Brandenburg, Hermann (eBook)

  • Verlag: Hogrefe Verlag Bern (ehemals Hans Huber)
eBook (PDF)
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Soziales Management in der stationären Altenhilfe

Warum ist ein soziales Management in der stationären Altenhilfe notwendig, wodurch ist es gekennzeichnet, was setzt es voraus? Die praxiserfahrenen Hochschullehrer liefern Grundlagen, Begründungen und zeigen Konzepte guter Praxis, die auf einer differenzierten Darstellung der Bedingungen organisierter Altenhilfe fußen. Sie entwickeln Ideen und Konzepte für eine gute, ethisch und ökonomisch vertretbar gestaltete Pflege alter und pflegebedürftiger Menschen. Die Autoren des Lehrbuchs für leitende, lernende und praktizierende Pflegende · beschreiben die Geschichte des Heims mit den gesellschaftliche Rahmenbedingungen im 20. Jahrhundert · skizzieren aus multidisziplinärem Blickwinkel, wie die Lebenswelt im Heim organisiert ist einschließlich der Lebenslage der Bewohner, den Arbeitsbedingungen des Personals und der Integration von Angehörigen und Ehrenamtlichen · erläutern, was ein gutes Heim sowie eine gute Pflege- und Managementpraxis kennzeichnet und wie eine gute Versorgung mittels Qualitätsentwicklung, sensibler Organisation und sozialem Management nachhaltig organisiert, gestaltet und gesteuert werden können · plädieren für eine primär sozial statt kommerziell orientierte Versorgung alter pflegebedürftiger Menschen · erörtern, wie das Altenhilfesystem reformiert und verbessert werden könnte · zeigen mögliche Szenarien und Entwicklungsbedingungen für die organisierte Altenhilfe auf · erleichtern den Wissenserwerb durch Zusammenfassungen, Übungen, Lösungen und Literatur zu den Inhalten.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 309
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456954523
    Verlag: Hogrefe Verlag Bern (ehemals Hans Huber)
    Größe: 2357 kBytes
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Soziales Management in der stationären Altenhilfe

6 Einrichtungen der stationären Altenhilfe als besondere Organisationen (S. 113-114)

In einem ersten Abschnitt dieses Kapitels werden zunächst allgemeine, für den hier betrachteten Sektor besonders wesentliche Kernbotschaften der Organisationssoziologie zusammengefasst, und zwar sowohl hinsichtlich interner Strukturen und Prozesse als auch bezüglich des Organisations-Umwelt-Verhältnisses. Dies ist erforderlich, um einen begrifflichen "Werkzeugkasten" für die weitere Analyse zu schaffen. Diese richtet sich - in einem zweiten Abschnitt - auf die Besonderheiten sozialer Dienstleistungsorganisationen. Hier werden vor allem die Eigenheiten der Organisationsmaterie (Interaktionsarbeit Pflege) und andere, unter anderem mit staatlichen Regulierungen zusammenhängende Strukturmerkmale zum Thema. Ein weiterer Abschnitt befasst sich dann mit Heimorganisationen als "semitotale" Institutionen. Es geht um die Formen der systematischen Organisation privater Lebenswelten in den Pflegeheimen, ferner um dort etablierte "Kontrollregimes" sowie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, unter denen die Einrichtungen Gestalt annehmen.

Der anschließende Abschnitt behandelt die Charakteristika des Organisationsfelds stationärer Altenhilfe, wie es sich im heutigen Wohlfahrtsstaat darstellt. Dabei erhält die konkrete Übersetzung institutioneller Vorgaben, zum Beispiel sozialrechtlicher Natur, in die Organisationspraxis besondere Aufmerksamkeit. Auch rückt die Frage nach den Spielräumen für eine selbstständige, interne Strukturierung von Pflegeinrichtungen in den Blick. Betrachtet werden vor allem Aktivitäten, bei denen es um die Gestaltung sozialer Beziehungen geht (Führung, Belegschaft, Bewohner[innen], Angehörige, freiwillige Helfer[innen], Öffentlichkeit). Die Ausführungen in diesem Abschnitt des Kapitels beschreiben also gewissermaßen den Resonanzboden, auf dem sich das Einrichtungsmanagement vollzieht. Die Optionen für die aktive Gestaltung dieses Managements sind dann Gegenstand von Kapitel 9.5, das sich den Grundprinzipien einer sozial sensiblen Gestaltung der stationären Altenhilfe zuwendet.

Literaturtipps
- Schroeter K. R. (2005). Das soziale Feld der Pflege. Eine Einführung in Strukturen, Deutungen und Handlungen. Weinheim: Juventa. Das Buch führt in die kulturellen wie organisationalen Grundlagen der stationären Pflege ein, indem es Pflege als Feld begreift, das von bestimmten gesellschaftlichen Kräften (Professionen, Experten, Politik) strukturiert wird und jene Herausforderungen erzeugt, mit denen die Akteure des Feldes umgehen müssen.
- Schneiders K. (2010). Vom Altenheim zum Seniorenservice: Institutioneller Wandel und Akteurkonstellationen im sozialen Dienstleistungssektor. Baden- Baden, Nomos. Eine sowohl die Entwicklung der institutionellen Rahmenbedingungen (Gesetzeslage etc.) als auch die Veränderung der Trägerlandschaft analysierende Studie, die auch den Organisationspolitiken der Heimbetreiber Aufmerksamkeit schenkt. Erkennbar werden dabei Widersprüche zwischen dem Selbstverständnis der Träger und ihrer Praxis, vor allem mit Blick auf die Arbeitssituation der Beschäftigten.
- Hahn W. (2012). Ein neues Zuhause? Eine ethnographische Studie in einem Altenpflegeheim. Frankfurt am Main: Peter Lang. Eine originelle, ethnographisch angelegte empirische Studie zur alltäglichen Praxis von Pflege und sozialer Betreuung in der stationären Altenhilfe. Das Buch stellt Zusammenhänge zwischen den gesellschaftlichen (auch rechtlichen) Rahmenbedingungen und dieser Praxis her und beleuchtet dabei insbesondere den Prozess der Lebensweltveränderung, der mit dem Übergang ins Heim verbunden ist.

6.1 Organisationsformen der stationären Altenhilfe im Wandel

Pflegeeinrichtungen mit stationären Funktionen sind heute nach wie vor weit verbreitet: Aber einerseits sind sie nicht mehr die, die sie einmal gewesen sind, und andererseits haben sie Konkurrenz bekommen, nämlich Organisationsformen, in denen

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