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Therapeutic Touch und deren Effektivität im onkologischen Bereich: Eine Literaturanalyse von Seiringer, Monika (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.11.2015
  • Verlag: Diplomica Verlag GmbH
eBook (PDF)
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Therapeutic Touch und deren Effektivität im onkologischen Bereich: Eine Literaturanalyse

Die Pflege und Betreuung von onkologischen Patienten stellt aufgrund der zahlreichen Symptome, ausgelöst durch die Erkrankung selbst wie durch deren Behandlungsmaßnahmen, eine große Herausforderung im Alltag dar. Pflegepersonen sind bestrebt, durch komplementäre Pflegeinterventionen wie Therapeutic Touch die medizinische Therapie und damit auch den Heilungsprozess des Patienten optimal zu unterstützen. Ziel dieser Literaturarbeit ist es, aufzuzeigen, welche Effekte durch die Anwendung der komplementären Pflegeintervention Therapeutic Touch bei onkologischen Patienten erreicht wurden. Es wurden signifikant positive, aber auch widersprüchliche Effekte im Bereich der Lebensqualität, der Entspannung, der Schmerzlinderung, der Angstminderung und der Reduzierung der Fatigue erreicht. Insgesamt betrachtet scheint der Einsatz von Therapeutic Touch im onkologischen Setting vielversprechend. Das vorliegende Werk wurde am 27.03.2015 am Ersten Österreichischen pflegewissenschaftlichen Hochschultag am FH Campus Wien präsentiert. Des Weiteren wurde es 2015 mit dem 3. Platz des Elisabeth Seidl Preises des Rudolfinerhauses in Wien ausgezeichnet. Diesen Preis erhalten Personen mit qualitativ besonders hochwertigen und innovativen pflegewissenschaftlichen Arbeiten. Die Buchautorin DGKS Monika Seiringer, BScN., wurde 1986 in Vöcklabruck geboren. Nachdem Sie 2006 Ihr Diplom für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege erhielt, arbeitete sie sechs Jahre auf der Sonderklasse A (Interne, Pulmologie, Neurologie, Radioonkologie) am Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck (gespag). Berufsbegleitend schloss sie von 2010 bis 2012 die Berufsreifeprüfung ab und orientierte sich dann beruflich neu. Sie arbeitet seit 2012 als Lehrerin für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege an der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege und der Schule für medizinische Assistenzberufe am Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck (gespag). Des Weiteren absolvierte sie berufsbegleitend von 2012 bis 2015 ein Bachelorstudium der Pflegewissenschaft mit dem Schwerpunkt Pädagogik an der UMIT in Hall in Tirol und mit dem zweiten Schwerpunkt Management an der UMIT in Wien. Gegenwärtig studiert sie berufsbegleitend Komplementäre Gesundheitspflege an der Donau Universität in Krems und wird Anfang 2016 als Akademische Expertin für komplementäre Gesundheitspflege ihr Studium beenden.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 94
    Erscheinungsdatum: 01.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959342643
    Verlag: Diplomica Verlag GmbH
    Größe: 4694kBytes
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Therapeutic Touch und deren Effektivität im onkologischen Bereich: Eine Literaturanalyse

Textprobe: Kapitel 3.2: Lebensqualität und Wohlbefinden: In vielen Krankenhäusern in den USA werden 'Touch Therapies' angeboten und eingesetzt, um bei onkologischen Patienten eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen und die Nebenwirkungen der Strahlentherapie beziehungsweise der Chemotherapie zu minimieren (Mentgen, 2002 und Umbrit, 2000, beide zit. aus Loveland Cook et al., 2004, S. 34). Allerdings würde bereits die Erwartungshaltung, gleich eine unterstützende Intervention ('energy chelation' - eine Kombination aus Therapeutic Touch und Healing Touch) zu erhalten, die Lebensqualität positiv beeinflussen (p = 0,004, Cohen s d = 0,84; Jain et al., 2012). Loveland Cook et al. (2004) untersuchten die Auswirkungen von Healing Touch auf die Lebensqualität bei 78 radioonkologischen Patientinnen. Die 30-minütige Healing Touch Intervention wurde von neun Frauen, welche mindestens die Level II Ausbildung im Colorado Center for Healing Touch absolviert hatten, durchgeführt. Erst nach Abschluss des fünften Levels bekommt der Ausbildungs-teilnehmer ein Zertifikat als 'Healing Touch Practitioner'. Die 30-minütige gemimte Healing Touch Anwendung wurde von Laien, ohne jegliche persönliche Erfahrung auf diesem Gebiet ausgeführt. Hierbei war besonders, dass den Darstellern der Placebo- und der Versuchsgruppe jegliche physische, verbale und visuelle Interaktion mit den Probanden untersagt wurde, um jedwede anderwärtige Beeinflussung zu vermeiden. Die Anwenderinnen der Scheinbehandlung wurden strikt instruiert, nur um den Massagetisch herumzugehen und dabei immer die Hände am Körper zu belassen. Außerdem wurden sie gebeten, sich gedanklich mit Rechenaufgaben zu beschäftigen. Beide Gruppen bekamen die ihnen zugeteilten Interventionen sechs Mal in einem festgelegten Zeitschema. Alle Probandinnen erhielten die erste Behandlung nach dem ersten Drittel der gesamten Strahlentherapie. Die nächsten vier Anwendungen wurden dann in einem wöchentlichen Intervall abgehalten und die letzte Intervention fand rund vier Wochen später statt. Die Healing Touch Interventionen führten in der Versuchsgruppe, im direkten Vergleich zur Placebogruppe zu einer signifikanten Steigerung der Vitalität (p 0,03) und der körperlichen Funktionsfähigkeit (p 0,05). Im Umkehrschluss kann davon ausgegangen werden, dass die Lebensqualität der onkologischen Patientinnen positiv beeinflusst und auch der Fatigue entgegengewirkt wurde. Allerdings wurde eine hohe Drop-out Rate von 20,51 Prozent verzeichnet, die Gründe dafür sind in Tabelle 2 angeführt. Rexilius et al. (2002, zit. aus Loveland Cook et al., 2004, S. 40) vertraten jedoch die Meinung, dass der Mensch bereits von einer Ruhephase in liegender Position profitiere und, dass es ohne weitere Intervention zu einer Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens und anderen positiven Effekten komme. Die Übertragbarkeit der Ergebnisse von Loveland Cook et al. (2004) auf ein anderes Setting sei zudem fragwürdig. Die Autoren gaben zu verstehen, dass weitere Studien in unterschiedlichen Settings notwendig wären, um die Ergebnisse generalisieren zu können. Giasson und Bouchard (1998) untersuchten 20 palliativbetreute Patienten im Krebsendstadium innerhalb ihrer randomisiert gebildeten Versuchs- und Kontrollgruppe. Die Verfasser der Studie betonten in ihren Ausführungen, dass sie sich bewusst gegen eine Placebogruppe entschieden haben, da sie dies für ethisch nicht vertretbar hielten. Die Therapeutic Touch Intervention wurde ohne Körperkontakt zwischen Proband und Anwender durchgeführt, die Kontrollgruppe durchlief eine Ruhephase unter Anwesenheit von Pflegepersonal. Als Erhebungsinstrument für die abhängige Variable Wohlbefinden diente die Well-Being Scale, die 1994 von Giasson, basierend auf dem Edmonton Symptom Assessment System entwickelt wurde. Es wurde von den Palliativpatienten selbst vor und nach den jeweiligen Interventionen verwendet, um ihre subjektive Befindlichkeit zu dokumentier

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