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Kursbuch Doppler- und Duplexsonografie begründet von Kurt Huck

  • Erscheinungsdatum: 15.07.2015
  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
eBook (PDF)
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Kursbuch Doppler- und Duplexsonografie

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Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 488
    Erscheinungsdatum: 15.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783131693341
    Verlag: Georg Thieme Verlag KG
    Größe: 64107 kBytes
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Kursbuch Doppler- und Duplexsonografie

2 Funktionell orientierte angiologische Untersuchung mit den verschiedenen Dopplerverfahren

D. Reutter und C. Thalhammer (Kapitel begründet von K. Huck und B. Huck)

Das Kapitel beschreibt zunächst die normalen und pathologischen hämodynamischen Befunde in den Arterien und Venen. Dabei steht die Strömungsgeschwindigkeit als direkt messbarer Parameter im Vordergrund. Im arteriellen Abschnitt werden die Veränderungen der Strömungsgeschwindigkeit, die physiologischerweise während des Herzzyklus auftreten, sowie die Anpassungen bei Gefäßverengungen und -verschlüssen prä-, intra- und poststenotisch sowie in Kollateralen aufgezeigt. Im venösen Abschnitt werden die Anforderungen an den venösen Rücktransport sowie dessen Mechanismen und Störungen dargestellt. Danach wird die Entdeckung und Bedeutung des Dopplereffektes skizziert. Im Abschnitt Dopplerverfahren werden die Grundlagen der CW-Dopplersonografie, der gepulsten Dopplersonografie, der Duplex- und der Farbdopplersonografie erläutert. Die Darstellung folgt dabei systematisch den Punkten "Senden" und "Empfangen", "Signalverarbeitung", "Signalauswertung" und "Signaldarstellung". Im Abschnitt Dopplersymptome wird gezeigt, wie hämodynamische Phänomene mit den verschiedenen Dopplerverfahren erfasst werden können. Im letzten Abschnitt dieses Kapitels werden die diagnostischen Möglichkeiten und Grenzen der einzelnen Verfahren besprochen.
2.1 Hämodynamik des arteriellen Gefäßsystems

2.1.1 Aufgaben des arteriellen Gefäßsystems

Windkesselfunktion und Transport Das arterielle Gefäßsystem erfüllt zwei wesentliche Aufgaben. Einerseits, die kardial in der Systole erzeugte Druckentwicklung und Volumenverschiebung des Blutes kontinuierlich in die Peripherie weiterzuleiten. Diese Aufgabe wird durch die elastischen Wandeigenschaften der arteriellen Gefäße des Körperstammes ermöglicht und als Windkesselfunktion bezeichnet. Dieser allgemeinen, im Dienste des Gesamtkreislaufsystems stehenden Funktion steht die spezielle Aufgabe jedes arteriellen Gefäßes gegenüber, nämlich die Versorgung des dazugehörigen Organs mit der aktuell notwendigen Menge Blut.
2.1.2 Lokale Volumenstromstärke und peripherer Widerstand

Ohmsches Gesetz Die Menge Blut, die pro Zeiteinheit durch ein Gefäß zu einem Organ fließt, wird als lokale Volumenstromstärke Ilok bezeichnet und in der Einheit [ml/s] oder [ml/min] angegeben. Ihre Anpassung an den jeweiligen Funktionszustand eines Organs erfolgt über die Änderung des lokalen peripheren Widerstandes Rlok, der im Wesentlichen durch die Arteriolen und präkapillären Sphinkter des zu versorgenden Organs bestimmt wird. Bei hohem Bedarf sind diese kleinen Gefäße weit gestellt und ermöglichen einen hohen Einstrom aus der Versorgungsarterie in das zugehörige Kapillarbett. Ist der Bedarf niedrig, wird durch eine entsprechende Engstellung der Zufluss aus den Arterien gedrosselt. Das Ohmsche Gesetz Formel 2.1 beschreibt die Beziehung zwischen dem lokalen Zustrom und dem peripheren Widerstand.

(2.1)

Die lokale Volumenstromstärke Ilok ist umgekehrt proportional zum lokalen peripheren Widerstand Rlok und direkt proportional zu Deltapsystemisch, der Differenz zwischen dem mittleren Aortendruck und dem Druck im rechten Vorhof.

Die lokale Volumenstromstärke zeigt, wie alle arteriellen Kreislaufparameter, einen pulsatilen Verlauf und ist systolisch/diastolisch moduliert ( Abb. 2.1 ). Für die Einschätzung der Durchblutungssituation wird der über die Zeit gemittelte Wert angegeben.

Pulsatiler Verlauf der Volumenstromstärke in der Aorta.

Abb. 2.1

Kontinuitätsgleichung Blut ist wie jede Flüssigkeit inkompressibel und der Blutstrom kann in einem intakten arteriellen Gefäß nicht abreißen. Deswegen findet sich i

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