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Taschenlehrbuch Anatomie

  • Erscheinungsdatum: 07.09.2017
  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
eBook (ePUB)
49,99 €
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Taschenlehrbuch Anatomie

Dieses Lehrbuch ist dein idealer Begleiter für die Vorlesung und zur Prüfungsvorbereitung. Es führt dich Schritt für Schritt durch den menschlichen Körper und vermittelt alles, was du in der Anatomie wissen musst. - Allgemeine Anatomie: Bauplan und Grundprinzipien von Geweben, Organen und Funktionssystemen und deren Entwicklung - Bewegungsapparat: Entwicklung, Rumpfwand, untere und obere Extremität - Brust-, Bauch- und Beckeneingeweide: mit einem Überblick über die Embryonalentwicklung und die Peritonealverhältnisse - Hals, Kopf, Sinnes- und Nervensystem: inklusive zahnmedizinisch wichtiger Details; verständlich und übersichtlich auch bei den funktionellen Systemen - Systematik der Muskeln und Leitungsbahnen: Ursprung, Ansatz, Innervation und Funktion der Muskeln sowie Gefäß-, Lymph- und Nervensystem in kompakter, klar gegliederter Form Neben dem gesamten Prüfungswissen für die erste ärztliche Prüfung schlagen zahlreiche klinische Bezüge die Brücke zur Klinik. Mehr als 400 detailreiche Abbildungen illustrieren den Text. Farbige Zahlen leiten ohne Umwege vom Text ins Bild und helfen beim Auffinden der Strukturen. Die vollständig überarbeitete 2. Auflage verfügt über aktualisierte Texte und Abbildungen und ist durch das größere Format und das verbesserte Layout jetzt noch übersichtlicher. Das bewährte Taschenlehrbuch - anschaulich, verständlich, klar! Jederzeit zugreifen: Der Inhalt des Buches steht dir ohne weitere Kosten digital in der Wissensplattform eRef zur Verfügung (Zugangscode im Buch). Mit der kostenlosen eRef App hast du zahlreiche Inhalte auch offline immer griffbereit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 756
    Erscheinungsdatum: 07.09.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783132403505
    Verlag: Georg Thieme Verlag KG
    Größe: 28321 kBytes
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Taschenlehrbuch Anatomie

1 Bauplan des Körpers

Joachim Kirsch

Das äußere Erscheinungsbild eines Organismus oder seiner Teile bezeichnet man als Gestalt . Dem gegenüber steht das innere Gefüge , die Struktur . In Abhängigkeit von der Fragestellung können strukturelle Untersuchungen je nach gewünschter "Auflösung" vom makroskopischen über den mikroskopischen bis zum molekularen Bereich durchgeführt werden.

Der Begriff "Anatomie" leitet sich von der griechischen Präposition ni, "hinein", "hinauf" und dem Verb minini für "schneiden" ab. Erst anatomische Sektionen haben aus der jahrhundertelang stagnierenden ärztlichen "Kunst" eine moderne Wissenschaft gemacht, die sich zum Wohl der Patienten stetig weiter entwickelt. Moderne Anatomen "zergliedern" nicht mehr ausschließlich mit dem Skalpell. Anatomische Untersuchungen umfassen neben der makroskopischen Ebene selbstverständlich auch mikroskopische und ultrastrukturelle Studien. Besonders vielversprechend ist der Aufbruch in molekulare Dimensionen, wo zusammen mit den medizinischen Grundlagenfächern Biochemie und Physiologie die wissenschaftlichen Grundlagen für die Prophylaxe, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von Erkrankungen erarbeitet werden. Der Anatomie geht es um die Aufklärung von Struktur-Funktions-Beziehungen, und in diesem Bemühen wurde inzwischen eine molekulare "Auflösung" erreicht. Daher bilden anatomische Kenntnisse nach wie vor eine wesentliche Grundlage ärztlichen Handelns. Das Fach wird klassischerweise eingeteilt in:

makroskopische Anatomie,

mikroskopische Anatomie,

Embryologie/Entwicklungsgeschichte

Die Embryologie ist weitgehend der molekular und funktionell orientierten Entwicklungsbiologie gewichen. Die deskriptive Anatomie beschreibt Befunde aus den genannten Teilgebieten der Anatomie, während die funktionelle Anatomie Befunde zu einem funktionellen Zusammenhang verbindet.
1.1 Gliederung und Messgrößen des Körpers

Der Grundbauplan des menschlichen Körpers folgt dem der Wirbeltiere . Hinzu kommen säugetier spezifische Merkmale sowie Besonderheiten des Baus, wie sie nur bei den nächsten Verwandten im Tierreich, den Primaten und insbesondere den Hominiden ( Menschenaffen ), vorkommen. Schließlich gibt es ganz spezifische Merkmale, durch welche sich der Bau des menschlichen Körpers von dem der Hominiden unterscheidet.

Das namengebende morphologische Merkmal aller Wirbeltiere (Vertebraten) ist die Wirbelsäule . Typisch für Wirbeltiere ist außerdem die Ausbildung einer mehrschichtigen Epidermis und eines Gehirns , das zusammen mit den großen Sinnesorganen, von einer schützenden Kapsel umgeben wird.

Das namengebende morphologische Merkmal aller Säugetiere ist die Ausbildung der Brust- oder Milchdrüse (Glandula mammaria). Weitere Merkmale sind Lippen und Wangen (saugen!), die spezifische Ausbildung des Endhirns (Telencephalon) mit einem neuen Typ der Hirnrinde und die vorgeburtliche Entwicklung im Mutterleib unter Ausbildung einer Plazenta . Die meisten Säugetiere besitzen außerdem ein dichtes Haarkleid.

Unsere nächsten Verwandten sind die Primaten (Affen) und von diesen wiederum die Menschenaffen ( Hominidae ). Zu diesen werden die Orang-Utans, Gorillas, Schimpansen und auch der Mensch gerechnet. Ein Vergleich des genetischen Materials von Mensch und Schimpanse zeigt, dass das Erbgut von Schimpansen zu 98,8 % mit dem des Menschen übereinstimmt. Zu den gemeinsamen morphologischen Merkmalen der Hominiden zählen u. a. ein ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus , eine verringerte Anzahl von Lendenwirbeln und eine

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