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Augenärztliche Begutachtung von Burggraf, Max Harald (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.05.2016
  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
eBook (ePUB)

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Augenärztliche Begutachtung

Sicher in der augenärztlichen Begutachtung. Verständlich: - prägnante Begriffsdefinitionen, - transparente Aufbereitung der juristischen Grundlagen für die medizinische Praxis - ausführliche Erklärungen zu aktuellen Verordnungen und Rechtsvorschriften umfassend: - kurze Abschnitte zur Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie zu in der Begutachtung häufigen Krankheitsbildern - viele Einzelheiten und spezielle Begutachtungssituationen für eine sichere Begutachtungsbasis praxistauglich: - optimale Orientierung durch knappe und übersichtliche Darstellung von Vorbefunden, Beschwerden, Gutachten etc. - aussagekräftige Abbildungen, übersichtliche Schaubilder - klare Gliederung, ausführliches Stichwortverzeichnis Jederzeit zugreifen: Der Inhalt des Buches steht Ihnen ohne weitere Kosten digital in der Wissensplattform eRef zur Verfügung (Zugangscode im Buch). Mit der kostenlosen eRef App haben Sie zahlreiche Inhalte auch offline immer griffbereit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 696
    Erscheinungsdatum: 25.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783132001411
    Verlag: Georg Thieme Verlag KG
    Größe: 13250 kBytes
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Augenärztliche Begutachtung

1 Begutachtungsgrundlagen

1.1 Was heißt Begutachten?

Medizinische Begutachtung ist ein logisches Zuordnen festgestellter von der physiologischen Norm abweichender Körperzustände und Funktionen zu vorgegebenen Richtlinien und Bestimmungen (Gesetze, Vorschriften, Verträge; Abb. 1.1 ). Dieses Zuordnen erfolgt in Kenntnis medizinisch-naturwissenschaftlicher Gegebenheiten und Verläufe nach den rechtlich vorgegebenen (Kausalitäts)-Normen .

Abb. 1.1 Der Begutachtungsweg.

Definition

Ein Augengutachten ist eine auf Befundauswertungen und/oder Untersuchungen beruhende augenärztliche Stellungnahme auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und vorgegebener Richtlinien.

Allen diesen Vorgaben ist zu eigen, dass sie nach funktionellen Kriterien erfolgen und zugleich die unterschiedlichen Anwendungsgebiete berücksichtigen: Berufs-, Erwerbsleben, Verkehr, Behandlungsbedürftigkeit, Schadenregulierung u.a.m.

Merke

Die medizinische Begutachtung folgt dem durchgängigen Prinzip der Bewertung funktioneller Beeinträchtigungen .

Zur Begutachtung müssen dem Arzt die einschlägigen Bestimmungen dazu vertraut sein; er muss die allgemeinen und speziellen Rechtsnormen beherrschen. Dieses beginnt bereits bei einer Krankschreibung behandelter Patienten. Hier ist er stets mit gutachterlichen Fragestellungen konfrontiert. Die Diagnose und der Sachverhalt sind in ihrer akut vorliegenden Situation zu beurteilen, wie z.B.: Muss der Arbeitsprozess, den der Patient gerade ausführt, unterbrochen werden und liegt ein Leiden, eine vorübergehende akute Erkrankung, ein Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit vor? Um folgerichtig bewerten zu können, müssen neben den medizinischen Krankheitsbildern die Rechts- und/oder Vertragsvorschriften gekannt werden: So ist die "Krankschreibung" nicht gleichzusetzen mit Arbeitsunfähigkeit (obwohl diese Ausdrücke im täglichen Leben nahezu identisch angewandt werden). Ein Patient kann erkrankt sein, er muss dadurch nicht zwangsläufig auch arbeitsunfähig sein! Während die eine Beurteilung auf den Körperzustand ausgerichtet ist (Feststellen einer pathologischen Abweichung vom Gesunden), richtet sich die Wertung bei der Arbeitsunfähigkeit nach den Zweckbestimmungen und Erfordernissen der Arbeitswelt: Ist die Erkrankung derart, dass dadurch den Arbeitsanforderungen der aktuellen Tätigkeit nicht mehr genügt werden kann oder bei einer Weiterarbeit für den Betroffenen die ernsthafte Gefahr einer Verschlimmerung besteht? Im Übrigen kommt der AU-Bescheinigung rechtlich ein erheblicher Beweiswert zu; sie begründet grundsätzlich die Vermutung der Richtigkeit (LAG München 2 Sa 809/90), aber ebenso haftet der Ausstellende für falsche Bescheinigungen (U-92; U: Urteilspiegel S. 640ff).

Die häufigsten Fehler in einem Gutachten sind:

weitere Themenkreise anzusprechen, wenn sie nicht gefordert sind;

unverwertbare Angaben für das angesprochene Versicherungsgebiet, so z.B. MdE-Angaben bei der Rentenversicherung oder in der privaten Unfallversicherung (damit ist das gesamte Gutachten für den Auftraggeber ohne Wert, da von der MdE-Angabe nicht rückgeschlossen werden kann);

kein eindeutig festgelegtes Ergebnis im Sinne der 4 Kriterien: möglich - beides gleichwertig - wahrscheinlich - nicht zu entscheiden.
1.1.1 Zweck medizinischer Begutachtung

Dem geschädigten, erkrankten, gealterten oder behinderten Menschen stehen Sach- und/oder Geldleistungen auf sozialem, rechtlichem und vertraglichem Gebiet zu. Um diese Leistungen zu erhalten, muss der Beanspruchende nachweisen, dass er die Voraussetzungen für solche Gewährungen erfüllt. Soweit es sich dabei um medizinische Belange handel

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