text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Angst vergeht, der Zauber bleibt Therapeutisches Zaubern® in Arztpraxen und Krankenhäusern von Neumeyer, Anna-Elisabeth (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.09.2016
  • Verlag: Mabuse-Verlag
eBook (PDF)
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Angst vergeht, der Zauber bleibt

Im medizinischen Alltag sind solche Situationen wohl vertraut: verkrampfte erwachsene Patienten, weinende oder sich vollkommen verweigernde kranke Kinder, nervöse Angehörige. Und dann soll man mit der Spritze in der Hand Ruhe in die Situation bringen?! Manchmal müsste man zaubern können ... Wie das geht, zeigt das Buch der erfahrenen Hypnotherapeutin Anna-Elisabeth Neumeyer. Sie stellt eindrucksvolle, wirksame und in der Praxis erprobte Zauberkunststücke vor, die sie für den medizinischen Bereich mit speziellen Metaphern und Suggestionen ausgestaltet hat. Mit ihrer Hilfe lässt sich eine angespannte Situation leicht in eine zauberhafte Atmosphäre verwandeln, in der die Patienten aus ihrer Abwehrhaltung herauskommen können. Das Buch, in das Rückmeldungen über die Anwendung des Therapeutischen Zauberns® in zahlreichen medizinischen Einrichtungen miteingeflossen sind, richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, ZahnärztInnen, PhysiotherapeutInnen, ArzthelferInnen, Hebammen und andere medizinisch Tätige. Die Zauberkunststücke lassen sich leicht aneignen und sind auf den Berufsalltag abgestimmt. Mit einem Vorwort von Eckart von Hirschhausen. Anna-Elisabeth Neumeyer (Rufname: Annalisa), Diplom-Sozialpädagogin, Therapeutin für Klinische Hypnose (M.E.G.), approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, ausgebildet in Pantomime und Schauspieltraining. Urheberin des Therapeutischen Zauberns®. Seit vielen Jahren ist sie selbständig in eigener Praxis für klinische Hypnose (M.E.G.) und dem Institut für Therapeutisches Zaubern®, wo sie zertifizierte Zaubertherapeuten ausbildet. Sie ist Referentin an verschiedenen Zahnärztekammern an psychotherapeutischen Instituten, an Ausbildungs-Instituten für Klinische Hypnose (M.E.G). und bei internationalen psychotherapeutischen und zahnärztlichen Kongressen. Von der Zeitschrift Für Sie ist sie 2004 unter die 50 tollsten Frauen des Jahres gewählt worden. 'Die Angst vergeht, der Zauber bleibt' ist bereits ihr viertes Buch zum Therapeutischen Zaubern®.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 215
    Erscheinungsdatum: 30.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863213787
    Verlag: Mabuse-Verlag
    Größe: 2009 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Angst vergeht, der Zauber bleibt

1Die heilsame Wirkung von Zauberei, Hypnose und Magie

Die Geschichte der Zauberei lässt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. So findet sich unter den 18 000 Jahre alten Malereien der berühmten Höhle von Lascaux in Südfrankreich die Abbildung einer Figur, die von der Wissenschaft übereinstimmend als Zauberer interpretiert wird. In anderen Bilderhöhlen, die gegen Ende der letzten Eiszeit entstanden, finden sich ebenfalls zahlreiche Hinweise auf magische Rituale und Praktiken.

Zauberer waren - und sind bei vielen indigenen Völkern auch heute noch - die Wissenden, die den Menschen, dem einfachen Volk wie den Herrschenden, die unverständlichen Geschehnisse der Welt deuten konnten. Zauberer sollten also die Welt erklären. Zugleich sollten sie auch Bedürfnisse und Wünsche erfüllen, vor allem Wünsche, die nicht mit materiellen Mitteln zu erlangen waren. Zauberinnen und Zauberer verfügten in der Regel über ein umfangreiches Heilwissen; Heilung und Magie gehörten oft nahezu untrennbar zusammen. Suchte man Heilung, wandte man sich deshalb ganz selbstverständlich an den Zauberer, ebenso vor wichtigen Entscheidungen. Ihr umfangreiches Wissen und besonders ihr vermeintliches Vermögen, hinter die Dinge zu blicken, machten sie zu gefragten Ratgebern.

Talismane, magische Glücksbringer, haben in allen Kulturen eine lange Tradition, man denke nur an den Reliquienkult des Christentums. Auch heute noch benutzen wir ganz selbstverständlich Talismane. Viele Menschen statten zum Beispiel ihr Auto mit einem "Schutzzauber" aus: Vor Kurzem brachte mich eine Seminarteilnehmerin mit dem Auto zum Flughafen. Sie stufte sich als Realistin ein, magisches Denken sei ihr und ihrem Mann fremd. Von der Ablage ihres Wagens blickten mich zwei Kuscheltierchen an. "Diese zwei Bärchen haben wir von meinen Schwiegereltern bekommen, sie sollen auf uns aufpassen! Wir haben nun das dritte Auto, und sie wandern immer mit, so viel zur Allgegenwärtigkeit der Magie!", meinte sie dann lachend.
1.1Ungewaschene Pullover und andere Glücksbringer

Wir kennen auch Hufeisen an den Türen, Schokoladenglückskäfer und Marzipanglücksschweinchen, Glücksklee und magische Verhaltensregeln, wie diejenige, sich nicht über Kreuz die Hand zu geben. Viele Hotels haben die Zimmernummer 13 ausgelassen - und welcher Patient liegt gerne auf Zimmer 13? Ein Glückskleeblatt zu finden macht Freude, weil ein vierblättriges Kleeblatt selten ist. Die Freude über den Fund hat eine positive Auswirkung. Das ist etwas ganz Besonderes, das bringt mir Glück.

Geliebte Gegenstände, die Bärchen im Auto, der Glücksstein in der Tasche, beruhigen und erfreuen und helfen damit, neue Situationen anzugehen, schon deshalb sind sie eine Art Glücksbringer. Denken Sie an die Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2010, als der Bundestrainer Joachim Löw seinen blauen Pulli nach dem sensationell gewonnenen Spiel gegen England - natürlich ungewaschen - auch beim Spiel gegen Argentinien tragen musste! Oder an die Kandidaten in Quizshows, die mit den Kuscheltieren ihrer Kinder antreten. Magische Rituale sind also eine Form von Autosuggestion, zauberhafte Beruhigungsformeln und Sicherheitsanker. Sie können in schwierigen Situationen helfen, Ängste zu überwinden, Mut zu fassen und neue Hoffnung zu finden.

Erleichternde Rituale sind in vielen medizinischen Situationen hilfreich:

- Bei der Vorbereitung auf Operationen: Hier können Eltern einbezogen werden, indem sie beispielsweise die Infusionsflasche halten und die Tropfen zählen. Das beruhigt die kleinen Patienten und lässt sie die Anteilnahme der Eltern spüren; die Eltern wiederum sind froh, etwas für ihr Kind tun zu können - auch der Behandler wird entlastet.

- Bei Kinderärztinnen während der Untersuchungen des Kindes: Ein Arzt spricht zum Beispiel

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen