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Dobbertin: Lehrbuch und Atlas der Bronchoskopie, 2. Auflage

  • Verlag: Verlag Hans Huber
eBook (PDF)
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Online verfügbar

Dobbertin: Lehrbuch und Atlas der Bronchoskopie, 2. Auflage

Ingrid Dobbertin / Rainer Dierkesmann / Martin Kohlhäufl
Lehrbuch und Atlas der Bronchoskopie
Geschichte, Techniken, Krankheitsbilder
2., vollst. überarb. und erw. Aufl. 2008. 553 S., 1096 Abb., 13 Tab., durchgehend vierfarbig, Gb + DVD (Inhalte auf Anfrage)
ISBN: 978-3-456-84489-3

Mit einer Fülle einzigartigen Bildmaterials stellt dieses Lehrbuch alle bronchoskopisch sichtbaren Erkrankungen dar. Bronchoskopisches Erscheinungsbild, Diagnostik, Differenzialdiagnose, Klinik und Therapie werden systematisch erklärt. Besondere Kapitel geben Auskunft über

Geschichte der Bronchoskopie
Indikation, Vorbereitung, Technik, Materialentnahme und Komplikationen
Behandlungsbronchoskopie: Laser-, Zangenrekanalisation, Stentimplantation, endobronchiale Bestrahlung
neue Verfahren: Fluoreszenzbronchoskopie, endobronchiale Sonographie, Bronchographie
bronchopulmonale Zytologie.

Die jahrzehntelange Erfahrung der Autoren in Praxis und Lehre der Bronchoskopie macht dieses Buch zu einem Standardwerk für alle, die Bronchoskopien durchführen oder erlernen.

Jetzt mit einem umfangreichen, systematisch aufgebauten Videofilmarchiv von bronchoskopischen Untersuchungen auf DVD.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 555
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456944890
    Verlag: Verlag Hans Huber
    Größe: 22550 kBytes
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Dobbertin: Lehrbuch und Atlas der Bronchoskopie, 2. Auflage

1. Benigne Tumoren allgemein, verschiedene Histologietypen (S. 263-264)

Benigne Tumoren der unteren Atemwege sind selten, wesentlich seltener als maligne, und stellen wegen ihrer Größe und ihres Aussehens manchmal besonders eindrucksvolle bronchoskopishe Befunde dar. Der benigne Charakter eines Tumors lässt sich nach seinem bronchoskopischen Aussehen zwar manchmal vermuten, nie aber mit Sicherheit annehmen. Offenbar in Beziehung zum langsamen Wachstum dieser Tumoren findet man gelegentlich eine Aufweitung des tumortragenden Bronchusabschnitts. Manchmal sind benigne Tumoren gestielt. Am häufigsten sind Papillome oder Papillomatosen. Karzinoide wurden früher den benignen Tumoren zugeordnet, heute rechnet man sie den Karzinomen zu. Als seltene Tumoren ohne relevante maligne Potenz findet man Fibrome (Abb. 12/1-2, 12/5), Neurinome und Neurofibrome (4), Lipome (Abb. 12/12) (15), Chondrome (Abb. 12/3-4) (7,10,16),Leiomyome (Abb.12/10) (8), Adenome (14) und Hämangiome (Abb. 12/11), alle sehr selten. Granulosazelltumoren (6,14) sind benigne Tumoren, die von den Schwann-Zellen ausgehen und meist die Haut und die Zunge befallen, selten aber auch in den unteren Atemwegen auftreten können, dort meist im Bereich von Karinen (Abb. 12/8), z.T.multilokulär. Polypen (Abb. 12/7) findet man in den unteren Atemwegen selten (16).Papillome, Papillomatosen und selten auch Granulosazelltumoren können maligne entarten.

Benigne Tumoren weden oft spät diagnostiziert (5, 20, 22), in der Trachea meist erst dann,wenn bereits eine höhergradige Dyspnoe und Stridor vorhanden sind. Die Beschwerden dieser Patienten werden nicht selten als Asthma interpretiert,zumal Thoraxübersichtsaufnahmen oft keinen auffälligen Befund zeigen.Bei härteren Bildern und genauem Hinsehen sieht man allerdings oft eine durch den Tumor verursachte Unterbrechung der Luftsäule in Trachea oder Hauptbronchien. Bei bronchialer Lokalisation lassen sich oft rezidivierende poststenotische Pneumonien gleicher Lokalisation erfragen.Die meisten benignen mesenchymalen Tumoren können sowohl peripher in der Lunge als auch in Trachea und Bronchien auftreten, dies z. T. mit sehr unterschiedlicher Häufigkeit: Chondrome sind als periphere Lungenrundherde ein relativ häufiger Tumor, endobronchial sind sie dagegen sehr selten und in der Trachea eine Rarität.

Die bronchoskopische Entfernung benigner Tumoren kann zur Klärung des Tumorabgangs als vorläufige Maßnahme vor einer geplanten Resektion oder als definitive Therapie erfolgen.Bei sehr großen,das Lumen der Trachea hochgradig stenosierenden Tumoren ist sie manchmal schwierig. Am besten ist es in solchen Fällen,den Laser einzusetzen.

2. Papillome, Papillomatose

Papillome (Abb. 12/13-31) sind Schleimhauttumoren, die v. a. im Kehlkopfbereich und bei Kindern vorkommen (19), aber auch im Tracheobronchialsystem und bei Erwachsenen auftreten können. Rezidivierende multilokuläre Papillome haben eine virale Ätiologie,wobei am häufigsten HPV6 und HPV11 gefunden wird (2,5,21). In bronchologischen Abteilungen sieht man diese Patienten,wenn die Papillome sich auf Trachea und/oder Bronchialsystem ausgedehnt haben (18) oder wenn sie, was bei Erwachsenen häufiger ist,dort primär lokalisiert sind und zu Stenosen, post- stenotischen Komplikationen oder Hämoptysen geführt haben.Oft findet man allerdings bei genauem Absuchen Papillome dann auch im Kehlkopf. Manchmal bleiben die Papillome langfristig auf ein umschriebenes Areal begrenzt (Abb. 12/17, 12/19,12/31).In vielen Fällen sind die Papillome multilokulär oder rasenförmig ausgedehnt im Sinne einer Papillomatose (Abb. 12/13-14, 12/16, 12/23, 12/25). Morphologisch erscheinen Papillome warzenartig oder träubchenförmig und sind durch ein besonderes Oberflächenmuster gekennzeichnet, das mit der Gefäßversorgung des Tumors in Beziehung steht und in der Aufsicht als rote Punktierung oder Felderung imponiert (Abb. 12/11, 12/13, 12/31).

Papillome s

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