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Gerontopsychosomatik und Alterspsychotherapie Grundlagen und Behandlung aus verhaltenstherapeutischer Sicht von Volkmar, Sabine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.07.2013
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (ePUB)
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Gerontopsychosomatik und Alterspsychotherapie

Die psychotherapeutische Behandlung Älterer stellt trotz des demografischen Wandels bisher eher randständiges Thema dar. In diesem Buch werden ausgehend von gerontopsychologischen Schwerpunktthemen die Grundlagen der Gerontopsychosomatik und Alterspsychotherapie aus verhaltensmedizinischer Sicht anhand der wichtigsten Störungsbilder dargestellt. Das Praktikerbuch bietet neben Diagnostikhilfen nach ICD-10 und Fallbeispielen spezifische und wissenschaftlich fundierte Psychotherapie- und Interventionsformen für ältere Patienten.

Sabine Volkmar (geb. Geyer), Dipl.-Psychologin und Dipl.-Psychogerontologin, 2008-2011 Aufbau einer Alterspsychotherapiestation Schön Klinik Bad Staffelstein, ab 2012 Tätigkeit an der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Bamberg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 184
    Erscheinungsdatum: 04.07.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170274266
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 8787 kBytes
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Gerontopsychosomatik und Alterspsychotherapie

Teil II: Alterspsychotherapie in der Praxis

Weder im ICD-10 noch im DSM-IV gibt es gesonderte Kapitel, in denen alterstypische psychische Erkrankungen definiert sind. Deshalb ist der Praktiker gezwungen, sich an den bisher vorliegenden, altersübergreifenden Störungsbildern in der Diagnostik zu orientieren. Zu den häufigsten psychischen Störungen im Alter zählen Demenzen, Depressionen und Angststörungen, welche in den folgenden Kapiteln detailliert vorgestellt werden.

Da es für den Praktiker schnell offensichtlich wird, dass psychische Störungen im Alter sich nicht immer in den bisherigen Störungsdefinitionen abbilden lassen, gibt es aktuell die in Tabelle 12 vorgestellten Diagnosevorschläge für psychische Erkrankungen mit Altersrelevanz (vgl. Maercker 2002, 2003). Es bleibt zu hoffen, dass diese Eingang in die Überarbeitungen der gängigen Klassifikationssysteme finden.

Tab. 12: Psychische Störungen mit Altersrelevanz (z.T. Diagnosevorschläge; nach Maercker 2003, S. 133)

Diagnosevorschlag

Kurzbeschreibung

Bisheriger ICD-10 Code

Kurz dauernde rezidivierende Depression

Depressive Verstimmung als Kernsymptom, weitere vier Symptome wie bei Major Depression vorhanden, aber nur ein bis zwei mehrtägige Episoden pro Monat

F33.8

Komplizierte Trauer

Verlust einer bedeutsamen Bezugsperson vor mind. 13 Monaten. Drei von acht Symptomen aus den Bereichen Intrusion, Vermeidung und Fehlanpassung sind vorhanden

F43.22

Anpassungsstörung

Bisher pathogenetisch schlecht definierte Belastungssyndrome

F43.xx

Gemischte Angst und depressive Störung

Dysphorische Verstimmung als Kernsymptom für mindestens einen Monat. Mind. vier weitere Symptome

F41.2

Posttraumatische Belastungsstörung mit spätem Beginn

Kurz- oder langanhaltendes Ereignis von außergewöhnlicher Bedrohung in der Vergangenheit. Symptome aus den Bereichen Intrusion, Vermeidung und physiologischer Übererregung

F43.1

Leichte kognitive Beeinträchtigung

Kognitive Beeinträchtigung über mind. zwei Wochen in Gedächtnis-, Exekutiv-, Aufmerksamkeits-, Sprach- und perzeptiven motorischen Fähigkeiten, die neurologisch und neuropsychologisch objektivierbar sind.

F06.7

Psychose der Alzheimer-Demenz

Visuelle oder auditive Halluzinationen und/oder Wahn und Alzheimer-Demenz vorhanden. Ausschlusskriterien : Schizophrenie, wahnhafte Psychose, Delirium etc.

F00.x1

In den folgenden Kapiteln sollen die wichtigsten psychischen Störungen mit Altersrelevanz nach ICD-10 definiert sowie verhaltenstherapeutische Interventionen dargestellt werden. Neben Diagnostikhilfen, Fallbeispielen, spezifischen und wissenschaftlich fundierten Psychotherapie- und Interventionsformen für ältere Patienten orientiert sich dieser Abschnitt an den gerontopsychologischen Schwerpunktthemen des Alters. Hierdurch kann neben einem störungsspezifischen Vorgehen auch eine themenspezifische Nutzung des vorliegenden Buches gewährleistet werden. Eine einfache Anwendung des Buches ausgehend von bestehenden Belastungsfaktoren hin zu verhaltenstherapeutischen Behandlungsansätzen der verschiedenen psychischen Störungen wird ermöglicht. Dies bedeutet konkret, dass am Beispiel pflegender Angehöriger die Themen

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