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Handeln - Denken - Sprache: Handlungs- und entwicklungsorientierte Sprachtherapie Handlungs- und entwicklungsorientierte Sprachtherapie von Eichholzer, Maja (eBook)

  • Verlag: Hogrefe Verlag Bern (ehemals Hans Huber)
eBook (PDF)
26,99 €
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Handeln - Denken - Sprache: Handlungs- und entwicklungsorientierte Sprachtherapie

Sprache ist dem Menschen eigen wie das Bellen dem Hund oder das Pfeifen dem Vogel. Sie steht stellvertretend für die Wirklichkeit durch das gesprochene und geschriebene Wort. In der kindlichen Entwicklung beeinflussen sich die Wahrnehmungsentwicklung, die Ich-Entwicklung und die symbolische Entwicklung gegenseitig. Im vorliegenden Buch stellt die Autorin nach jahrelangen therapeutischen Erfahrungen in der Logopädie die Hypothese auf, dass sprachlich auffällige Kinder immer ein Defizit in der Eigenaktivität aufweisen. Das Ziel ist, dass neben der Sprache andere Bereiche in die Therapie einbezogen werden: motorische, kognitive, emotionale und soziale Entwicklungsbereiche. Sprachlich auffällige Kinder weisen in der Entwicklungsstruktur ihrer Sprache immer mangelhafte Eigenaktivität, Neugier-, Nachahmungs- und Symbolverhalten auf. Mit der handlungs- und entwicklungsorientierten Sprachtherapie zeigt die Autorin auf, wie es möglich ist, mangelhafte oder fehlende Entwicklungsschritte bei sprachlich auffälligen Kindern durch das Tun in einer entsprechenden kognitiven und emotionalen Aktivität aufzuarbeiten. Im ersten Teil des Buches beschreibt sie die Bereiche der frühkindlichen Entwicklungen, die Erwerbsmöglichkeiten von Sprachverständnis und einen Anteil über das therapeutische Verhalten. Im zweiten Teil erfährt der Leser, wie diese Therapieform bei unterschiedlichen sprachlichen Störungsbildern angewendet werden kann. Das Buch richtet sich an Fachpersonen aus Logopädie, Pädagogik, Heilpädagogik, Psychologie und Medizin.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 139
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456948522
    Verlag: Hogrefe Verlag Bern (ehemals Hans Huber)
    Größe: 7313 kBytes
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Handeln - Denken - Sprache: Handlungs- und entwicklungsorientierte Sprachtherapie

" II Praktischer Teil (S. 77-79)

"Der Mensch ist grundsätzlich ein aktives Wesen, sein Lernen beruht auf engagierter Aktivität, nicht auf passiver Übernahme vorgefestigter Lerninhalte." J. Piaget

1 Spezifische Anwendung

Ich beschreibe die verschiedenen Störungsbilder, bei denen ich die handlungs- und entwicklungsorientierte Sprachtherapie mit Erfolg eingesetzt habe.

1.1 Im Bereich der Frühförderung mit Berücksichtigung der Entwicklungsschritte

Die logopädische Frühförderung wurde erst in den vergangenen Jahren als wichtiger Bestandteil der logopädischen Tätigkeit betrachtet und wird seither erfolgreich angewendet. Man hat erkannt, dass sprachlich auffällige Kleinkinder meistens nur auf einem oder auf zwei Entwicklungsbereichen beeinträchtigt sind. Zollinger (1995) spricht dabei von einem heterogenen Entwicklungsprofil. Die logopädische Frühförderung wendet nicht eine spezifische Förderung an, sondern versucht die mangelnden oder fehlenden Entwicklungsschritte, die für den Spracherwerb und den Sprachaufbau nötig sind, aufzuarbeiten.

Darin enthalten sind die Bereiche der Neugier, der Nachahmung, der Eigenaktivität, der Symbolentwicklung, des Mittel-zum-Zweck-Denkens, und des Ursache/Wirkungs-Denkens. Das sind eigentlich alles Entwicklungsschritte, die das Kind im Bereich der Sensomotorik bereits hätte erwerben müssen. Die Gründe, warum sprachlich auffällige Kleinkinder meistens Defizite in Entwicklungsbereichen der Sensomotorik zeigen, kennt man nicht so genau. Beispiel: Lea kommt mit fast 4 Jahren zu mir in die Sprachtherapie. Sie spricht einzelne Wörter wie "Mama, Papa, heiss, ha, do, nei, meh, ade" (Papa, Mama, heiss, haben, hier, nein, mehr, auf Wiedersehen) Ihr Spielverhalten entspricht dem eines 20 Monate alten Kindes.

Obwohl Lea schon bald 4-jährig ist, bleibt ihre Entwicklung vor allem im Bereich der Exploration zurück. Ich biete ihr einen Apfel und einen Aushöhler. Sie schaut mich an und wartet ab, bis ich ihr die Aufgabestellung verrate: "Du chasch de Öpfel chliner mache!" (Du kannst den Apfel kleiner machen!). Sie schaut vor sich hin, an mir vorbei und macht nichts. Ich nehme den Apfel, führe ihre linke Hand, damit sie den Apfel ergreift, ihre rechte Hand führe ich zum Aushöhler. Ich frage sie: "Söll i?" (Soll ich?). Lea versteht nicht, was ich mit dieser Frage meine. Langsam führe ich ihre rechte Hand mit dem Aushöhler zum Apfel und steche hinein. Wir bohren den"

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