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Kniegelenknahe Osteotomien Indikation - Planung - Operationstechniken mit Plattenfixateuren

  • Erscheinungsdatum: 20.08.2014
  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
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Kniegelenknahe Osteotomien

Das einzige, umfassende Referenzwerk zum aktuellen Wissensstand der Osteotomietechnik im deutschsprachigen Raum. In diesem Werk werden von besonders erfahrenen Autoren die Indikationen und Grundlagen,Planungsschritte, Operationstechniken und die Nachbehandlung kniegelenknaher Osteotomien unter Berücksichtigung der neu entwickelten spezifischen Implantate und Verfahren dargestellt. Jetzt in neuer, deutlich erweiterter Auflage mit 10 zusätzlichen Kapiteln!

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 291
    Erscheinungsdatum: 20.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783131735720
    Verlag: Georg Thieme Verlag KG
    Größe: 21340 kBytes
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Kniegelenknahe Osteotomien

1 Geschichte der knienahen Osteotomie

M. Jacobi, R. P. Jakob
1.1 Einleitung

Heute nehmen Osteotomien rund ums Kniegelenk eine wichtige Rolle bei der Behandlung von verschiedenen Pathologien am Kniegelenk ein. Bis es soweit kam, waren grundlegende Entwicklungen und Technologien nötig. Obwohl erste Hinweise für Osteotomien schon in der Antike und auch im Mittelalter dokumentiert sind, erfolgte die eigentliche Verbreitung erst im 19. Jahrhundert und war nur durch die Einführung von Anästhesie (Long 1849, Rae et al. 1997), Asepsis (Lister 1867, Lister 1867) und durch die bessere Kontrolle von Blutungen (von Esmarch 1873) möglich. Auch die Einführung der Radiologie war für diese Entwicklung wichtig (Röntgen 1895, Röntgen 1896, Röntgen 1897). Während in der Anfangszeit Fehlstellungen, bedingt durch die damals weitverbreitete Rachitis, oder auch posttraumatische Fehlstellungen und Kontrakturen die Hauptindikationen waren (Macewen 1880), hat sich die Indikationsstellung stark verändert. Heute werden die meisten Patienten aufgrund von lokalisierten Knorpelschäden respektive unikompartimentellen Arthrosen am Kniegelenk behandelt.
1.2 Antike und Mittelalter

Im Buch "Die Resectionen der Knochen und Gelenke" schreibt Dr. Hermann Lossen 1894 zur Geschichte der Osteotomie (Lossen 1894): "Die ersten Spuren einer Knochentrennung mittelst schneidender Instrumente finden sich bei Paul von Aegina, welcher den Rath gibt, da, wo es sich um das Widerbrechen deform geheilter Fracturen handelt, den harten Callus mit dem Messer blosszulegen und empfiehlt in ähnlichen Fällen, den Callus durch Schaben zu verdünnen oder zu zerstören, damit dann der künstliche Knochenbruch auch sicher im Callus und nicht an einer andern Stelle des Knochens erfolge."

Campenon (Campenon 1883) erwähnt, dass Hippokrates Osteotomien für Fehlstellungen verwendete, ebenso der bereits erwähnte Paul von Aegina. Im Mittelalter empfahl Albucasis (Abu I-Qasim Chalaf ibn al-Abbas az-Zahrawi, 936–1013 aus Cordoba) Osteotomien bei Ankylosen anzuwenden und Jacques Daléchamps (1523–1588 aus Lyon) bei Fehlstellungen.
1.3 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert werden erste Osteotomien 1815 durch Lemercier aus Frankreich, 1816 durch Wasserfuhr aus Stettin, 1826 durch Riecke aus Tübingen, 1827 durch Barton aus Pennsylvania (Barton 1827), 1830 durch Rogers aus New York, 1844 durch Von Gurdon aus New York, 1849 durch Mayer aus Würzburg und 1852 durch Langenbeck aus Göttingen (Langenbeck 1954) durchgeführt (Campenon 1883, Lossen 1894). Letzterem wird die erste subkutane Osteotomie zugeschrieben. In dieser Zeit waren die häufigsten Indikationen Ankylosen und Fehlstellungen.

Billroth aus Zürich verwendete 1868 in ebenfalls subkutaner Technik erstmals einen Bildhauermeißel (Billroth 1870). Aus seiner Sicht war der Meißel geeigneter als die zuvor oftmals benutzte Stichsäge und Kettensäge (Heine 1832, Lossen 1894; ? Abb. 1.1 ).

Abb. 1.1 Zur Knochendurchtrennung wurden im 19. Jahrhundert verschiedene Instrumente verwendet.

Abb. 1.1a Heine-Osteotom in Form einer Kettensäge.

Abb. 1.1b Stichsäge nach Langenbeck.

Abb. 1.1c Meißel nach Bilroth.

Durch die Einhaltung der Asepsis konnte ab 1874 eine wesentliche Komplikation besser beherrscht werden (Lister 1867, Lister 1867). Aufgrund der häufigen Infektionen waren Osteotomien zuvor lebensgefährlich. Volkmann war der erste, welcher eine antiseptische Osteotomie 1874 aufgrund einer Knieankylose durchf&

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