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Kurzlehrbuch Gynäkologie und Geburtshilfe

  • Erscheinungsdatum: 25.03.2015
  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kurzlehrbuch Gynäkologie und Geburtshilfe

Das Kurzlehrbuch enthält alle relevanten Informationen zur Gynäkologie und Geburtshilfe. Neben den Lerninhalten, die Dich auf die Prüfung vorbereiten, bekommst Du viele Infos, die Dir in der Praxis helfen werden: - Fallbeschreibungen am Beginn jeden Kapitels - Praxistipps - Kapitel zur gynäkologischen Untersuchung und den Leitsymptomen Die Extras der Kurzlehrbuchreihe: wie Key points, klinische Fälle, Merke-Kästchen und auch die praktischen Tipps, unterstützen Dich beim Lernen. Das Kurzlehrbuch wird in Campus erscheinen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 534
    Erscheinungsdatum: 25.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783131678621
    Verlag: Georg Thieme Verlag KG
    Größe: 24957 kBytes
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Kurzlehrbuch Gynäkologie und Geburtshilfe

1 Gynäkologische Anatomie und ihre Störungen

C. Eberle
1.1 Klinischer Fall

Leas Fehlbildung

Unterbauchschmerzen
Lea E. sitzt nüchtern im Wartebereich der gynäkologischen Abteilung der Uniklinik. Die 32-Jährige war vor einigen Tagen wegen Unterbauchschmerzen zu ihrer Frauenärztin gegangen, die völlig überraschend eine Fehlbildung ihrer Gebärmutter festgestellt hatte. Dass sie eine solche Fehlbildung hat, wusste Frau E. bis dahin noch gar nicht. Eine exakte Diagnose hatte ihre Gynäkologin, Frau Dr. Gärtner, noch nicht gestellt, sie wollte erst die Untersuchungsbefunde der ambulanten Uterus- und Bauchspiegelung in der Klinik abwarten, für die sie gleich einen Termin vereinbart hatte.
Während Lea wartet, grübelt sie über ihren bis jetzt leider noch unerfüllten Kinderwunsch. Dass ihre Gebärmutter fehlgeformt ist, beunruhigt sie doch sehr ...

Gebärmutter mit zwei Hörnern
Einige Zeit später liegt Lea narkotisiert im OP. Dr. Sandig, der Oberarzt, erklärt dem PJler, was er bei seiner Untersuchung tastet: "Der Uterus ist normal antevertiert und anteflektiert und misst ca. 10 cm." Die nachfolgende Hysteroskopie zeigt, dass die Eileitereingänge auf beiden Seiten einzusehen sind, die Verdachtsdiagnose eines Uterusseptums wird jedoch bestätigt. Es handelt sich zwar nicht um eine vollständige "Zwischenwand", aber um eine Einziehung im Bereich des Fundus, die etwa 6 cm in das Uteruskavum hineinragt. Dr. Sandig wendet sich an den PJler und fragt, wann sich eine solche Fehlbildung des Uterus typischerweise ausbilde. "Beim Heranwachsen im Mutterleib, wenn die embryonalen Geschlechtsgänge, also die Müller-Gänge, miteinander verschmelzen", antwortet der PJler - erleichtert, dazu etwas zu wissen. Der Oberarzt fügt hinzu: "Richtig, wenn es bei dieser Verschmelzung zu Fehlern kommt, ist die Entstehung von Gebärmutterscheidewänden in unterschiedlicher Ausprägung möglich." Auch bei der nachfolgenden Laparoskopie bestätigt sich der Befund des sog. Uterus bicornis. Mithilfe einer Chromopertubation prüft Dr. Sandig noch, ob die Eileiter durchgängig sind, was sich bestätigt, auch wenn der Farbaustritt auf der linken Seite nur etwas verzögert sichtbar wird.

Kein Grund zur Besorgnis
Schon kurze Zeit nach der Untersuchung fühlt sich Lea wieder relativ fit und möchte wissen, was bei dem Eingriff herausgekommen ist. "Wir konnten sehen, dass Ihre Gebärmutter in der Mitte durch eine von oben hineinragende Wand unterteilt wird. Die Eierstöcke sind aber normal ausgebildet und auch die Eileiter sind erfreulicherweise durchgängig", erklärt ihr Dr. Sandig. Lea fragt, welche Auswirkungen dies auf ihren Kinderwunsch habe. "Es gibt auf jeden Fall Möglichkeiten, da kann ich Sie schon einmal beruhigen. Sprechen Sie darüber am besten in Ruhe mit Ihrer Frauenärztin, die Sie dann auch während der möglichen Schwangerschaft betreuen würde", schlägt der Arzt ihr vor.
Einige Tage später sitzt Lea nervös ihrer Gynäkologin gegenüber - eine Sache liegt ihr besonders am Herzen: "Bin ich vielleicht wegen dieser Fehlentwicklung noch nicht schwanger geworden?" Dr. Gärtner informiert Lea darüber, dass bei einem Uterus bicornis die Gefahr einer Frühgeburt oder eines Abortes zwar größer, ein Kind auszutragen aber möglich sei. Da der Kinderwunsch der Patientin schon mehrere Jahre besteht und der eine Eileiter etwas eingeschränkt durchgängig ist, schlägt die Ärztin eine In-vitro-Fertilisation vor. Die Frauenärztin erklärt Frau E. den genauen Ablauf der Methode, während diese allerdings etwas mit den Gedanken abschweift - sie ist sehr erleichtert, dass sie trotz der Fehlbildung den innigen Wunsch nach einem eigenen Kind erst mal nicht aufgeben muss.
1.2 Anatomie von Becken und weiblichen Geschlechtsorganen

Key Point

Das weibliche Becken und das weibliche Genitale verändern

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