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Neuromodulation in der Schmerztherapie Epidurale und subkutane Nervenstimulation - Intrathekale Medikamentengabe von Kugler, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.12.2013
  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
eBook (PDF)
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Neuromodulation in der Schmerztherapie

- verständlich: Wirkungsweise und technisches Vorgehen bei allen neuromodulierenden Verfahren in Ergänzung zur konservativen Schmerztherapie - praxisrelevant: klare Handlungsanweisungen, Hinweise auf Fallstricke sowie Tipps für die erfolgreiche Umsetzung und den Umgang mit Komplikationen im klinischen Alltag - strukturiert: Differenzialdiagnostik verschiedener Schmerzsyndrome und Darstellung der Indikationen bei verschiedenen Arten von Patienten

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 11.12.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783131753113
    Verlag: Georg Thieme Verlag KG
    Größe: 4560 kBytes
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Neuromodulation in der Schmerztherapie

2 Differenzialdiagnose in der Schmerzmedizin

Grundlage der modernen Schmerzmedizin ist das biopsychosoziale Schmerzmodell ( ? Abb. 2.1 ). Danach werden chronische Schmerzen durch körperliche, psychische und soziale Faktoren beeinflusst, wobei die einzelnen Faktoren in unterschiedlicher Stärke wirken können.

Das biopsychosoziale Modell kann sowohl differenzialdiagnostisch als auch differenzialtherapeutisch eingesetzt werden.

Abb. 2.1 Nach dem biopsychosozialen Schmerzmodell werden chronische Schmerzen durch körperliche, psychische und soziale Faktoren beeinflusst.
2.1 Biopsychosoziale Differenzialdiagnostik

Unterschieden werden:

Somatische Schmerzerkrankungen mit reaktiver depressiver Anpassungsstörung. Die weitere Unterscheidung erfolgt nach der Pathophysiologie:

Nozizeptorschmerz wie z.B. Arthroseschmerz

neuropathischer Schmerz wie z.B. die Postzosterneuralgie

Merke

Definition des neuropathischen Schmerzes

"Schmerz, der als direkte Konsequenz einer Läsion oder Erkrankung des somatosensorischen Systems auftritt." (International Association for the Study of Pain [IASP] 2008)


Dysfunktionelle Schmerzsyndrome mit überwiegend psychosozialer Komponente und/oder falscher Krankheitsbewältigungsstrategie, zusätzlich mit oder ohne Angststörung. Auch hier ist eine somatische Komponente vorhanden und dementsprechend erfolgt die weitere Unterscheidung nach der somatischen Pathophysiologie:

Nozizeptorschmerz wie z.B. Facettgelenkarthrose durch muskuläre Insuffizienz

Rückenschmerz als Mixed-Pain-Konzept bestehend aus Nozizeptorschmerz und neuropathischer Komponente

Somatisierungsstörung mit Leitsymptom Schmerz, z.B. Coenästhesie. Auch hier kann zusätzlich z.B. bei älteren Patienten eine entsprechend der Pathophysiologie indizierte somatische Schmerztherapie notwendig sein (z.B. bei Entwicklung/Vorhandensein einer Koxarthrose).
2.2 Somatische Schmerzen

2.2.1 Nozizeptorschmerz

Während der Nozizeptorschmerz meist leicht erkannt wird (typische Röntgenbefunde und typische Einlaufschmerzen bei Arthrose), erfordert der neuropathische Schmerz aufgrund der Komplexität des peripheren und zentralen Nervensystems einen erhöhten diagnostischen Aufwand.
2.2.2 Neuropathischer Schmerz

Die Identifikation erfolgt anhand der Ätiologie und durch die klinische Untersuchung bzw. Screening-Tools wie z.B. den Paindetect-Fragebogen. Die Spezifität und Sensitivität liegen dabei über 80 %, d.h., Kranke werden als krank erfasst und Gesunde als Gesunde erkannt. Im Fragebogen werden 7 Fragen zur Schmerzqualität gestellt. Anhand eines Punktesystems und typischer Schmerzmuster erfolgen entweder per Hand oder EDV-unterstützt eine Auswertung und Beurteilung, ob ein neuropathischer Schmerz wahrscheinlich ist. Bei 12 Punkten ist ein neuropathischer Schmerz mit 90 % wahrscheinlich. Der Test ist über den Außendienst der Firma Pfizer oder unter www.pain-detect.de erhältlich.

Eine Untersuchung auf Neuropathie ist auch über das QST-Modul (quantitative-sensorische Testung) möglich, das eine Testbatterie aus mehreren Untertests enthält. Der Test ist mit 60–90 Minuten Dauer sehr zeitaufwendig und in der Geräteanschaffung sehr kostenintensiv, zumal der Test von den Krankenkassen nicht honoriert wird. Er wird deshalb bislang meist au

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