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Notaufnahme-Einsatz! Ein Spielebuch zur Vorbereitung auf die Notaufnahmerotation von Stirkat, Falk (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2014
  • Verlag: Verlag Hans Huber
eBook (PDF)
21,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Notaufnahme-Einsatz!

Aufnahme, Entlassung oder gar Intensivstation? Das entscheiden Sie! Sie hören das Martinshorn, kurz danach schwingen die Türen der Notaufnahme auf, und Sie blicken in das Gesicht des Notarztes, der überglücklich darüber ist, seinen Patienten lebend in die Klinik gebracht zu haben und ihn nun an einen Kollegen abgeben zu können – an Sie! Es liegt nun bei Ihnen, den Patienten zu behandeln, aufzunehmen oder wieder nach Hause zu schicken. Ist die Diagnose des Not- oder Hausarztes richtig? Welche Therapie müssen Sie unbedingt einleiten – und schaden Sie Ihrem Patienten sogar, falls Sie sich mit Ihrem Verdacht irren? Ist es ratsam, mitten in der Nacht den Oberarzt anzurufen, oder sollten Sie besser auf die erfahrene Pflegekraft hören, auch wenn die eine ganz andere Meinung hat als Sie? Ob Unfälle, Luftnot, Brustschmerzen oder die berühmte AZ-Verschlechterung – in der Notaufnahme begegnet Ihnen alles. Das Schicksal der Patienten liegt in Ihrer Hand, und Sie wissen nie, mit welchem Leitsymptom Sie als nächstes konfrontiert werden.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 306
    Erscheinungsdatum: 01.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456953588
    Verlag: Verlag Hans Huber
    Größe: 3197 kBytes
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Notaufnahme-Einsatz!

Sie meinen, dass im Moment wirklich Besseres zu tun ist, als den Blutzucker einer jungen Patientin zu bestimmen. Die Gefahr eines Diabetes besteht in diesem Alter bestimmt nicht – aber Nadine hat es gut gemeint und muss ja noch lernen. Zurück zu den Optionen von 246.

"Die Patientin hat eine Demenz und außerdem ist sie schwerstbehindert. Da machen wir nichts mehr!", teilen Sie Ihre Entscheidung mit.

Die Umstehenden nicken, ohne viel zu sagen, und Markus fragt Sie diskret, ob Sie sich da sicher sind. Als Sie Ihre Entscheidung nochmals ausführlich begründen, nickt er und teilt Ihnen mit, dass er froh ist, dass er jetzt nicht in Ihrer Haut steckt.

"Doc, können wir die Frau dann bitte trotzdem nach drinnen bringen?"

Sie bejahen und versuchen über das Altenheim die Angehörigen zu erreichen. Nach kurzer Zeit wandelt sich der Rhythmus, den Sie am Monitor gesehen haben, in ein Kammerflimmern und dann in eine Asystolie.

Nachdem der Sohn der Patientin die Notaufnahme erreicht hat fragt er Sie, ob denn nichts mehr zu machen war. Sie antworten wahrheitsgemäß, dass schon eine Möglichkeit der Therapie bestanden hätte, dass aber bei der entsprechenden Grunderkrankung und der Patientenverfügung jedoch darauf verzichtet wurde.

"Welche Patientenverfügung? Wollen Sie damit sagen, dass Sie meine Mutter einfach haben sterben lassen? Wer sind Sie – Gott oder was?"

Mit einer derartigen Reaktion hätten Sie jetzt nicht gerechnet. Es stellt sich heraus, dass die besagte Verfügung zu einer anderen Patienten gehört hat, und die Schwester im Altenheim diese beiden Patienten verwechselt hat.

Sie verlieren 8 Kompetenzpunkte. Bedenken Sie, dass Sie die Therapie eines Patienten jederzeit abbrechen – eine Therapielimitierung jedoch meist nicht rückgängig machen können. Zurück zu den Optionen von 194.

"Bevor wir an eine Verlegung denken, müssen wir die inspiratorische Sauerstoffkonzentration reduzieren!", erklären Sie der Runde, und Stefan antwortet bewundernd: "Sehr gut! Daran hätte nicht jeder gedacht!"

Sie haben richtigerweise beachtet, dass Frau Rummelsberger an einer COPD leidet, und die Hypoxie somit den einzigen Atemreiz der Patientin darstellt. Bei gesunden Menschen wird das Atemzentrum durch die Hyperkapnie, welche nach Beendigung des Ausatemvorganges langsam entsteht, angeregt, was zu einer unwillkürlichen Einatmung führt. Bei COPDlern fällt dieser Reiz durch die chronische Hyperkapnie weg, und der Einatemreiz wird nunmehr nur durch eine Hypoxie verursacht. Wird diese dann durch zu hohe inspiratorische Sauerstoffkonzentrationen aufgehoben, so hört der Patient oder – in Ihrem Fall – die Patientin auf zu atmen. Tatsächlich kommt dieses Phänomen allerdings eher selten vor. Die meisten Patienten atmen trotzdem weiter, und somit ist diese Begebenheit hier etwas überspitzt dargestellt – wichtig ist allerdings: Daran denken, denn es passiert schon manchmal! Versuchen Sie bei COPD-Patienten die inspiratorische Sauerstoffkonzentration so niedrig wie möglich zu halten, um eine adäquate arterielle Sättigung zu erreichen. Keine Hyperoxygenierung! Weiter bei 421.

Sie interpretieren die angezeigte Kurve als Bestätigung einer gelungenen Intubation und fixieren den Tubus. Außerdem bekommt Herr Klein noch eine Mullbinde als Beißschutz in den Mund. Zur Analgesie spritzen Sie 0,5 mg Fentanyl. Außerdem geben Sie 50 % der zur Einleitung verabreichten Ketamindosis zur Aufrechterhaltung Ihrer Narkose. Sie telefonieren mit dem Kollegen der Intensivstation und vereinbaren ein Bett für Ihren Patienten. Gerade als Ihnen der diensthabende I

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