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Sternstunden der orthopädischen Chirurgie Zum 90. Geburtstag von Professor Dr. Maurice E. Müller von Aebi-Müller, Janine (eBook)

  • Verlag: Verlag Hans Huber
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Sternstunden der orthopädischen Chirurgie

Zum 90. Geburtstag von Professor Dr. Maurice E. Müller Herausgegeben von Janine Aebi-Müller
Mit Beiträgen von Ueli Aebi, Martin Allgöwer, Walter Bandi, Richard Bird, Alexandre Boitzy, Christian Engel, Norbert Gschwend, Heidi Marbach, Andreas Marti, Andrea Mumenthaler, Peter E. Ochsner, Joseph Schatzker, Robert Schneider, Alicia Soiron, Rolf Soiron, Hans Tschopp, Hans Willenegger, Pierre Witschger

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 178
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456946047
    Verlag: Verlag Hans Huber
    Größe: 7406kBytes
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Sternstunden der orthopädischen Chirurgie

Müller sprach über die Grundsätze der Osteosynthese. Sein Leitfaden zum Vortrag ist erhalten (Abb. 10). Seine Ziele für die moderne Osteosynthese formulierte er wörtlich:
1. Maximale Wiederherstellung der anatomischen Form zur
2. Wiederherstellung der Funktion der verletzten Extremität. Die Frühmobilisation kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Dabei soll nicht danach getrachtet werden, die Frühbelastung zu erzwingen.
3. Sozial und ökonomisch möglichst kurze Hospitalisation, ra sche Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit.
4. Heilung der Fraktur ohne sichtbare Kallusbildung. Jeder über schüssige Kallus ist minderwertig ...
5. (Dies von Hand eingefügt:) Schonung der Weichteile, der Gefässe.
Bis heute hat sich eigentlich nur bezüglich der Beurteilung des Kallus eine Änderung ergeben, der bei Schaftfrakturen in vielen Situationen positiv zu werten ist. Gerade die Beobachtung der Heilung nach der Küntscherschen Marknagelung halfen der AO, die anfänglich despektierliche Meinung vom Kallus zu beseitigen. Systematisch besprach die Gruppe die verschiedenen Implantate und Instrumentarien, die bereits auf dem Markt erhältlich waren. Da vor allem die bestehenden Instrumentarien nicht befriedigten, erhielt Müller vom Plenum den Auftrag, Kontakt mit der Industrie aufzunehmen, um ein einheitliches, besseres Gesamtinstrumentarium zu entwickeln. Ein Skiausflug nach Flims gehörte ebenso zum Programm wie die abends durch Maurice Müller vorgeführten Zauberstücke.

Am 8. April 1958 erschien Maurice Müller bei Robert Mathys, der in Bettlach eine aufstrebende mechanische Werkstätte betrieb. In nerhalb des nun folgenden Jahres wurden alle wesentlichen Teile des 4,5 mm Grundinstrumentariums entwickelt: Schraube, Bohrer, Gewindeschneider, Gewebeschutzhülse, Femur-, Tibiaund Radiusplatte, Spanner, etc.. 1961 wurde die Firma Synthes AG in Chur gegründet, deren erster Katalog 1962 vier Seiten umfasste. 2006 zählte der Katalog weit über 10 000 Elemente. In den ersten paar Jahren setzte sich der Bettlacher Betrieb derart für die Sache ein, dass er wegen der anfänglichen Beschränkung des Verkaufes ausschliesslich an in der Osteosynthesetechnik Ausgebildete in einen finanziellen Engpass geriet. Dem dadurch in Schwierigkeiten geratenen Betrieb musste beigestanden werden. Der 6. Oktober 1958 steht als offizieller Tag der Gründung der "Association pour l'ostéosynthèse" im Hotel Elite in Biel fest. Die Hauptinitianten Maurice E. Müller, Martin Allgöwer, Walter Bandi, Robert Schneider und Hans Willenegger waren schon vereint (Abb. 11). Unter den Gründungsmitgliedern standen zwei Orthopäden - Maurice Müller und Fritz Brussatis - 11 Schweizer Allgemeinchirurgen gegenüber. Der deutschsprachige Name gab zu reden. Von Schneider als Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthese übersetzt, wurde er dann vorwiegend durch die Bestrebungen von Willenegger und Allgöwer über "Arbeitsgemeinschaft für das Studium der Osteosynthese" zur "Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen" moduliert. Die AO hatte gemäss Statuten einen recht elitären Charakter. Nur bei Einstimmigkeit durfte ein Neumitglied Aufnahme finden, eine Regelung, um derentwillen mehrere fähige Köpfe ausgeschlossen blieben.

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