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Taschenatlas Notfallmedizin

  • Erscheinungsdatum: 13.04.2016
  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
eBook (PDF)
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Taschenatlas Notfallmedizin

Notfallmedizin - leicht erlernen und richtig handeln. Dieses Buch wendet sich grundsätzlich an jeden Arzt, besonders jedoch an den präklinisch tätigen Notarzt und das Rettungsdienstpersonal. Als eine ideale Ergänzung zum größeren Lehrbuch ermöglicht es durch optimale Visualisierung komplexer Zusammenhänge und Techniken, Notfallsituationen rasch zu erkennen und im Ernstfall schnell und richtig zu handeln. Das bewährte Taschenatlaskonzept gibt Ihnen alle wesentlichen Inhalte auf einen Blick durch die Gegenüberstellung von Text und Bild. Der modulare Aufbau erleichtert Ihnen das gezielte Nachlesen einzelner Themen. Alle Informationen sind rasch und kompakt verfügbar. Die 3. Auflage ist komplett überarbeitet und nach den neuen ERC-Leitlinien von 2015 aktualisiert. Jederzeit zugreifen: Der Inhalt des Buches steht Ihnen ohne weitere Kosten digital in der Wissensplattform eRef zur Verfügung (Zugangscode im Buch). Mit der kostenlosen eRef App haben Sie zahlreiche Inhalte auch offline immer griffbereit.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 13.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783131548535
    Verlag: Georg Thieme Verlag KG
    Größe: 15061kBytes
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Taschenatlas Notfallmedizin

2 Spezielle Notfallmedizin

2.1 Innere Medizin

2.1.1 Akutes Koronarsyndrom - ACS

2.1.1.1 Grundlagen

Das ACS (Acute Coronary Syndrome; akutes Koronarsyndrom) ist eine häufige Einsatzindikation im Rettungsdienst. Das Syndrom ist durch eine wechselnde und oft untypische Symptomatik sowie hohen Handlungsdruck gekennzeichnet.

Das Unter dem Begriff ACS - mit dem Leitsymptom akuter Brustschmerz bzw. Angina pectoris (AP) - werden folgende Diagnosen subsumiert ( Abb. 2.1 ):

Instabile AP, ACS mit normalem Troponin

NSTEMI (non-STEMI), akuter Myokardinfarkt ohne ST-Hebung

STEMI (ST-Elevation Myocardial Infarction), akuter Myokardinfarkt mit persistierender ST-Hebung bzw. STE-ACS (ST-Elevation Acute Coronary Syndrome)

Von der asymptomatischen koronaren Herzkrankheit zum akuten Koronarsyndrom.

Abb. 2.1

Durch rasche Diagnosestellung und Therapie konnte die Mortalität in den letzten Jahren gesenkt werden, allerdings versterben - bezogen auf die Gesamtmortalität - zahlreiche dieser Patienten in der Prähospitalphase, davon die meisten in der ersten Stunde nach Symptombeginn. Ursache ist häufig ein Kreislaufstillstand infolge von Kammerflimmern.
2.1.1.2 Pathogenese und Pathophysiologie

Meist führen atherosklerotische Veränderungen zu Stenosen der Herzkranzgefäße und damit - meist belastungsabhängig - zu einem Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und -angebot im Myokard ( Abb. 2.2 ).

Koronare Herzkrankheit - Pathophysiologie und Verlauf.

Abb. 2.2

Die Angina pectoris ist durch eine prinzipiell reversible Myokardischämie gekennzeichnet, während es beim Myokardinfarkt zur irreversiblen ischämischen Myokardnekrose kommt.

Letzter Auslöser ist häufig eine Plaqueruptur mit konsekutivem thrombotischem Verschluss im betroffenen Koronargefäß. Eine seltene Form der AP ist die Prinzmetal-Angina, der eine koronare Spastik zugrunde liegen soll.

Präklinisch ist eine sichere Differenzierung zwischen einer instabilen AP und einem NSTEMI nicht möglich, hierzu müssen intrahospital der Troponin-Wert und der Verlauf bewertet werden.

Ein akuter Myokardinfarkt kann in kurzer Zeit zu weiteren schwersten Komplikationen führen. Dazu zählen ein Linksherzversagen mit Lungenödem, der kardiale Schock sowie maligne Herzrhythmusstörungen.

Grundsätzlich ist jeder Patient mit ACS in Begleitung des Notarztes unter engmaschiger Überwachung der Vitalfunktionen und in Defibrillationsbereitschaft in ein geeignetes Krankenhaus - grundsätzlich mit PCI-Bereitschaft - zu bringen.
2.1.1.3 Anamnese

Zunächst wird der Patient kurz nach Art, Dauer, Intensität, Lokalisation und evtl. Atemabhängigkeit der Beschwerden befragt. Danach sind kardiale Vorerkrankungen mit Medikation (Nitrate, ASS usw.) sowie operative Eingriffe am Herzen (Operationsnarbe?) und Katheterinterventionen (PCI) zu eruieren. Es ist gezielt nach dem Vorliegen eines thorakalen oder abdominalen Aortenaneurysmas zu fragen, dessen Symptomatik bei beginnender Dissektion mit einem ACS verwechselt werden kann und eine strikte KI für eine Antikoagulation ist. Als weitere Hinweise sind kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Fettstoffwechselstörungen, arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus oder Nikotinkonsum zu werten.
2.1.1.4 Symptomatik und Befunde
Allgemeine Symptomatik

Die Symptome eines ACS können sehr unterschiedlich sein und schnell an Dramatik gewinnen. Im Rahmen der klinischen Basisuntersuchung werden zunächst die Vitalparame

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