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Patientenlagerung im OP

  • Erscheinungsdatum: 12.10.2016
  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
eBook (PDF)
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Patientenlagerung im OP

Hier sehen Sie, wie es richtig geht - Schritt für Schritt! Die falsche Lagerung eines Patienten kann schwerwiegende Folgen haben. Dieses Werk hilft Ihnen in jeder Situation korrekt zu handeln und Lagerungsschäden zu vermeiden. Jede Lagerung wird Schritt für Schritt erklärt und durch zahlreiche Bilder veranschaulicht. Dabei werden jeweils Fehler, Gefahren und Besonderheiten bei der Lagerung von Kindern, adipösen Patienten, u.a. aufgezeigt. Checklisten erleichtern Ihnen die Kontrolle jeder durchgeführten Lagerung. Sehen wie es richtig geht: 17 Online-Videos zeigen die korrekte Durchführung der Lagerungstechniken. Jederzeit zugreifen: Der Inhalt des Buches steht Ihnen ohne weitere Kosten digital in der Wissensplattform eRef zur Verfügung (Zugangscode im Buch). Mit der kostenlosen eRef App haben Sie zahlreiche Inhalte auch offline immer griffbereit.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 176
    Erscheinungsdatum: 12.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783131659217
    Verlag: Georg Thieme Verlag KG
    Größe: 18536 kBytes
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Patientenlagerung im OP

2 Rechtliche Aspekte

Klaus Betzga
2.1 Wo kein Schaden, da kein Richter - das Wesentliche in Kürze

Ein "Lagerungsgesetz" existiert nicht. Die juristischen Aspekte der Patientenlagerung sind Aspekte des Haftungsrechts. Gerichte, Staatsanwaltschaften und Behörden treten auf den Plan, wenn etwas schiefgelaufen ist.

Merke

Rechtlich geboten, aber auch ausreichend ist die Fehlervermeidung. Im Regelfall.
2.2 Was man schwarz auf weiß besitzt - Gesetzesrecht

Die Gesetze streifen die Patientenlagerung bestenfalls. Was einerseits der Rechtssicherheit abträglich ist, gibt andererseits der ärztlichen Therapiefreiheit Raum. An diesen zwei Seiten der Medaille hat auch das am 26. Februar 2013 in Kraft getretene Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten (Patientenrechtegesetz) nichts geändert. Auf der Grundlage des Patientenrechtegesetzes wurde das ärztliche Vertrags- und Haftungsrecht ins Schuldrecht des BGB überführt (Untertitel 2: Behandlungsvertrag;

630a bis 630h BGB). Das Gesetz dient erklärtermaßen der "Förderung der Fehlervermeidungsstruktur".

Bis zum Inkrafttreten des Patientenrechtegesetzes fanden sich Regelungen zum ärztlichen Vertrags- und Haftungsrecht überwiegend in Form verstreuter Generalklauseln. Zu nennen ist
276 BGB. Danach hat der Verpflichtete Vorsatz und Fahrlässigkeit zu vertreten. Geschuldet ist demnach die im Verkehr erforderliche Sorgfalt. Die Norm gilt für alle Schuldverhältnisse.

Die im Verkehr erforderliche Sorgfalt ist nur gewahrt bei Einhaltung des Facharztstandards. Dessen Inhalt hat mit
630a Abs. 2 BGB erstmals eine gesetzliche Ausformung erfahren. Der Facharztstandard ist danach der zum Zeitpunkt der Behandlung bestehende allgemein anerkannte fachliche Standard. Eine sachliche Änderung der bis dato gültigen Sorgfaltsanforderungen ist mit der Kodifikation jedoch nicht verbunden.

Neben zivilrechtlichen Regelungen sollen berufs- und vertragsarztrechtliche Normen die Qualität der medizinischen Versorgung gewährleisten. Die praktische Bedeutung dieser Regelungen ist schon aufgrund der Weite ihrer jeweiligen Formulierung gering. Dass der Arzt seinen Beruf gewissenhaft auszuüben hat, ist selbstverständlich, dennoch in dieser Form normiert in
2 der Musterberufsordnung (geltendes Recht über die Landesgesetzgebung).

Die Norm des
76 Abs. 4 SGB V (fünftes Buch der Sozialgesetzgebung; gesetzliche Krankenversicherung) verpflichtet den Arzt bei der vertragsärztlichen Versorgung zur Sorgfalt nach den Vorschriften des bürgerlichen Vertragsrechts. Für die Behandlung von gesetzlich, privat- und nicht versicherten Patienten gilt somit bereits von Gesetzes wegen derselbe Sorgfaltsmaßstab.

Das Erfordernis der Einwilligung des Patienten in die ärztliche Heilbehandlung und die damit korrespondierende Verpflichtung des Arztes zur Aufklärung sind nunmehr gleichfalls Regelungsgegenstände des BGB-Schuldrechts (

630d, 630e BGB). Nach
630e Abs. 1 BGB muss der Patient über sämtliche für die Einwilligung wesentlichen Umstände aufgeklärt werden. Die Norm nennt exemplarisch die Art, den Umfang, die Durchführung, die zu erwartenden Folgen und die Risiken der Maßnahme, ihre Notwendigkeit, ihre Dringlichkeit, ihre Eignung und ihre Erfolgsaussichten im Hinblick auf Diagnose und Therapie, ferner mögliche Behandlungsalternativen. Gegenstand gesetzlicher Berufspflichten war die Aufklärung des Patienten schon zuvor (
8 der Musterberufsordnung). Die Art und Weise der Lagerung sucht man unter den laut Gesetz aufklärungspflichtigen Umständen vergebens.

Auf der Grundlage des Patientenrechtegesetzes ist auch die Verpflichtung zur Dokumentation ins BGB eingerückt (
630f BGB). Die Verpflichtung war gleichfalls schon berufsrechtlich verankert (
10 der Musterberufsordnung), daneben normiert in einigen Spezialgeset

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