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Taschenatlas Hämatologie Mikroskopische und klinische Diagnostik für die Praxis

  • Erscheinungsdatum: 21.08.2019
  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
eBook (ePUB)
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Taschenatlas Hämatologie

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Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 21.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783132408463
    Verlag: Georg Thieme Verlag KG
    Größe: 31323 kBytes
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Taschenatlas Hämatologie

2 Normale Zellen des peripheren Blutes und der blutbildenden Organe

2.1 Einzelne Zellelemente der Hämatopoese

2.1.1 Unreife rote Vorstufen: Proerythroblasten und basophile Erythroblasten

2.1.1.1 Proerythroblasten

Diese stellen die unreifsten Zellen der erythrozytenbildenden Reihe (Erythropoese) dar ( Abb. 2.1 ). Aufgrund der Größe (um 20mim), der dichten Kernstruktur und des tiefblauen schmalen, homogen wirkenden Zytoplasmasaums mit einer Aufhellungszone ist die Abgrenzung gegen Myeloblasten (Kap. 2.1.3 ) und so die Zuordnung zur roten Zellreihe möglich. Ihre Teilungsprodukte sind die basophilen Erythroblasten.
2.1.1.2 Basophile Erythroblasten

Diese früher als Makroblasten bezeichneten Zellen haben ähnliche Charakteristika wie die Proerythroblasten, jedoch kleinere Kerne. Im Vergleich zu den Proerythroblasten ist das Kernchromatin etwas gröber und der Kerndurchmesser geringer.

Die Ausreifung der roten Reihe erfolgt in enger Verbindung mit Makrophagen (transformierte Monozyten), die ausgestoßene Kerne von Erythroblasten und Eisen gealterter Erythrozyten durch Phagozytose speichern und an junge Zellen weitergeben.
2.1.1.3 Diagnostische Bedeutung

Proerythroblasten sind nur unter pathologischen Bedingungen im Blut anzutreffen (extramedulläre Blutbildung, Störung der Knochenmark-Blut-Schranke durch Tumormetastasen, Kap. 4.3.5 , oder akute Erythroleukämie, Kap. 3.2 ). In diesen Situationen kommt es auch zum Auftreten von basophilen Erythroblasten; in Ausnahmefällen können sie vereinzelt bei einer Anämieregeneration ausgeschwemmt werden: etwa nach schweren Blutungen oder bei Überwindung einer Vitaminmangelsituation, Kap. 4.4.1 ).

Info

Rote Blutbildung erfolgt normalerweise nur im Knochenmark.

Frühe Erythropoese.

Abb. 2.1

Abb. 2.1a Die früheste Vorstufe der Erythrozyten ist der große dunkle Proerythroblast mit lockerem Kernchromatin (1). Unten 2 orthochromatische Erythroblasten (2) und oben ein Metamyelozyt (3).

Abb. 2.1b Proerythroblast (1).

Abb. 2.1c Proerythroblast (1) neben Myeloblast (2) (Kap. 2.1.3 ), unten ein Promyelozyt (3). Links oben ein Metamyelozyt (4) und ein segmentkerniger neutrophiler Granulozyt (5).
2.1.2 Reife rote Vorstufen: polychromatische und orthochromatische Erythroblasten und Retikulozyten

2.1.2.1 Erythroblasten

Unterhalb der Stufe der basophilen Erythroblasten ( Abb. 2.2a ) folgen die polychromatischen und orthochromatischen Erythroblasten. Beide Zellformen haben einen relativ kondensen, runden Kern und homogen graurosa wirkendes Zytoplasma. Vor der Verwechselung von Erythroblasten mit Lymphozyten ( Abb. 2.2 ) schützt die Beachtung des ganz runden, sehr dichten Erythroblastenkerns und das homogene, unstrukturierte Zytoplasma.

polychromatischer Erythroblast: Darunter versteht man heute die noch teilungsfähige unreife erythropoetische Vorläuferzelle mit graublaustichigem Zytoplasma.

orthochromatischer Erythroblast: Hier handelt es sich um eine teilungsunfähige, stärker hämoglobinhaltige Form mit schon beginnender Rosafärbung des Zytoplasmas. In dieser letzten Form kondensiert der Kern bis zu einem kleinen, schwarzen und strukturlosen Kügelchen, das schließlich ausgestoßen wird.
2.1.2.2 Retikulozyten

Es zeigt sich nun ein junger kernloser Erythroblast, welcher reich an Ribosomen ist. Die Ribosomen lassen sich durch Spezialfärbungen (Kap. 1.2.3 ) zu ne

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