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Das Kinder-Diabetes-Buch Glücklich groß werden mit Diabetes Typ 1 von Bartus, Bela (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.10.2014
  • Verlag: Trias
eBook (PDF)
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Das Kinder-Diabetes-Buch

Diabetes muss nicht die Hauptrolle in Ihrem Familienleben spielen. Kinder mit Diabetes können genauso unbeschwert und sorglos aufwachsen wie andere Kinder. Die zwei Spezialisten auf dem Gebiet der Kinder-Diabetologie Dr. med. Martin Holder und Diplom- Psychologe Béla Bartus aus Stuttgart zeigen Ihnen, wie es gelingt, dass die Erkrankung nicht Ihren Alltag dominiert. Diabetes Typ 1 - was ist das? Erfahren Sie alles über das Krankheitsbild und warum immer mehr Kinder betroffen sind. Therapie - alles dreht sich ums Insulin. Welche Insuline sind für Ihr Kind geeignet? Wann ist der Einsatz einer Pumpe sinnvoll? Und wann ist Spritzen besser? Wie geht man mit Spritzenängsten um? Warum muss Ihr Kind keine besondere Diät einhalten? Wie motivieren Sie Pubertierende zur regelmäßigen Blutzuckerkontrolle? Normales Leben auch mit Diabetes: Schule, Sport, Freizeit, Spiel und Reisen gehören einfach dazu. Lesen Sie hier, wie Sie Ihr Kind in den unterschiedlichen Lebensphasen unterstützen können und ihm eine ganz normale Kindheit ermöglichen. Diabetes im Griff

Diplom-Psychologe Béla Bartus ist Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut sowie Fachpsychologe Diabetes. In der Filderklinik betreut er Eltern und Kinder mit Diabetes und berät sie im Umgang mit der Erkrankung in ihrem Lebensalltag. Dr. med. Martin Holder ist Leitender Oberarzt der Klinik für Allgemeine Pädiatrie am Olgahospital Stuttgart und Leiter des Diabetes-Zentrums für Kinder und Jugendliche.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 176
    Erscheinungsdatum: 22.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783830469780
    Verlag: Trias
    Größe: 5641 kBytes
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Das Kinder-Diabetes-Buch

1 Diabetes - was ist das?

In diesem Kapitel können Sie sich über die Geschichte des Diabetes und die verschiedenen Diabetes-Formen informieren. Sie erfahren außerdem, wie viele Kinder von Diabetes Typ 1 betroffen sind und welch wichtige Rolle die Bauchspeicheldrüse bei der Erkrankung spielt. Dreh- und Angelpunkt jeder Diabetesbehandlung ist die Insulingabe. Lesen Sie deshalb alles Wichtige über Insulin und seine Gegenspieler.
1.1 Geschichte des Diabetes

Diabetes ist keine Erkrankung unserer heutigen Zeit. Diabetes begleitet die Menschheit schon seit mehr als 3 500 Jahren.

Die erste ausführliche Beschreibung der Stoffwechselstörung stammt aus dem zweiten Jahrhundert n. Chr.: Der griechische Arzt Aretaios verfasste in Rom eine Schrift über die Erkrankung. Der Begriff "Diabetes" leitet sich von einem griechischen Wort ab, das "Hindurchfließen" bedeutet. Das Wort "mellitus" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "honigsüß". Es dauerte dann noch bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, bis klar wurde, dass in der Bauchspeicheldrüse bestimmte Zellen vorhanden sind, die das lebensnotwendige Hormon Insulin produzieren. Erst im Jahr 1922 konnte das aus solchen Zellen gewonnene Insulin dann zur Behandlung des Diabetes eingesetzt werden.
1.2 Diabetes mellitus Typ 1

Bei Kindern und Jugendlichen liegt in ca. 95 Prozent der Diabetes-Fälle ein insulinpflichtiger Diabetes mellitus vor. Bei dieser Form des Diabetes wird vom Körper Insulin nicht mehr in ausreichendem Maße produziert, es besteht also ein absoluter Insulinmangel, der durch eine künstliche Insulingabe behandelt werden muss. Im englischen Sprachraum heißt deshalb diese Form der Erkrankung "insulinpflichtiger Diabetes" (insulin dependent diabetes mellitus = IDDM). In Deutschland und auch in anderen Ländern wird die Bezeichnung "Diabetes mellitus Typ 1" verwendet.

Diabetes mellitus Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, deren Ursache trotz intensiver Forschung bis heute noch nicht geklärt ist. Es kommt zu einer langsam voranschreitenden Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen in den Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Der Typ-1-Diabetes hat also nichts mit der Lebensführung oder dem Gewicht des Betroffenen zu tun und kann nach heutigem Wissensstand auch nicht verhindert werden. Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes und Sie als Eltern können nichts für diese Erkrankung, Sie trifft keine Schuld, machen Sie sich keine Vorwürfe!

Bei Kindern mit frisch diagnostiziertem Diabetes mellitus Typ 1 können in den meisten Fällen sogenannte Auto-Antikörper nachgewiesen werden. Das sind Antikörper, die gegen den eigenen Organismus gerichtet sind. Diese Antikörper können entweder Inselzellen, verschiedene Zellbestandteile der Beta-Zellen oder das Insulin selbst angreifen. Das Ergebnis ist dasselbe: Der Körper produziert nicht mehr genügend Insulin. Zusätzlich spielen bei der Entstehung eines Typ-1-Diabetes noch genetische und Umweltfaktoren eine Rolle. Oft tritt kurz vor Ausbruch der Erkrankung eine Infektion auf, häufig eine Virusinfektion mit Enteroviren, die möglicherweise wie ein Trigger wirkt.

Wissen

Diabetesspezifische Auto-Antikörper

In ungefähr 90 bis 95 Prozent können folgende Auto-Antikörper nachgewiesen werden:

Inselzellantikörper (ICA)

Insulin-Auto-Antikörper (IAA)

Auto-Antikörper gegen Glutamat-Decarboxylase der Beta-Zelle (GADA)

Auto-Antikörper gegen Tyrosinphosphatase der Beta-Zelle (IA-2)

Auto-Antikörper gegen den Zinktransporter ZnT8 in der Beta-Zelle

GAD- und IA-2-Auto-Antikörper richten sich beispielsweise gegen Zellbestandsteile der Beta-Zellen. Die Selbstzerstörung der Inselzellen macht sich leider erst dann bemerkbar, wenn bereits

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