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Der gute und erholsame Schlaf Was Sie darüber wissen sollten. von Ehrig, Christian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.01.2015
  • Verlag: Hogrefe (vorm. Verlag Hans Huber )
eBook (ePUB)
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Der gute und erholsame Schlaf

Was ist guter und erholsamer Schlaf? Und leiden wir schon an einer Schlafstörung, wenn wir nachts gelegentlich aufwachen? Wie unterscheidet sich guter Schlaf bei Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und alten Menschen? Die Autoren, Ärzte und Experten für Schlafmedizin stellen in ihrem kompakten Sachbuch alle wichtigen Informationen zusammen, die Sie benötigen, um sich entweder die richtige Hilfe zu holen oder auch um mit einfachen Maßnahmen selbst wieder zu gutem und erholsamem Schlaf zu kommen. Dieses Buch gibt Einblicke in die Grundlagen der Schlafsteuerung und die verschiedenen Ursachen und Formen von Schlafstörungen, wie körperliche und psychische Erkrankungen. Neben Anleitungen zur Schlafhygiene findet sich ein Überblick über konkrete therapeutische Schritte, die am Besten mit Unterstützung durch einen Schlafmediziner (Somnologen) oder geschulte ärztliche oder psychologische Psychotherapeuten stattfinden sollten. Außerdem stellen die Autoren zahlreiche Adressen über wichtige Internetseiten und Selbsthilfegruppen, aber auch Fach- und laienverständliche Literatur zusammen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 189
    Erscheinungsdatum: 05.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456753911
    Verlag: Hogrefe (vorm. Verlag Hans Huber )
    Größe: 10178kBytes
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Der gute und erholsame Schlaf

3 Formen und Ursachen von Ein- und Durchschlafstörungen

3.1 Insomnie: Das Problem der Schlaflosigkeit

Die primäre Insomnie ist eine Unterform der sogenannten Dyssomnien, unter denen allgemein Einschlaf- und/oder Durchschlafprobleme und eine erhöhte Tagesmüdigkeit verstanden werden.

Von Einschlafproblemen wird gesprochen, wenn das Einschlafen länger als 30 Minuten dauert; von Durchschlafstörungen spricht man bei mehreren Wachphasen in der Nacht oder bei einem besonders frühen Erwachen. Die primäre Insomnie ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) den psychischen Erkrankungen zuzurechnen und wird nach den Internationalen Diagnosekriterien durch folgende Symptome gekennzeichnet:

Klagen über Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen oder eine schlechte Schlafqualität ohne erfrischende Wirkung.
Die Schlafstörungen treten mindestens dreimal pro Woche während mindestens eines Monats auf.
Die Schlafstörungen verursachen entweder einen deutlichen Leidensdruck oder wirken sich störend auf die alltägliche Funktionsfähigkeit aus.
Verursachende organische Faktoren, wie zum Beispiel neurologische oder andere somatische Krankheitsbilder, Störungen durch Einnahme psychotroper Substanzen oder eine Medikation, fehlen.
Im Alltag der Betroffenen äußern sich die Beschwerden durch ein "Zuwenig" an Schlaf: Das Einschlafen fällt ihnen schwer, sie liegen lange Zeit wach oder wachen in der Nacht häufig auf. Dies resultiert in einer starken Erschöpfung und Tagesmüdigkeit, die das Arbeiten erschwert und zu Leistungseinbußen führt. In Deutschland leiden zirka zehn Prozent der Bevölkerung an den oben genannten Beschwerden. Ein Drittel von ihnen wird von den Symptomen und Folgen einer ausgeprägten primären Insomnie gequält. Studien in allgemeinärztlichen Praxen zufolge leiden zirka zwei Drittel der Betroffenen ein Jahr oder länger unter den Schlafstörungen, was häufig zu einer Chronifizierung führt. Ein zusätzliches Problem entsteht durch die Schwierigkeit, eine primäre Insomnie als solche zu erkennen und behandeln zu lassen, da viele Betroffene Schlafstörungen nicht sofort als schwerwiegendes Problem ansehen, auch wenn in der Folge gehäuft psychische Erkrankungen auftreten. Meist werden die Schlafprobleme zu Beginn nicht weiter ernst genommen oder als "normal" eingeschätzt. Für Betroffene ist es daher wichtig, mögliche Entstehungsbedingungen zu kennen. Die möglichen Ursachen für eine Insomnie sind vielfältig und werden im Folgenden dargestellt.

Merke

Schlafstörungen sind ein ernst zu nehmendes Problem, das einer speziellen Behandlung bedarf. Die Ursachen und Auslöser sind vielfältig und sollten gemeinsam mit dem behandelnden Arzt geklärt werden. Die primäre Insomnie (Schlaflosigkeit) kann in Durchschlaf-, Einschlafstörungen und schlechte Schlafqualität untergliedert werden; zirka zehn Prozent der Deutschen sind betroffen.
3.2 Stress- und umweltbezogene Schlafstörungen

Stress ist einer der häufigsten Auslöser von Schlafstörungen. Situationen, die als unberechenbar, bedrohlich oder nicht zu bewältigen empfunden werden, setzen den gesamten Organismus unter Spannung und wir empfinden Stress. In solchen Situationen wird der Sympathikus des vegetativen Nervensystems aktiviert und die Stresshormone Cortisol und Adrenalin werden ausgeschüttet. Beide innerphysischen Prozesse führen zu einer Aktivierung des Körpers: Der Blutdruck steigt, das Herz beginnt schneller zu schlagen, die Muskulatur wird angespannt. Auf eine solche Aktivierungs- und Anspannungsphase sollte eine Erholungsphase des Körpers folgen, was bei länger andauernden Stresssituationen nicht immer möglich ist, sodass der Körper über einen längeren Zeitraum in einem aktivierten Zustand bleibt.

Unterschieden wird zwischen positivem (= Eustress) und negativem Stress (= Disstress), wobei beide Formen zu Schlafproblemen führen können. Schlafstörungen, die durch posit

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