text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Sucht lebt im Kopf Hilfe bei & gegen Drogenabhängigkeit von Leininger, Kurt W. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.03.2013
  • Verlag: Verlagshaus der Ärzte
eBook (ePUB)
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Sucht lebt im Kopf

Wie geraten Menschen in eine Drogenabhängigkeit - und wie kommen sie davon wieder los? (Dieses Buch zeigt an einem exemplarischen Beispiel, welche Mechanismen dazu beitragen, dass eine Abhängigkeit entsteht, bis sie zum selbst-verständlichen Teil des Lebens wird. Es stellt alle derzeit am Markt erhältlichen Produkte vor und zeigt ihr Gefahrenpotential. Breiten Raum nehmen die Therapiemöglichkeiten ein - vom klassischen Entzug über die Substitution bis hin zu exotischen und extremen Einrichtungen, die oft als letzte Chance betrachtet werden. Ein sehr ausführlicher Serviceteil stellt Hilfseinrichtungen vor, die präventiv bzw. bei bestehender Abhängigkeit Unterstützung anbieten. Kurt Wolfgang Leininger wurde 1948 in Pressbaum bei Wien geboren und erlernte die Berufe Technischer Zeichner, Offsetdrucker und Fotograf. Seit 1974 ist er als selbständiger Fotograf in Salzburg tätig. Er schreibt und fotografiert zudem für namhafte nationale und internationale Medien und ist außerdem Verfasser mehrerer Bücher.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 168
    Erscheinungsdatum: 12.03.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990520574
    Verlag: Verlagshaus der Ärzte
    Größe: 1355 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Sucht lebt im Kopf

Es regnet ohne Unterlass. Ein Wasservorhang, der vom Wind gepeitscht an die Hausmauern klatscht und am Zimmerfenster trichterförmig verschwommene Ringe zeichnet. Das nasskalte Wetter hat sich bei Patrik wieder einmal aufs Gemüt geschlagen und seine ohnehin spärlich vorhandenen Energien weitgehend zum Erliegen gebracht. Also liegt er noch im Bett, obwohl es schon später Nachmittag ist. Patrik starrt orientierungslos auf die Zimmerdecke. Schmutziges Weiß, in der Mitte ein brüchiges Kabel, an dessen Ende aus einer mickrigen Glühbirne ein schwacher Lichtschein entspringt. Die weit verzweigten Risse in der Decke beschreiben eine surreale Landschaft. Im Unterbewusstsein sucht Patrik Ähnlichkeiten mit realen Motiven.
Das bescheidene Zimmer verkommt immer mehr zur Mülldeponie, da es seine Stimmung und seine grenzenlose Trägheit schon seit Wochen nicht mehr zulässt, Ordnung zu machen. Überall liegen Zeitungsausschnitte, ausgiebig getragene und ungewaschene Klamotten, leere Zigarettenpackungen und aufgerissene Medikamentenschachteln herum. Auf dem Küchentisch gammeln neben einer abgebrannten Kerze in einem ehemals bunten Teller Speisereste aus den vergangenen Tagen vor sich hin. Das Wertkartentelefon mit dem letzten Rest an Guthaben in der Tischmitte, das Bild von Exfreundin Claudia in tausend Stücke zerrissen und am ganzen Tisch verteilt. Die Tür zum Gang durch Schuhe, mit dem Dreck der letzten nächtlichen Beschaffungsaktionen auf einer nahen Baustelle, verbarrikadiert, daneben unbrauchbare Stiefel, die mit Löchern und Rissen übersäht sind. Durch ein halbleeres Bierglas vom Vortag schimmert das Feuer aus dem Ofen und reflektiert, sich tänzelnd bewegend, auf und zwischen den Essensresten vom Vortag am Tellerrand entlang. Die übrig gebliebene Pasta von gestern ist im Topf, der noch immer am Herdrand steht, zu einem klebrigen Klumpen erstarrt. Restliche Nudeln haben sich im Spülbeckenabfluss friedlich vereint, um ein geordnetes Abfließen zu verhindern. Da und dort liegt ein Salatblatt am Boden und sorgt für trügerisches Grün in Patriks tristem Heim.

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen