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Von Anfang an gesund Gesundheitskräfte natürlich stärken für Kinder von null bis drei von Früchtenicht, Klaus-Dieter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.01.2020
  • Verlag: Carl Hanser Verlag München
eBook (ePUB)
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Von Anfang an gesund

Das Geheimnis gesunder Kinder: Die Kinderärzte Klaus-Dieter Früchtenicht und Georg Seifert liefern praktische Tipps für Eltern infektgeplagter Kinder. Das neue Standardwerk zur Kindergesundheit! Schnupfen, Fieber, Durchfall: Infektgeplagte Eltern sorgen sich um das Wohl ihrer Kinder. Doch Gesundheit entsteht durch das komplexe Zusammenspiel vieler Faktoren, nicht nur durch die Abwesenheit von Krankheit. Entscheidend sind die ersten drei Lebensjahre. Kinderneurologe Klaus-Dieter Früchtenicht und Kinderonkologe Georg Seifert verknüpfen traditionelle Naturheilkunde und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse mit Fallbeispielen aus ihrer langjährigen Praxis. Sie geben praktische Tipps zur täglichen Anwendung bei Kinderkrankheiten, Infekten und Entwicklungsstörungen - für lebenslange Gesundheit. Dr. med. Klaus-Dieter Früchtenicht ist als niedergelassener Kinderarzt und Kinderneurologe in Berlin tätig, davor arbeitete er als leitender Oberarzt an verschiedenen Kliniken.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 27.01.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783446265202
    Verlag: Carl Hanser Verlag München
    Größe: 1751 kBytes
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Von Anfang an gesund

ENTWICKLUNG VON GESUNDHEIT - GRUNDLAGEN DER GESUNDHEIT

Stellen wir die Sinnfrage

Wenn wir von der Vorstellung sprechen, die wir Menschen uns von den Begriffen Gesundheit und Krankheit machen, hilft ein Blick auf die Bedrohungen von Gesundheit in früheren Zeiten und heute.

Bis weit ins Industriezeitalter waren das: reale Not, Armut, Hunger, fehlende Hygiene und daraus resultierend echte physische Mangelerscheinungen. All das gibt es heute im postindustriellen Zeitalter auch noch, es spielt in den westlichen Wohlstandsgesellschaften quantitativ aber eine untergeordnete Rolle. Wenn wir heute über gesundheitsbedrohende Faktoren sprechen, sind das Dinge wie Überfluss (statt Armut!), Über- und/oder falsche Ernährung (statt Hunger!), Stress, fehlender psychischer Halt, Selbstzweifel. Dazu, gewissermaßen auf einer höheren Ebene: fehlender Sinn im Leben des Einzelnen.

All das führt zu einer Zunahme an Zivilisationskrankheiten und vor allem auch zum Anstieg bei den psychischen und psychosomatischen Krankheiten. Dadurch wiederum können sich innere und äußere Heilungskräfte nicht so entfalten, wie es notwendig wäre. Gerade die psychischen Probleme führen dazu, dass Belastungen, Hürden des Lebens und auch Erkrankungen als nicht mehr beherrschbar und nicht positiv beeinflussbar erlebt werden. Das führt zusätzlich in einen Teufelskreis, denn natürlich steigert diese Wahrnehmung die psychische Belastung noch und festigt in der Folge die Blockade des Denkens und Fühlens.

In einer von Individualität und rasend schnellen Entwicklungen in technischer und ökonomischer Hinsicht geprägten Welt wird vor allem von älteren Menschen, allerdings zunehmend auch von jüngeren, Einsamkeit und fehlende Zugehörigkeit als ein Faktor empfunden, der Gesundung verhindert und damit letztlich auch zu einem gesundheitsökonomischen Problem wird. Wir sprechen dann auch von der sogenannten Drehtürmedizin, bei der auch der behandelnde Arzt nicht mehr die menschliche Zuwendung ausstrahlt, die immer zur Gesundung seiner Patienten beiträgt. Fühlt sich der Patient von seinem Arzt nicht wahrgenommen oder ernst genommen, bleibt derjenige allein mit seiner Krankheit zurück und empfindet die Regelungen des Gesundheitssystems als unüberwindbare Hürde, die verhindert, dass aus Krankheit wieder Gesundheit werden kann.

Letztlich erscheint das Leben so im wahrsten Sinne des Wortes "sinn-los". Das ist eines der gesundheitsschädlichsten Gefühle überhaupt. Es macht uns krank, ohne dass irgendeine körperliche Beeinträchtigung vorliegen muss. Im Sinne der Salutogenese wird hier das Kohärenzgefühl entscheidend beeinträchtigt, zu dem ja auch "der Glaube an den Sinn des Lebens und ein Gefühl der Sinnhaftigkeit" gehören.

Es ist also häufig weniger ein konkreter Mangel, der uns ein Gefühl der Krankheit gibt, als das Fehlen von weichen Faktoren wie Nähe, Verständnis, Empathie und Zuwendung. Das gilt natürlich ganz besonders für Kinder. Wie der Gründer der Arche, Bernd Siggelkow, in einem Interview sagte, die meisten Kinder in unserer Wohlstandsgesellschaft seien nicht arm, sondern "bedürftig". Diesen Unterschied zu verstehen ist wichtig, gilt er doch genauso für uns Erwachsene. Bezogen auf die Kinder führte Siggelkow weiter aus, diese Kinder hätten ausreichend Materielles zur Verfügung, doch keiner trage Verantwortung für sie, kümmere sich um sie, gebe ihnen Liebe, Orientierung und Halt. Diese Bedürfnisse sind für Kinder von enormer Bedeutung, und auch für viele Erwachsene werden sie unzureichend erfüllt und machen damit dauerhaft krank, ja sind ein wesentlicher Grund für den Anstieg an psychischen Erkrankungen, weil damit auch das Gefühl der Sinnhaftigkeit des Lebens beeinträchtigt ist.

Wenn wir es einmal genau betrachten, ist unser gesellschaftlicher Begriff von Kinderarmut sehr einseitig. Das Leben in einer durch Konsum und Besitz defi

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