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180 westliche Kräuter in der Chinesischen Medizin Behandlungsstrategien und Rezepturen von Magel, Helmut (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.10.2012
  • Verlag: Haug
eBook (PDF)
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180 westliche Kräuter in der Chinesischen Medizin

Übersichtlich und leicht nachvollziehbar: Westliche Kräuter nach den aus der Chinesischen Medizin bekannten energetischen Kriterien `Geschmack, Temperaturverhalten, Funktionskreisbezug, Wirkrichtung beurteilen und therapeutisch einsetzen. Nach den Arzneimittelgruppen der Chinesischen Medizin geordnete Kurzbeschreibungen von ca. 180 westlichen Kräutern zum Lernen und Nachschlagen. - Beschreibung nach den Kriterien, die für chinesische Arzneimittel kennzeichnend sind: Geschmack, Temperaturverhalten, Leitbahn-/Organ-/Funktionskreisbezug, Wirkrichtung. - Tabellarische Aufbereitung der Eigenschaften auf einen Blick zum schnellen Erfassen und Einprägen. - mit Beispielrezepturen für häufige Erkrankungen

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 376
    Erscheinungsdatum: 24.10.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783830474906
    Verlag: Haug
    Größe: 34947kBytes
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180 westliche Kräuter in der Chinesischen Medizin

1 Einleitung

Die Anwendung der Traditionellen Medizin aus China hat sich im Abendland seit etwa 35 Jahren stark verbreitet. Es ist naheliegend, dass sich an den Berührungspunkten der beiden Welten neue Denkansätze entwickeln.

Die Bemühung, traditionelle Heilkräuter der westlichen Hemisphäre mit dem System der Chinesischen Medizin zu beleuchten und sie therapeutisch in der TCM-Praxis zu nutzen, gehört zu solchen neuen Ansätzen. Während Akupunktur, Qi Gong und Tuina nahezu vorbehaltlos im Westen angenommen und praktiziert werden können, entsteht in der TCM-Ernährungsberatung und -Kräuterheilkunde bei Patienten wie Behandlern das deutliche Bedürfnis, die bei uns bekannten und gebräuchlichen Pflanzen, Gewürze und Nahrungsmittel zu verwenden.

Dafür müssen sich Interessierte, die sich sowohl in der Chinesischen Medizin als auch mit den westlichen Heilpflanzen bzw. Nahrungsmitteln gut auskennen, an die Aufgabe machen, diese beiden Wissensgebiete sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Diese Arbeit hat vor ca. 25 Jahren an vielen Orten begonnen. Die guten Erfolge in der Praxis und das stetig wachsende Interesse an dieser Synthese hat die drei Autoren, die sich seit über 20 Jahren mit westlichen Heilkräutern in der Chinesischen Medizin beschäftigen, bewogen, diese kommentierte Materia medica der westlichen Kräuter für die TCM-Praxis zu erstellen.
1.1 Vorbemerkung

1.1.1 Okzident und Orient treffen sich

Bei diesem Thema treffen sich zwei etwa gleich alte Traditionen der medizinischen Anwendung von Heilkräutern (vgl. PUN 2003: 94f.). Die beiden Traditionen entstanden an den zwei "Enden" Eurasiens: im Morgenland (Orient), in dem die Sonne aufgeht, und im Abendland (Okzident), in dem die Sonne untergeht.

Als Grundlage für eine systematische Synthese im Bereich der Kräutertherapie eignet sich die Chinesische Medizin, deren Theorie und Praxis inzwischen weite Verbreitung in den Ländern der westlichen Welt gefunden hat. Einer der Gründe für die erfolgreiche Adaption von "woanders" (Francois Jullien) ist die Pluralität (VSC 2002: 56) und gleichzeitige Einheit des kategorialen Systems der Chinesischen Medizin. Beides hat sich über zwei Jahrtausende in Theorie und Praxis lebendig erhalten können.

So wie sich die Theorie und Praxis der Chinesischen Medizin an die Gegebenheiten von Gesundheit und Krankheit im Westen anpasst, so können Heilkräuter auf der Grundlage von Beschreibungen und Indikationen, die seit über 2000 Jahren im Okzident dokumentiert wurden, in das System der Chinesischen Medizin eingepasst werden.

Die mit ihr von vielen Grundanschauungen her vergleichbare Medizintheorie der griechischrömischen Antike war im Westen in den letzten zwei Jahrhunderten von den naturwissenschaftlichen Anschauungen verdrängt und nur noch rudimentär weiterverfolgt und -entwickelt worden. Insofern eignet sich die Chinesische Medizin, deren Theorie und Praxis sich bis in die Gegenwart lebendig erhalten konnte, hervorragend, die zur Tradition des Okzidents zählenden Heilkräuter in ihrem Licht neu zu betrachten und anzuwenden. Möglich ist das vor allem, weil die Chinesische Medizin in der Vielfalt und Verschiedenartigkeit ihrer Ansätze offen ist für ein solches Unterfangen. (VSC 2002: 13)
1.1.2 Was nennen wir "westliche" Kräuter?

Von Beginn an gehörten zum europäischen Heilkräuterschatz auch Kräuter, die ursprünglich aus Kleinasien, Asien und Afrika stammen. In der Neuzeit kamen Kräuter des amerikanischen Kontinents dazu. Mit "westlichen" Kräutern sind solche Heilpflanzen gemeint, die im Westen traditionell zur Kräuterheilkunde zählen. Es handelt sich demnach nicht um "einheimische" Kräuter im engen Sinn.

Es gibt eine relativ klare Abgrenzung der "westlichen" von den "fernöstlichen" bzw. chinesischen Kräutern, auch wenn in diesem Buch einige Kräuter der chinesischen Materia medica enthalten sind. "

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