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Das Tao der Akupressur und Akupunktur Die Psychosomatik der Punkte von Eckert, Achim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.11.2013
  • Verlag: Haug
eBook (PDF)
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Das Tao der Akupressur und Akupunktur

Akupunkturpunkte werden in der Literatur in ihrer Wirkung auf pathologische Zustände beschrieben. DAS TAO DER AKUPRESSUR UND AKUPUNKTUR beschreibt neben den medizinischen Indikationen aller 361 klassischen Punkte auch ihr Wirkungsspektrum zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit, der Vitalität und Sexualität, des seelischen Gleichgewichts und der geistigen Fähigkeiten. In diesem Buch wird, neben dem psycho-physischen Wirkungsspektrum der 361 Akupunkturpunkte, zu jedem Punkt die genaue anatomische Lokalisation, die Druckstärke und Druckrichtung bei Akupressur, die Stichtiefe, die medizinischen Indikationen, die auf zwanzigjähriger Forschungsarbeit beruhenden Wirkungen auf psychische Zustände und die Innenwelt des Menschen und damit in Zusammenhang stehende sinnvolle Übersetzungen der chinesischen Punktenamen beschrieben. Die im TAO DER AKUPRESSUR UND AKUPUNKTUR angeführten psychischen Wirkungen der einzelnen Punkte können dabei helfen, den vielfältigen seelischen Hintergrund vieler Krankheiten und Beschwerden besser zu verstehen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 06.11.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783830478072
    Verlag: Haug
    Größe: 44198 kBytes
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Das Tao der Akupressur und Akupunktur

1 Das Tao der Medizin

Wenn man Heilung als Ganzwerden versteht, kann man Heilungsprozesse nur als ein glückliches Zusammenwirken der verschiedenen Aspekte und Ebenen des menschlichen Daseins begreifen. Meist wird man sich als Arzt oder Heilkundiger bald bewusst, wie viel man von den komplexen Zusammenhängen des Lebens nicht versteht. Bevor man zu dieser Einsicht gelangt, ahnt man vielleicht nur bei manchen besonderen Heilungsverläufen, dass etwas Unnennbares seine Hand dabei im Spiel gehabt hat.

Je ursprünglicher ein Medizinsystem ist, desto mehr beziehen seine Methoden die Gegenwart eben dieses Unnennbaren mit ein. Die Chinesen nannten es Tao: "der Weg" oder "das Namenlose". Je ursprünglicher ein Medizinsystem war, desto vielfältiger waren auch die Aufgaben, die ein Heiler erfüllen musste, um den Anforderungen gerecht zu werden, die eine wenig zivilisierte und wenig spezialisierte Welt an ihn stellte.

Die Aufgabe der Wanderärzte im alten China war erst in zweiter Linie die Pflege und Behandlung der Kranken. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, durch geeignete Ratschläge und Vorsorgemaßnahmen dazu beizutragen, dass die Dorfbewohner, die sich ihnen anvertrauten, gesund und voller Lebenskraft blieben - soweit eine solche Einflussnahme nach menschlichem Ermessen möglich war. Gaben sie schlechte Ratschläge oder behandelten sie die Leute häufig erst, wenn sie schon krank waren, wurde ihnen die Bezahlung gestrichen. In manchen Fällen konnte es vorkommen, dass sie mit Schimpf und Schande aus dem Dorf gejagt wurden. Verständlich also, dass sie allergrößtes Interesse am Wohlbefinden ihrer Patienten hatten.

So entwickelten sie schon vor zwei- bis dreitausend Jahren ein Medizinsystem, das von Ernährungswissenschaft bis zu Gebet und Meditation, von Psychiatrie bis zu innerer Medizin alle Bereiche umfasst, die für die Heilung von Bedeutung sind. Die Traditionelle Chinesische Medizin war und ist im wahrsten Sinne des Wortes eine ganzheitliche Medizin, die sich bemüht, Geist, Seele und Körper als Einheit zu sehen, in Einklang zu bringen und nicht getrennt voneinander zu behandeln, wie das die heutigen Spezialisten tun.
1.1 Die Sieben Stufen des Heilens

Die Sieben Stufen des Heilens sind:

Meditation
Atmung
Bewegung
Ernährung
Akupressur und Bäder
Akupunktur und Moxibustion
Chirurgie
Die traditionelle taoistische Medizin unterscheidet Sieben Stufen des Heilens; diesen wird von oben nach unten abnehmende Bedeutung zugemessen. Der Geist spielt eine übergeordnete Rolle.

Als oberste und wichtigste Stufe des taoistischen Heilens wurde Religiosität angesehen - im Sinne des lateinischen Wortes "religio", das Rück-Verbindung, Verbindung zur Wurzel oder Verbindung zum Ursprung bedeutet. Eine der vordringlichsten Aufgaben des Heilkundigen war und ist es, seinen Patienten einen Zugang zur Innenwelt zu eröffnen, einen Zugang zu einer Spiritualität, die das Wissen um die Sinnhaftigkeit von Leben, Krankheit und Tod miteinschließt. In fast allen primitiven Kulturen hat der Medizinmann oder Schamane diese religiöse Funktion. In der Sprache des Taoismus nannte man diese Stufe die Versenkung in das Tao. Diese Versenkung ist durch Meditation zu erreichen.

Wesentlich für die Meditation im taoistischen Sinne ist nicht der Vollzug eines äußeren oder inneren Rituals. Meditation bedeutet hier, sich ganz auf das Leben in all seiner scheinbaren Widersprüchlichkeit einzulassen, mit den ständig wechselnden, angenehmen oder unangenehmen Ereignissen des Lebens mitzuschwingen, mitzufließen. Wer in der Geisteshaltung des Tao meditiert, meditiert sich nicht mit Mantra

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