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Die Homöopathie-Wahrheit. Eine (selbst)kritische Betrachtung Vierte Ausgabe der Schriftenreihe "Homöopathie und..." von Arnold, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.06.2016
  • Verlag: Books on Demand
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Die Homöopathie-Wahrheit. Eine (selbst)kritische Betrachtung

Dieses Buch heißt "Die Homöopathie-Wahrheit". Selbstverständlich ist der Titel maßlos und provokativ. Was man hier lesen kann, ist natürlich nicht DIE WAHRHEIT über Homöopathie. Es ist aber auch keine Lüge, wie uns Homöopathen von Kritikern manchmal unterstellt wird. Vielmehr ist es irgendwo im Raum zwischen Wahrheit und Irrtum angesiedelt. Das jedenfalls hat Homöopathie mit Wissenschaft gemeinsam. - Inhalt: Wie viele Arzneimittel brauchen wir eigentlich? / Arzneimittelwahl / Kann man Homöopathie eigentlich lernen? / Homöopathen - ein merkwürdiger Zoo von Narzissten? / Kann Homöopathie schaden? / Der Placebo-Effekt / Der Wirksamkeitsnachweis / Die schwierigste Frage: Wie kann man es erklären? / Kritik und Unterstützung Anhang: Anonymus: Der Limerick. Beispiele einer textkritischen Analyse vom Blickwinkel der theoretischen Homöopathie. Teil 4: Die leidige Frage des Inhalts Michael Arnold (Dr. rer. nat.) ist kein praktizierender Homöopath, gleichwohl an dem Thema der Homöopathie stark interessiert.

Produktinformationen

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Die Homöopathie-Wahrheit. Eine (selbst)kritische Betrachtung

A) Einführung

Ja, wir werden alles, alles noch einmal in Frage stellen. Und wir werden nicht mit Siebenmeilenstiefeln vorwärts gehen, sondern im Schneckentempo. Und was wir heute finden, werden wir morgen von der Tafel streichen und erst wieder anschreiben, wenn wir es noch einmal gefunden haben. Und was wir zu finden wünschen, das werden wir, gefunden, mit besonderem Mißtrauen ansehen. [...] Sollte uns aber dann jede andere Annahme als diese unter den Händen zerronnen sein, dann keine Gnade mehr mit denen, die nicht geforscht haben und doch reden.
BRECHT: Leben des Galilei

Dieses Motto für die vorliegende Ausgabe unserer Schriftenreihe ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits können wir Homöopathen es benutzen, um den Gegnern der Homöopathie ein Argument entgegenzuhalten, das ungefähr so aussehen könnte:

Wir wissen aus unserer täglichen Erfahrung, dass Homöopathie wirkt, wenn man sie korrekt anwendet. Wir können Euch zahllose Beispiele dafür zeigen. Wir haben geforscht, wir haben viele Arzneimittelprüfungen unternommen und daraus unser Wissen bezogen, wann wir welches Arzneimittel am Patienten anwenden müssen. Ihr aber ignoriert diese Erfolge und versteift Euch auf die durchaus richtige Meinung, dass die Wirkung von potenzierten Arzneimitteln (bisher!) keine wissenschaftliche Erklärung hat. Ihr habt nicht geforscht und redet dennoch! Wir hingegen heilen Menschen von ihren Krankheiten, auch wenn wir nicht wissen, wie das funktioniert. Wer heilt, hat recht!

Es gibt einige wichtige Kommentare zu dieser Argumentation. Die meisten davon werden im Text dieser Arbeit erwähnt werden. Eins sei aber vorweggenommen: die Aussage: Wer heilt, hat recht sollte in die Kategorie "Blödsinn" eingeordnet werden. Wer heilt, der heilt und wer recht hat, der hat recht. Beides muss man nicht miteinander verbinden, denn Heilen kann man auch, wenn man gar nicht weiß, was man tut oder wenn man sich in dem vermeintlichen Wissen irrt, während das Rechthaben zu tun hat mit einer nachvollziehbaren Erklärung dessen, was man tut oder getan hat und von dessen Ergebnis.

CAMUS lässt das den Arzt Rieux noch prägnanter sagen ("Die Pest"):

Man kann nicht gleichzeitig heilen und wissen.

Ganz so extrem würden wir das nicht formulieren, aber doch unterstreichen, dass Heilen und Wissen unterschiedliche Kategorien sind und sich nicht oder nicht vollständig aufeinander zurückführen lassen.

Wenn wir einem Kind, das sich die Finger auf der Scharnierseite der Tür eingeklemmt hat, worauf die Finger nur noch halb so dick sind wie vorher und das Schreien enorm, Hypericum geben und nicht nur das Schreien innerhalb von Sekunden aufhört, sondern auch die Finger am nächsten Tag aussehen, als sei nichts gewesen, so ist das eine wundersame Heilung, aber wir wissen nicht wirklich, was passiert ist. Wir haben geheilt (Hypericum hat geheilt), aber wir haben nicht die geringste Ahnung, wie das eigentlich geschehen ist.

Oder ein anderes Beispiel, von D.E.:

Ich bin einmal eine Treppe auf dem Hinterteil hinuntergesegelt und hatte ein gigantisches Hämatom an eben jener Stelle, welches sich nach der Einnahme von Acidum sulphuricum innerhalb von fünf Tagen vollständig zurückgebildet hat. Ich habe keine Erklärung dafür, denn ein solches Hämatom kann sich eigentlich nicht innerhalb von so kurzer Zeit zurückbilden, ohne erst einmal grün und gelb zu werden. Ich habe nicht recht, die Frage, ob ich recht habe, stellt sich nicht einmal, denn ich habe überhaupt keine Erklärung.

Nebenher bemerkt würde es auch gewisse Probleme bereiten, dieses Phänomen mit dem sogenannten Placeboeffekt zu erklären.

Kommen wir aber zu der gegenteiligen Argumentation im Sinne von BRECHTs "Galilei":

Ihr Homöopathen macht Sachen, die mit der Wissenschaft schlicht und einfach nichts zu tun haben.
Dies

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