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Globuli statt Pillen von Reichelt, Katrin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.02.2012
  • Verlag: GRÄFE UND UNZER
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Globuli statt Pillen

Lieber Globuli statt Pillen: Viele Menschen wollen bei Beschwerden nicht sofort zu schulmedizinischen Medikamenten greifen - diese sind oft höchst wirkungsvoll, aber auch reich an Nebenwirkungen. Dieser GU-Ratgeber zeigt für die häufigsten schulmedizinischen Präparate 11 sanfte, aber wirkungsvolle Mittel aus der Homöopathie, die die Schulmedizin häufig ersetzen oder ergänzen können: Apis etwa kann bei Allergien statt oder ergänzend zu einem Antihistaminikum eingesetzt werden, Eupatorium hilft bei Kopf- und Gliederschmerzen. So viel wie nötig, so wenig wie möglich: Nach diesem Motto erfährt der Leser, wie er beide Welten so kombinieren kann, dass er für sich den optimalen Nutzen bei den geringsten Nebenwirkungen erreicht. Zu jedem der 11 Hauptmittel werden jeweils zwei bis drei Ergänzungsmittel beschrieben. Außerdem werden weitere Maßnahmen aus der Naturheilkunde empfohlen.

Sven Sommer ist Heilpraktiker (Absolvent der Heilpraktikerschule Josef Angerer) und arbeitet seit Jahren in eigener Praxis auf den Gebieten Homöopathie, Akupunktur und Bachblüten-Therapie. Sommer lebt und praktiziert derzeit in der Nähe von Oxford in England.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 03.02.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833827860
    Verlag: GRÄFE UND UNZER
    Größe: 5600 kBytes
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Globuli statt Pillen

Der kritische Patient ist ein unbequemer Patient. Er hakt nach, er hinterfragt, er will wissen, warum er etwas einnehmen soll und womit er anschließend zu rechnen hat. Er wünscht sich ein Heilmittel, das keine krank machenden Nebenwirkungen hat. Als Patient wollen Sie wissen, was mit Ihnen los ist, wie die Symptome Ihres Körpers mit Ihrer Seele zusammenhängen. Sie wollen eine Arznei, die auf allen Ebenen zu Ihrem Problem passt – die es heilt, aber nicht unterdrückt. Genau das wollte Hahnemann auch.

Im 20. Jahrhundert beginnt die moderne, technologisierte Medizin in unser Denken Einzug zu halten. Zu dieser Zeit bedeutet "Compliance" die Mitarbeit des Patienten, das konsequente Befolgen ärztlicher Ratschläge – möglichst ohne nachzufragen. Auf diese Art von "Compliance" haben Patienten des 21. Jahrhunderts zunehmend weniger Lust. Heute weiß man, dass eine Therapie umso besser wirkt, je genauer der Patient diese versteht und mit ihr einverstanden ist. Das ist jedoch in sieben Minuten schwer zu bewerkstelligen: So viel Zeit wird in einer schulmedizinischen Praxis auf die Untersuchungs-, Diagnose- und Informationsbedürfnisse des Patienten verwendet. Das ist ein so ungeheuerlich kurzer Zeitraum, dass man sich fragt, wie da überhaupt eine Arzt-Patienten-Beziehung zustande kommen kann. In der Homöopathie steht dem Patienten die Zeit zur Verfügung, die er braucht, um sein Problem in seiner ganzen Tragweite zu schildern.

DER MÜNDIGE PATIENT

Studien zeigen, dass der Erfolg einer Therapie maßgeblich davon abhängt, ob Sie als Patient die Maßnahmen kennen, mit entscheiden dürfen und mit ihnen einverstanden sind.
Hom̦opathie stellt unbequeme Fragen Рauch an unsere Gesellschaft

Die Verbreitung der Homöopathie, sprich die Erkenntnis über ihre Möglichkeiten, hat diese Gegebenheiten, die von Patienten zuvor niemals infrage gestellt wurden, in den letzten zwei Jahrzehnten radikal verändert. In der schulmedizinischen Versorgungslücke – Zeit-, Informations- und Zuwendungsmangel – fiel die dem Menschen zugewandte Homöopathie auf fruchtbaren Boden. Zu dieser Heilmethode gehört unter anderem auch das umfassende Eingehen auf den Zustand des Patienten sowie ausreichend Zeit und aufmerksames Zuhören: Es ist, neben der frappierenden Wirkung der Globuli selbst, die menschliche Nähe, die von medizinischen Hardlinern so erbittert bekämpft wird. Erst allmählich erinnern sich so manche, dass genau diese Qualitäten noch vor gar nicht langer Zeit zur guten alten Hausarzttradition gehörten: hören, sehen, fühlen, das familiäre Umfeld kennenlernen, sich in die Situation hineinspüren. Wurde noch vor gar nicht langer Zeit emotionale Distanz an medizinischen Hochschulen gelehrt, lernen Studenten nun allmählich wieder die in der Homöopathie so wichtige emotionale Kompetenz.
Wie Hahnemann es anging

In Hahnemanns Weltbild waren die unmenschlichen Methoden seiner Zeit – Aderlass, Brechmittel, Klistiere und teilweise hochgiftige Arzneien – keine akzeptable Möglichkeit. Er wollte mehr, wünschte sich Menschlichkeit und sanfte Heilung.

In den letzten Jahren seines Schaffens, nachdem er mit seiner zweiten Frau Mélanie 1835 nach Paris ausgewandert war, saß Samuel Hahnemann in seiner Praxis oft nur still dabei, während Mélanie den Kranken Fragen stellte. Gemeinsam schufen sie eine Atmosphäre, in der die Patienten wieder Zugang zu sich selbst fanden. Während sie von ihrem Leid erzählten, erinnerten sie sich plötzlich an vergessene Details ihrer Erkrankung: wie genau die Schmerzen sich anfühlten, wann sie zum ersten Mal auftraten, was zu Hause vor sich ging, welche Sorgen die

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