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GOT - Ganzheitliche Osteopathische Therapie Auf der Grundlage des Body Adjustment nach Littlejohn und Wernham von Hermanns, Wim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.02.2018
  • Verlag: Haug
eBook (ePUB)
59,99 €
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GOT - Ganzheitliche Osteopathische Therapie

Ein leichter Einstieg in die Grundlagen und Prinzipien der GOT. Schritt für Schritt geht es durch die Techniken und deren Anwendungsmöglichkeiten. Mit ihrem rhythmisch mobilisierenden Konzept wirkt die GOT einfühlend und schonend auf die Gewebe. Außerdem lässt sie sich gut mit anderen Techniken aus viszeraler Osteopathie, mit Triggerpunktbehandlung oder MET kombinieren. Dieses Buch ist mehr als eine reine Technikanleitung. Es erklärt Ursprünge und Philosophie des Konzepts und leitet Sie so zur freien und individuellen Anwendung der GOT an. Informieren Sie sich über die Sichtweisen Littleljohns und Wernhams, die beide zur Entwicklung der GOT beigetragen haben. GOT. Für nachhaltige und stabile Therapieergebnisse.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 21.02.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783132420991
    Verlag: Haug
    Größe: 8016 kBytes
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GOT - Ganzheitliche Osteopathische Therapie

Geleitwort

Medizin als Teil des kulturellen Umfelds

Medizin hat seit jeher einen engen Bezug zur Kultur. Denken wir nur an Begriffe wie Medizinmann, Heiler, chinesische, indische oder auch klassische Medizin.

In jeder Kultur gibt es einen eigenen Umgang mit Krankheit, Patient und Heilung. Bei vielen Volkern ist die Medizin heute noch ein Kult; Rituale, Mixturen von Medizin und heilende Fahigkeiten werden und wurden von Generation zu Generation weitergegeben.

Auch der Begriff Kunst wird immer wieder in der Medizin verwendet. Man spricht von der Kunst des Heilens. Kunst bedeutet etwas Individuelles, von einem Kunstler Geschaffenes. Sie unterscheidet sich vom Alltaglichen, vom Reproduzierten. Auch die Medizin ist etwas Besonderes, etwas Individuelles.

Die moderne industrialisierte und mediatisierte Welt hat ihre eigene Medizin. Man konnte sie als "Kult in Weis" bezeichnen. Es ist eine Medizin, die sich in ihrer Wissenschaft vergrabt und in kommerzieller Abhangigkeit von der Pharmaindustrie steht. Dabei stehen weniger der Patient und sein Leiden im Mittelpunkt als vielmehr die Forschung, die Wissenschaft und der Kommerz.
Medizin als individuelles Handeln

Schon vor 150 Jahren stellte der Arzt Dr. A.T. Still fest, dass die damalige Medizin oft grose Probleme im Umgang mit den Patienten hatte. Damals wie heute fuhlen sich Patienten oft nicht ernst genommen, nicht verstanden, entmundigt, zu einer "Nummer" degradiert, sogar in ihrer Personlichkeit verletzt. Schuld daran sind Apparatemedizin und Spezialisierung, aber auch mangelnde Ausbildung in psychologischer Patientenfuhrung.

Diese Erkenntnis veranlasste A.T. Still, die "Ganzheitlichkeit und die Individualitat" als erstes Prinzip fur den Umgang mit einem Patienten zu definieren.

Spezialisierung ist heute in medizinischen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Der Allgemeinmediziner ist meistens auf die Mitarbeit seiner spezialisierten Kollegen angewiesen.

Die Kompetenzen fur die Untersuchung und Behandlung des Patienten sind verteilt. Verantwortung fur den ganzen Patienten ubernimmt niemand. Jeder Spezialist ist fur seinen Teilbereich der Abklarung oder der Behandlung zustandig und verantwortlich. Oft fragt sich der Patient, welcher "Spezialist" gerade die Koordination seines Falles in den Handen halt. Viele sind fur die Diagnose zustandig und die Therapie wird von weiteren Spezialisten ausgefuhrt oder begleitet.

Die Untersuchungen und Behandlungen sind entsprechend der abrechenbaren Ziffern genormt: Blutbild,Rontgenaufnahme, Injektion, Medikamentenverschreibung usw.

All dies hat sicher zur hohen Qualitat der Medizin aus wissenschaftlicher Sicht beigetragen, der Patient scheint dabei jedoch auf der Strecke zu bleiben. Ihm fehlt die individuelle Behandlung, die Einbeziehung seiner Personlichkeit und die Mitsprache in dem Punkt, der ihn zutiefst betrifft: seine Gesundheit.

Kurt Langbein und Bert Ehgartner (1) beschreiben dieses Phanomen in ihrem Buch Das Medizinkartell: "Vom Krankenbett ins Labor - die Abkehr vom Patienten." Der Trend ist nicht neu, er wird aber immer deutlicher und passt in die gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung unserer Zeit. Der Patient wird unmundig und anonym, seine Meinung ist nicht gefragt.

Anonymitat wird noch unterstutzt durch einen zweiten wichtigen Aspekt des heutigen Gesundheitssystems: die apparative, mechanisierte Medizin.

Die Rohre und der Ultraschallkopf, das EKG und das EMG-Gerat, die endoskopische Sonde und die Gewebeanalyse zeichnen ein genaues Bild einer Krankheit, nicht selten stellt der Computer am Ende dann die Diagnose. Es wird am Patienten geforscht, aber nicht mit dem Patienten "erforscht". Es wird die Krankheit gesucht und bekampft und nicht versucht "die Gesundheitzu finden" (A. T. Still).
Besinnung und Erneuerung bei A. T. Still /

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